Das Halle (Saale) - Lexikon

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Kaffeemühle

Die Kaffeemühle war ein Halbschalenturm, der später mit Fachwerk geschlossen wurde, nachdem die Pfännerschaft den Wehrturm 1861 gekauft hatte. Auf den Turm setzte man ein Fachwerkhaus für sieben Familien. (ca. 40 Menschen wohnten wohl dort). Die Adresse war „Hallmauer 1“. Kaffeemühle von hinten gesehen, also Blickrichtung Westen vom Hallmarkt aus. […]Weiterlesen »

Kaffenkahn

Der Kaffenkahn ist ein historisches Binnenschiff mit einer besonderen Bauform (mit der Kaffe). Seine größte Verbreitung fand dieser Schiffstyp vom 16. bis 19. Jahrhundert. In Halle wurde dieser Typ zum Salztransport eingesetzt. Beladen mit Salz, wurde er über die Flüsse gesteuert. Er konnte 40 Stück Salz, d. h. 1080 kg […]Weiterlesen »

Kaiser und König

Ein vom Papst gekrönter Herrscher wurde Kaiser genannt. Ein König wurde gewählt oder krönte sich auch schon mal selbst. Beim Kaiser handelte es sich um eine gesteigerte Königsherrschaft. Heute wird nur noch der Tenno (Himmlischer Herrscher) in Japan als Kaiser bezeichnet. Kaiser kommt vom mittelhochdeutschen „keiser“ und leitet sich von […]Weiterlesen »

Kaiser Wilhelm Denkmal

Am 26.08.1901 wurde das das vom wilhelminischen Architekten Bruno Schmitz gestaltete Kaiserdenkmal enthüllt. Großzügiger Spender war unter anderem der Maschinenbauunternehmer Albert Dehne mit 245.000 Mark.  Umrahmt von den Standbildern Bismarcks und Moltkes saß Wilhelm I. hoch zu Roß. Die ausgewählte Widmungsinschrift „Wilhelm dem Großen – Die dankbare Bürgerschaft“. Kaiser-Wilhelm-Denkmal (Abbildung: […]Weiterlesen »

Kaiserstraße

Die Kaiserstraße ist die heutige Willy-Lohmann-Straße im Paulusviertel. Hier befand sich der Palast der Landwirtschaftskammer, das heutige Alte Regierungspräsidium. Die Straße mündete in den Kaiserplatz (Hasenberg), wo die Pauluskirche steht.

Kaktusbrunnen

Der aus Klinkersteinen eingefasste Brunnen hat in der Mitte den Kaktus stehen, der aus Keramik besteht und 2,50 m groß ist. 1983 bekam er seinen angestammten Platz im heutigen Carl-Schorlemmer Ring. Der Künstler ist Peter Michael (Drachenbrunnen an der Marktkirche), der bei Gerhard Lichtenfeld studierte.

Kalandsbrüderschaft

Der Ursprung des Knoblauchfestes geht auf die Kalandsbrüderschaft zurück. Nach ausgiebigen Pfingstfeiern trafen sich die überwiegend geistlichen Mitglieder des Ordens schon vor Hunderten von Jahren am Ufer der Saale, um mit dem Knoblauchsmittwoch die Zeit der Pfingstvöllereien ausklingen zu lassen. Knoblauchmittwochsgesellschaft in Halle (Saale) (Quelle: Facebook)

Kaltlager

Das Kaltlager gab es, wenn im Thal zu Halle kein Absatz für das Salz vorhanden war. Z.B. durch Krieg oder Pest wurden die Feuer unter den Salzsiedepfannen gelöscht und das Sieden eingestellt. Durch das Kaltlager konnten auch durch die Pfänner die Salzpreise reguliert werden. In dieser Zeit griffen die Salzwirker […]Weiterlesen »

Kanal

Der Kanal ist heute lauschiges Plätzschen und liegt schnurgerade in der Landschaft nahe der Rennbahn. Ab 1930 gab es hochtrabende Pläne der Naziregierung für ein gigantisches wassernetz. Dafür wurden riesige Betonelemnte für den Kanal gegossen und Schleusen errichtet. Der zweite Weltkrieg machte diese Pläne zunichte, zurück blieben Rudimente wie der […]Weiterlesen »

Kanaldeckel

Es gibt in Halle knapp 25.000 Kanaldeckel. Einige zeigen Motive aus der Geschichte. Die ersten Kanaldeckel gab es ab 1880. Kaufleute erteilten den Auftrag, um den Gestank zu drosseln. Die gezeigten Kanaldeckel wurden von Günther Kaden 1975 gestaltet.    

Kanone

Die Kanone war ein Halbschalenturm, der zur Stadtseite offen war. Er wurde nach Abbruch der Wehrbauten als Lagerraum genutzt. Vor der Kanone befand sich die Kuttelbrücke, die zum Kuttelhof (Schlachthof)  auf dem Strohhof führte. Rechts im Bild die Kanone, von der Klausbrücke aus gesehen, vorn rechts das Friedemann-Bach-Haus. Klausbrücke und […]Weiterlesen »

Kanzleigasse

Die Kanzleigasse ist eine kurze enge Straße, die noch unter Olearius „Canzlei- oder Residenzgasse“ heißt. 1828 wird der Name endgültig festgelegt. Im 18. Jahrhundert wird diese Gasse oft Schauplatz des Spießrutenlaufens. Spießrutenlauf in einer Stadt (Foto (C): Okapia, P.M Wissen)

Kapelle Maria Magdalena

Die Kapelle stand an der Schieferbrücke und wurde 1552 niedergerissen. An der Stelle errichtete man eine Ratsziegelscheune für Bautätigkeiten. Dafür wurde die Schneidemühle von der Neumühle zum Schiefertor (Weinecksche Mühle)  versetzt, um die Bauleute mit Holz zu versorgen. (Quelle: Topographie oder Häuser und Straßengeschichte der Stadt Halle a.d. Saale, Bd. […]Weiterlesen »

Kapelle St. Alexander

Die Kapelle „St. Alexander“ stand in der Nähe des Gasthofes „Goldenes Herz“. Über sie ist nichts weiteres bekannt. Der Heilige Alexander war ein Märtyrer, der den Tod in Alexandrien erlitt.  

Kapelle St. Andreas

Die Kapelle „St. Andreas“ stand auf dem Neumarkt (Ecke Geiststraße und Breite Straße), befand sich im Besitz der Familie v. Dieskau und wurde 1400 erstmals erwähnt.  

Kapelle St. Anna

Olearius bezeichnete in seiner „Halygraphia“ die Kapelle „St. Anna“ als nicht mehr vorhanden. Wahrscheinlich stand sie an der Stelle, wo die Waage erbaut wurde.

Kapelle St. Lambert

Die Kapelle „St. Lamberti“ stand zwischen Schlamm und Kleinschmieden wahrscheinlich da, wo heute die Apotheke „Zum blauen Hirsch“ steht. Früher hieß der Ort Lampert’s Hof. Die Kapelle gehörte zum Neuen Werk, dessen Propst Roggerus sie 1121 schon einverleibt hatte.1458 brannte das Dach ab und sie wurde wüst. Der präzise Standort […]Weiterlesen »

Kapelle St. Margarethen

Die Kapelle „St. Margarethen“ war auf der Unterburg des Giebichensteins zu finden und wurde in einer Nachricht 1012 erwähnt. Vor der Kapelle wurde der Sarkophag des Erzbischofs Walthardt beigesetzt. Er wurde in der Südwestecke der Unterburg 1912 wieder aufgefunden.

Kapelle St. Matthäi

Die stand auf dem Besitz der Familie von Grashof und wurde 1310 erstmals erwähnt. Zur Zeit der Reformation verwahrloste die Kapelle und es wurde dort eine Garküche geschaffen. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde sie abgerissen und ein Wohnhaus darauf errichtet.  

Kapelle St. Michaelis

Die Kapelle St. Michaelis war das älteste Bauwerk auf dem Alten Markt bis 1906 auf dem Grundstück Nr. 02. Die erste Anlage für die Michaeliskapelle oder auch Kapelle stammt wahrscheinlich aus der Ottonenzeit. 1211 wird die Kirche dem Moritzkloster unterstellt. Erzbischof Ernst schätzt die Kirche und stellt ihr 1502 einen […]Weiterlesen »

Kapelle St. Moritz

Die Kapelle „St. Moritz“ war wahrscheinlich eine Stiftung des Ritters Redding und wurde 1184 erstmalig Mal erwähnt. Später wurde sie in Johanniskapelle umbenannt. Sie stand an der Nordostecke der St. Moritzkirche und Bauteile wurden 1940 von ihr freigelegt. Sie war wie die St. Georgenkapelle ca. 16,5 x 7,75 m groß […]Weiterlesen »

Kapelle St. Nikolai

Zu den ältesten Heiligtümern gehört die Kapelle „St. Nikolai“. Sie wird zwischen der Großen und Kleinen Klausstraße vermutet (Schultze-Galléra vermutete sie bei der Kleinen Klausstr. Nr. 8) und 1121 dem Kloster Neuwerk unterstellt. 1445 wurde die Kapelle durch einen Brand in Mitleidenschaft gezogen. Sie wurde notdürftig repariert, 1569 auf Veranlassung […]Weiterlesen »

Kapelle St. Pauli

Die Kapelle „St. Pauli“ auf dem Besitz der Ritterfamilie Pruve in der heutigen Brüderstraße (früher Pruvestr.), deren Name sich ursprünglich vom Familiennamen Pruve ableitete. Die Kapelle wurde 1182 das erste Mal erwähnt.  

Kapelle St. Petri

Eine Kapelle „St. Petri“ auf dem Petersberg (heutiges Opernhaus), die wohl auf einer heidnischen Stätte stand, die dem germanischen Gott Donar gewidmet war. Die Kapelle St. Petri war die Pfarrkirche der Vorstädte bzw. Gemeinden Petersberg und Ringleben und gehörte zur Ulrichskirche am Ulrichstor. 1213 wurde sie erwähnt und dem Kloster […]Weiterlesen »

Kapelle St. Wolfgang

In der heutigen Leipziger Straße Nr. 96 stand ehemals die Kapelle „St. Wolfgang. St. Wolfgang war Missionar in Böhmen unter Kaiser Otto II, dann Bischof. Die Kapelle entstand um 1300. Sie erhielt 1531 für ihren Turm die Glocken der Ulrichskirche vom Ulrichstor. 1665 wurde die Spitze des Glockengehäuses auf die […]Weiterlesen »

Kapelle Zu den drei Heiligen Königen

Die Kapelle „Zu den drei Heiligen Königen“ stand dicht bei der Halle. Sie soll 1360 von Baldewien Heise erbaut worden sein und gehörte dem Kloster Neuwerk. 1530 bricht sie Hans von Schenitz ab. An der Stelle baut er sich einen Salzkoth und verbaut die Steine in seinem Kühlen Brunnen.

Kapelle Zum Heiligen Geist

Die Kapelle „Zum Heiligen Geist“ (St. Spiritus) ist in Neumarkt angesiedelt und entstand zugleich mit dem Hospital St. Antonii um 1239/40. Sie wurde vom Rat der Stadt Halle gestiftet. Einer der Priester war 1525 einer der Ersten, die Luthers reine Lehre predigten. 1636 brannte die Kapelle völlig nieder.

Kapelle Zum Heiligen Grab

Die Kapelle „Zum Heiligen Grab“ (St. Sepilchri) stand in der Halle (Hallmarkt) und war kleineren Ausmaßes. Sie wurde Anfang des 14. Jahrhunderts gebaut und stand an der Stelle des Kothes „Zum Ziemer“Sie diente lediglich als Versammlungsort der Salzwirker, die hier St. Moritz Verordnungen ihrer Herren entgegennahmen.  Die Hauptkirche für Gottesdienste […]Weiterlesen »

Kapelle Zum Heiligen Kreuz

Im westlichen Teil des alten hallischen Rathauses befand sich die Kapelle „Zum Heiligen Kreuz“. Diese wurde erstmals 1327 urkundlich erwähnt. Sie diente den Ratsherren der Stadt Halle, vor ihren Amtsgeschäften, die allmorgendliche Messe zu besuchen. Ursprünglich wurde sie als frei stehender Bau auf dem Marktplatz erbaut und erst später im […]Weiterlesen »

Kardinal

Kardinal ist ein geistlicher Titel der römisch-katholischen Kirche und die höchstrangige Würde nach dem Papst. Der auf Lebenszeit verliehene Kardinalstitel beruft den Träger zur besonderen Mitverantwortung an der Gesamtleitung der Kirche im Kardinalskollegium sowie der Römischen Kurie (Leitungs- und Verwaltung des Heiligen Stuhls = Papstsitz) und berechtigt bis zur Vollendung […]Weiterlesen »

Kardinal Albrecht von Brandenburg

Albrecht von Brandenburg (Albrecht von Hohenzollern) wurde am 28. Juni 1490 in Cölln an der Spree, heute Berlin, geboren. In Frankfurt an der Oder gründete er mit seinem Bruder 1506 die Universität, an der er auch studierte. Albrecht von Brandenburg trat in den geistlichen Stand ein und wurde bereits mit […]Weiterlesen »

Kärwegalgen

Im Rügegericht wurden bei den Halloren kleinere Vergehen mit dem Kärwegalgen (sprich Kärwe-Galgen) „gekärwt“. Der Name stammt von der Bezeichnung der Gerbersaale bei den Salzwirker ab. Sie wurde Kärwesaale genannt. Der Übeltäter wurde bis aufs Hemd ausgezogen in einen Korb gesetzt und am Kärwegalgen unterhalb der alten Thalstadtmauer am Turm […]Weiterlesen »

Karzerplan

Hier wurde in der Mitte des 15. Jahrhunderts am Karzerplan der Karzer- oder Musikantenturm als einer von 50 Wehrtürmen der Stadtbefestigung errichtet. Er erhielt seinen Namen nach den Stadtpfeifern, welche nach 1711 dort untergebracht waren. Zuvor wurde er von der 1694 gegründeten Universität als Karzer (lat. carcer – Umfriedung, Kerker) […]Weiterlesen »

Käsebier, Christian Andreas

Christian Andreas Käsebier (* 1710 in Halle (Saale); † nach 1757) war ein berühmter Dieb und Räuber im Deutschland des 18. Jahrhunderts. Er war der Sohn eines ehrbaren Schneiders und hatte eine Bande, die zeitweise 1000 Mann auf den Plan brachte.Insbesondere Böhmen, Sachsen und Bayern suchte er heim. Im siebenjährigen […]Weiterlesen »

Käsebier, Christian Andreas

Christian Andreas Käsebier wurde 23.September 1710  im Marienviertel, heute Mittelstr. 17, geboren. Sein Geburtshaus ist das älteste Fachwerkhaus (ca. 1525) in der Saale-Stadt.  Sein Todestag ist bislang unbekannt, lag wahrscheinlich nach 1757. größter Dieb des 18.Jahrhundert, wurde in Halle (Marienviertel, heute Mittelstr. 17) geboren.Seine Gaunereien inszenierte er weniger mit Gewalt […]Weiterlesen »

Kästnersches Kossätengut

Das alte Bauerngehöft hieß auch Kramersches Gut. Es stand bis 1803, bevor Johann Friedrich Reichardt 1794 erwarb. In dem Haus war Geastfreundschaft ein oberstes Gebot von Reichardt. Es verschaffte später dem Anwesen den ehrenhaften Titel „Giebichensteiner Dichterparadies“ oder auch „Herberge der Romantik“. Goethe, Wackernagel, Brentano und Prinz Louis Ferdinand gehörten […]Weiterlesen »

Katzenbuckel

Der Katzenbuckel heisst eigentlich Forstwerder Brücke und verbindet Halle-Trotha mit dem Forstwerder. Sie wurde 1928 errichtet und überspannt den Mühlgraben. Auf der Insel befand sich zu jener Zeit ein Freibad.

Kaufhalle Basar

Die Kaufhalle „Basar“ am Treff (offiziell Objekt 435) wurde am 06.12.1968 errichtet und war damals die modernste und größte Kaufhalle der DDR. Der damalige Direktor war Bruno Geyer. Der „Basar“ galt mit seinen 15 Abteilungen – im damaligen Sprachgebrauch „Bedarfskomplexe“ – und 60 Kühltruhen als eines der Vorzeigeobjekt der Republik. […]Weiterlesen »

Kaufhaus

Erste Erwähnung eines Kaufhauses auf dem heutigen Marktplatz durch den damaligen Erzbischof. Mehrere Kaufhäuser wurden bei den Ausgrabungen 2004-2006 gefunden. Ein 66 Meter langes Kaufhaus (wahrscheinlich für Tuche) war das längste. Es verlief nördlich der Marktplatzverwerfung und parallel zu den heutigen Straßen und hatte mehrere Etagen (3) Marktplatz von Halle […]Weiterlesen »

Kaulenberg

Die Bedeutung des Namens Kaulenberg ist nicht ganz klar. Man vermutet, er kommt von dem Wort „Kaule“ (niederdeutsch Kuhle) , welches eine morastige Stelle bezeichnet. Hier versickerte noch im 15. Jahrhundert ein Bach, der von der Vorstadt Petersberg kam. 1462 wurde das Gelände trockengelegt und aufgeschüttet.

Keferstein, Albrecht-Ludwig

Ludwig Keferstein !1792-1872) ist der Sohn des Hallischen Papierfabrikanten von Philipp Sebastian Ludwig Keferstein (1754–1834). Schon im Alter von 14 Jahren musste er miterleben, wie 200 napoleonische Soldaten in der Saale vor der Papiermühle ertranken, als sie im Oktober 1806 übersetzen wollten. 1812 war  herer an Feldzügen als Leutnant des […]Weiterlesen »

Keferstein, Gabriel Wilhelm

Gabriel Wilhelm Keferstein (1755-1816) war Rats- und Bürgermeister der Stadt Halle (Saale). Keferstein hatte sich bei der Einführung der Braunkohlefeuerung einen Namen gemacht. Er war als Freimaurer Mitglied der Loge Zu den drei Degen in Halle und 1808 bis 1816 dort Meister vom Stuhl. Nach Wilhelm Keferstein ist die Kefersteinstraße […]Weiterlesen »

Kelten

Als Kelten  (lateinisch Celtae oder Galli ) bezeichnet man seit der Antike Volksgruppen der Eisenzeit in Europa. Archäologische Funde zeugen von einer ausgeprägten Kultur und hoch entwickelten sozialen Struktur dieser Volksstämme. Sie gewannen mittels Briquetagen das Salz. Verbreitung keltischer Völker und Sprachen: – Gebiet der Hallstattkultur im 6. Jh. v. Chr.(gelb) […]Weiterlesen »

Kinderkreuzzug

Das Relief wurde von Gerhard Geyer 1974 geschaffen und bezieht sich auf eine Ballade von Bertolt Brecht „Kinderkreuzzug 1939“. Dort bricht eine polnische Kindergruppe quer durch Polen auf, um das Land des Friedens zu suchen. 1212 gab es in Deutschland den sogenannten Kinderkreuzzug, bei dem Kinder aufbrachen, um waffenlos nach […]Weiterlesen »

Kipper und Wipper

Die Zeit der Кipper und Wipper umfasste einige Jahre zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges. Sie war durch erhebliche Geldentwertung gekennzeichnet. Ihren Höhepunkt erreichte sie mit der Hyperinflation zwischen 1620 und 1623. Der Doppelbegriff leitet sich vom „Wippen“ der Waagschale und dem „Кippen“, dem Aussortieren der schwereren, besseren Münzen, ab. Ziel […]Weiterlesen »

Kirche Lieskau

Die ursprüngliche Kirche Lieskau entstand wahrscheinlich in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts. Die Nordseite weist noch Reste des einstigen turmlosen Baus auf. Der massive Turm wurde erst ab 1696 auf die heutige Höhe gebracht. 1734 brannte das Dorf samt Kirche nieder. Diese wurde wiederaufgebaut und erhielt ihre heutige Form. […]Weiterlesen »

Kirche St. Bartholomäus

Die evangelische St. Bartholomäus-Kirche im Stadtteil Giebichenstein thront auf einem Hügel über dem Saaletal. (Bartholomäus starb den Märtyrertod im 9. Jahrhundert. Er war ein Apostel Christi und predigte in Indien und Armenien) Der Hügel wurde schon zu vorchristlicher Zeit als Kult- und Begräbnisplatz genutzt und in der romanischen Zeit um […]Weiterlesen »

Kirche St. Briccius

Die Kirche St. Briccius in Trotha wird 1116 und 1182 erwähnt. Im romanischen Turm sind noch zwei Kapitelle erhalten, die auf das späte 12. Jahrhundert verweisen. Kirche St. Biriccius 2020 (Foto: Michael Waldow, MSW-Welten)

Kirche St. Georg

St. Georg oder Georgen gehört zu den ältesten Pfarrkirchen und wurde 1180 erwähnt (Gründung durch die Familie von Hause). Nachdem Thomas Müntzer 1523 kurzzeitig als Kaplan hier tätig war und in dieser Zeit auch einen Anschlag auf Erzbischof Albrecht plante (aber nicht ausführte), wurde in der Kirche erst 1547 (sechs […]Weiterlesen »

Kirche St. Gertruden

St. Gertruden (auch St. Gertrauden) wurde über den Grundriss eines  Vorläufers aus dem 11. Jahrhundert errichtet. 1295 – 1298 gibt es mehrere Ablässe für den Neubau der Kirche. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts erfolgte eine Erweiterung zur dreischiffigen Hallenkirche mit eingezogenem Chor. 1399 wird die Kirche geweiht. 1541 waren die […]Weiterlesen »

Kirche St. Laurentius

Um 1140 wurde die alte Laurentiuskirche gegründet. Sie war damals Pfarrkirche der Siedlung Neumarkt, die um das Kloster Neuwerk entstanden war. 1531 wurde Neuwerk abgerissen, die Kirche blieb aber erhalten. Sie wurde mehrfach umgebaut, zum Beispiel 1570 mit dem Anbau des dreiseitigen Chorabschlusses. Aus dem Jahre 1478 stammt der Taufstein […]Weiterlesen »

Kirche St. Marien

siehe auch Marktkirche Der Name Marien ist eigentlich nicht ganz richtig. Richtig muss es heißen Kirche „Unser lieben Frauen*“. *Bei Liebfrauen oder Unserer Lieben Frauen ist keine Mehrzahl gemeint, es handelt sich vielmehr um einen alten Genitiv von Frau („Kirche unserer lieben Frau“).    

Kirche St. Moritz (Moritzkirche)

Die Kirche St. Moritz heißt heute richtig  St. Mauritius und Paulus. Im Jahre 1000 stand 50 Schritt von der heutigen Kirche eine kleine Kapelle namens St. Moritz. Der heutige Steinbau entstand zwischen 1121 und 1144 und wurde von Wichmann von Seeburg (1116-1192) gestiftet als Augustiner-Chorherrenstift. 1208 wurde die Kirche im […]Weiterlesen »

Kirche St. Norbert

Die in der Körnerstraße gelegene St. Norbert Kirche wurde zwischen 1885/1890 erbaut, direkt am dortigen Schulhaus. Sie ist dem Erzbischof Norbert (1125-1184) aus Magdeburg geweiht.  

Kirche St. Ulrich

Die Kirche St. Ulrich wurde ab der Mitte des 14. Jahrhunderts als Klosterkirche St. Maria des seit 1339 in Halle (Saale) ansässigen Serviten – Ordens (Marienknechte) errichtet. 1435 wurde ein metallenes Taufbecken mit vier Füßen und 14 Bildern gegossen. 1488 entstanden das Altargemälde und das Schnitzwerk des Hochaltars. 1496 wurde […]Weiterlesen »

Kirche St. Wenzel

Die denkmalgeschützte evangelische Kirche St. Wenzel steht in Lettin. Das heutige, dem Heiligen Wenzel von Böhmen geweihte Gebäude wurde vermutlich in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts errichtet. Davon zeugt insbesondere der rechteckige romanische Saal mit Westquerturm. Im Innern hat sich teilweise die Ausstattung aus der Spätgotik erhalten. Der Schnitzaltar […]Weiterlesen »

Kirchenruine Granau

Der 30-Jährige Krieg zerstörte das Dorf Granau vollständig. Das Dorf blieb wüst. Erhalten ist noch die Kirchenruine. Ungewöhnlich war, dass der Altar nach Westen zeigt und die Kirche keinen Taufstein besaß. Auf dem Friedhof befinden sich die Gräber von Siegmar Baron von Schultze-Galléra dem Heimatforscher, dem auch dieses Lexikon sehr […]Weiterlesen »

Kirchner, Wolfgang

Der Ingenieur für Baustofftechnologie kommt 1964 nach Halle. Von 1964 bis 1990 ist er im Plattenwerk im Neustädter Versorgungsgebiet als Montageleiter, später als Leiter der Technischen Kontrollorganisation (TKO), verantwortlich für die Qualität, tätig.

Klaus- oder Nikolaustor

Das Klaustor war ein sehr wichtiges, aber auch relativ einfaches Tor, da es geschützt hinter dem Saalearm lag. An seiner nördlichen Seite befand sich Cyriakshospital, das nach seinem Abbruch in die Neue Residenz umgewandelt wurde. Dort wurde auch 1451 eine Badestube (Clausbadstube) erwähnt. 1569 wurde das Tor mit Quadersteinen der […]Weiterlesen »

Klausberge

Schon im 12. Jahrhundert gab es bei den Klausbergen einen Eremiten (Klausner), der dort eine Hütte (Klause) baute. 1216 folgte ihm ein weiterer Eremit, der sich Bruder Friedrich nannte. Dieser war ein Bettelmönch der Serviten oder Marienknechte, die die Gestalt Marias verehrten. 1257-1275 war hier eine Kapelle der Klausbrüder errichtet, […]Weiterlesen »

Klausbrücke

Die Klausbrücke überspannt die Saale am Zusammenfluss der Hall- und der Strohhofsaale. Ursprünglich aus Holz wurde sie in unruhigen Zeiten oft zerstört. Zur Stadt hin erhob sich das Klaustor. 1576 wurde das Tor erneuert und die hölzerne Brücke durch eine steinerne Brücke ersetzt. 1842/43 wurde die Brücke erneuert und bekam […]Weiterlesen »

Klausnerkapelle

1216 entsteht die Klausnerkapelle am Fuße der Klausberge. Später entstand an dieser Stelle das Wallkürenbild mit den Doppelbildnissen von Wilhelm I. und Friedrich III. 1306 erfolgt der Umzug zu einem neugebauten Kloster auf dem heutigen Riebeckplatz. Zwei Serviten bewirtschaften die Kapelle aber noch weiter.

Klausstraße

Im Mittelalter lag die Klausstraße zum Markt hin etwas tiefer. Vom Markt führten Bretterbrücken zu den Buden an der Lehmmauer der Lampertikapelle. Sie hieß um 1300 zu den „Pechmengern“ und wurde später in Kleine und Große Klausstraße unterschieden. ie Klausstraße gehörte zu den wichtigsten Handelsstraßen der Stadt. Sie wurde schon […]Weiterlesen »

Kleine Brauhausstraße

Der Name Brauhausstraße kommt von den zahlreichen Brauereien, die hier lagen. Aber erst 1828 wird dieser Name vergeben. So gab es 1569 das Seltenersche und 1572 das Krausenersche Brauhaus. Im 17. Jahrhundert standen 4 große Brauhäuser bis zum Berlin, in denen 200 zur „Reihe der brauenden Bürger“ gehörende Personen brauten. […]Weiterlesen »

Kleine Klausstraße

Der Straßenzug entspricht der ältesten Befestigungslinie Halles. 1450 wird sie in den Schöffenbüchern als Kleine Olrikesstraße erwähnt. Um diese Zeit wurde die Klausstraße in Kleine und Große Klausstraße unterschieden. Vorher hieß sie nach Schultze-Galléra um 1300 „zu den pecmengern“, nach den Bewohnern, den Pechhändlern.  

Kleine Märkerstraße

Die Straße ist neueren Datums, da sie selbst Olearius nicht erwähnte. Die Gegend wurde schlicht als „hinter der Ulrichskirche“ genannt. Drei Straßen münden bzw. zweigen von ihr ab.

Kleine Marktstraße

Die Kleine Marktstraße ist die Verbindungsstraße zwischen Großer Nikolaistraße und Dachritzstraße  Erst 1950 bekam sie ihren Namen. Davor wurde sie aufgrund des nächtlichen Treibens mit einem „Augenzwinkern“ genannt.  

Kleine Steinstraße

Die Kleine Steinstraße entstand erst nach Aufhebung der St. Paulikapelle nach 1550. Um den Kirchhof herum ging die Paulsstraße (1315: sente Pawelsstraße). Kleine Steinstraße – Hof (Weinhandlung von Schulze u. Birner) Ecke Rathausstraße – zählt zur Rathausstraße 5. (Foto: Gottfried Riehm)

Kleine Ulrichstraße

Die Kleine Ulrichstraße führt ihren Namen von der alten Ulrichskirche am Ulrichstor. Um 1379 ist sie noch nicht von der Großen Ulrichstraße unterschieden. 1415 heißt sie „Kleine Olrikestrate“. Hier wohnte auch Andreas Schlegel, der ein gewalttätiger Mann war. 7-mal saß er im Rat von 1475 bis 1494 und beteiligte sich […]Weiterlesen »

Kleiner Berlin

Der Kleine und der Große Berlin wurden erst mit der zweiten Befestigung nach 1120 in das Siedlungsgebiet Halles einbezogen. Die Bezeichnung soll ein Flurname slawischen Ursprungs sein und heißt so viel wie Wildgatter, Brühl oder umzäuntes Gebüsch, in dem vielleicht Pferde vor den Toren der Stadt gehalten wurden. Andere meinen, […]Weiterlesen »

Kleiner oder der Wenige Kräm

Der Kleine oder Wenige Kräm der 1275 (unter den weinigen kremen) erwähnt wird. Auch Lüttke Kräm wird er genannt. Er scheint frühzeitig aber aus der Geschichte gegangen zu sein, seit 1350 wird er nicht mehr genannt. Ehemals muss er auch beim Markte gewesen sein.

Kleinschmieden

Die Straßenbezeichnung „Kleinschmieden“ löste die Lambertigasse ab. Der Name leitet sich von den Bewohnern der Straße ab, in der Regel Schlosser und Klempner, also Kleinschmiede. Ihre Kirche war die Lambertikirche, die westlich vom Roten Turm stand. Sie wurde 1522 abgerissen, als Hans v. Schönitz seinen Prachtbau entstehen liess. Kleinschmieden (Zeichnung: […]Weiterlesen »

Kling, Melchior

Melchior Kling (* 1. Dezember 1504 in Steinau an der Straße; † 21. Februar 1571 in Halle) war ein deutscher Jurist und Rechtswissenschaftler. Kling kam schon als Schüler nach Halle, der Residenzstadt Kardinal Albrechts. Er studierte in Wittenberg Jura und promovierte 1535. 1536 wurde er  Professor und 1539 Rektor.  1541 […]Weiterlesen »

Kloster Neuwerk

Hazecho, der erste urkundlich erwähnte Hallenser, sah vom Himmel eine Goldene Egge herabsteigen. An dieser Stelle wurde dann das Kloster Neuwerk (Coenobium Beatae Mariae Sancti Johannis et Sancti Alexandri canonicum regularium Sancti Augustini in novo opere = Kloster der glückseligen Maria, des heiligen Johannes und des heiligen Alexander der regulierten […]Weiterlesen »

Kloster St. Moritz

1519 erfolgte durch eine Bulle des Papstes Leo X. die Bestätigung oder Confirmation des vom Kardinal Albrecht neben der Domkirche errichteten „Neuen Stiftes“ zu Halle. Das Moritzkloster wurde eingezogen. Für die Durchführung seiner Pläne, brauchte der Kardinal Mittel und Räumlichkeiten. Letztere vor allem, um die Dominikaner aus ihrem Kloster umzusetzen […]Weiterlesen »

Kloster St. Pauli

Das Kloster „St. Pauli zum Heiligen Kreuz“ wurde auch das Paulerkloster, Predigerkloster oder Dominikanerkloster genannt. Heute befindet sich an dieser Stelle das chemisch-physikalische Institut. Der Kreuzgang erstreckte sich aufwärts bis zum Dom über das heutige Zoologische Institut. Südlich schloss sich die Klosterkirche an (Dom). 1271 wurde das Kloster von einem […]Weiterlesen »

Klosterbräu

Im Juni 1896 wurde das Klosterbräu eröffnet und erhielt im Laufe der Zeit ein geschmackvolles Ambiente mit bleiverglasten Fenstern und Wandtäfelung. Der Klosterbräu war eine von Studenten gernbesuchte Gaststätte auf dem Hallmarkt und wurde bis 1976 erfolgreich geführt. Danach diente sie allerdings der Arbeiterwohlfahrt und als Lager. 1989wurde das Klsterbräu […]Weiterlesen »

Knoblauchfest

Das Knoblauchfest kam von den Handwerkern, die dabei viel Knoblauch verzehrten. Der Ursprung des Knoblauchfestes liegt wohl bei den Kalandsbrüderschaften, die sich seit dem 13. Jahrhundert überall bildeten. Sie versammelten sich am Ersten jeden Monats und bekamen dadurch ihren Namen (Calendae). Ihre Aufgabe war gegenseitige Liebe, brüderliche Freundschaft, Austeilung der […]Weiterlesen »

Knoll’s Hütte

Der Kaufmann Otto Knoll eröffnete 1904 das Lokal am Heiderand auf einem Kartoffelacker eröffnet. Damals befand sich die Gaststätte noch in einem Fachwerkhaus, das weiter hinten auf dem früher rund Hektar großen Grundstück stand. Besitzer und Betreiber wechselten in den kommenden Jahren mehrfach. 1965 übernahm die HO- das Zepter. 1979 […]Weiterlesen »

Knöpfe der Halloren

Die Knöpfe der Halloren haben folgende Bedeutung: Der Erste is? Der Salzgräfe! – an unser keenigs statt steht där! Der Zweete is? Der Hauptmann! – där, so stolz vor’m Zug jeht här! Der Dritte is? Der Fähnrich! – da knackt’s wenn där de Fahne schwingt! Der Vierte is? Der Schwerterich! […]Weiterlesen »

Kohlschütterstraße

Die Kohlschütterstraße erhielt ihren Namen nach dem Professor und Stadtverordneten Dr. Ernst Kohlschütter (1837-1905). 1905 wurde die Straße polizeilich benannt.

Kolkturm

1880 errichtete die hallesche Kolkgesellschaft (kolken=ulken) eine hölzerne Konstruktion. Ein kleines Heimatmuseum befand sich an ihrem Fuße. 1921 musste sie nach schwerer Beschädigung durch Vandalismus abgerissen wurde. In den 1930er Jahren wurde auf dem nahen Schwarzen Berg ein zweiter Holzturm gebaut. Nach rund 30 Jahren Standzeit musste dieser wegen Baufälligkeit […]Weiterlesen »

Kollegiatstift

Ein Kollegiatstift (auch Kanonikerstift, Säkularkanonikerstift, weltliches Chorherrenstift) ist eine Gemeinschaft von Säkularkanonikern (Weltpriester, weltliche bzw. unregulierte Chorherren). Säkularkanoniker gehören keiner Ordensgemeinschaft an und sind deutlich von Regularkanonikern, die zumeist nach der Regel des hl. Augustinus von Hippo leben und Ordensgelübde abgelegt haben, oder Mönchen abzugrenzen. Die Kanoniker, auch Chor- oder […]Weiterlesen »

Kommende

siehe Deutschordenshospital St. Kunigund von Halle Kommende (lateinisch commendare „anvertrauen“, „empfehlen“) bezeichnet ursprünglich als Begriff im Kirchenrecht die Übertragung der Einkünfte eines Kirchen- oder Klostervermögens auf eine dritte Person unter Befreiung von den Amtspflichten. In späterer Zeit wurden die Niederlassungen der Ritterorden als „Kommende“ oder „Komturei“ bezeichnet. Am flachen Ufer […]Weiterlesen »

König Karl

Karl der Jüngere (772/773 – 811), Sohn Karls des Großen, ließ auf dem östlichen Ufer der Saale bei dem „Halla“ genannten Ort zur Sicherung des eroberten, einst slawischen Gebietes ein Kastell erbauen. Vermutete Standorte sind: Giebichenstein, Lehmanns Felsen das Gebiet Domplatz der Martinsberg (heute Stadtgottesacker) Die Anwesenheit der Franken bescherte […]Weiterlesen »

Königsbann

Der Königsbann (lateinisch bannus, seltener bannum, von ahd. ban) ist die Regierungsgewalt eines Königs im Mittelalter. Der Begriff Bann bezeichnet das Gebot und das Verbot selbst die für die Übertretung des Bannes festgelegten Strafen den Bezirk, in dem der Bann galt Der Königsbann wird in der Rechtsgeschichte nach seinen Funktionen […]Weiterlesen »

Königsberg

Der Königsberg war eine kleine Gasse, wo 1910 einige Mietshäuser gebaut wurden. Heuteheißt die Straße Steiler Berg.

Königsbrunnen

Der Königsbrunnen war der schwächste Brunnen und wurde zufällig bei Reparaturarbeiten an einer Kothe entdeckt (1704). Aufgrund seines geringen Solegehaltes war er nicht wirtschaftlich und wurde 1711 wieder geschlossen. Sein Standort war auf dem Schulhof des heutigen Lyonel – Feininger – Gymnasiums. Bronzeplatte der Königsbrunnen auf dem Schulhof des Lyonel […]Weiterlesen »

Körberpforte

Die Körberpforte war ein kleiner Durchlass, etwa in der Mitte der Halle. Flankiert wurde sie von zwei Spulhäusern. In der Nähe lag der zweite Turm, die sogenannte Kaffeemühle. 1885 wurde auch dieser Turm mit Wohnhäusern abgerissen. Das Körben als Strafe für Diebe hatte sich irgendwann überlebt. Danach wurde der Korb […]Weiterlesen »

Korbteich

1550 erscheint die Verordnung des Rates zu Halle „wegen des ausgehängten Korbes an der Stadtmauer vor dem Moritzpförtlein zur Bestrafung der Feld- und Garten-Diebe“. Die Spitzbuben wurden in den mit einem Schwengel verbundenen Korb gesetzt und in das hübsch kertaufschlammige Wasser des Korbteiches getaucht. An demselben Ort fand auch die […]Weiterlesen »

Korn- oder Zeughaus

Von 1505 bis 1509 entstand auf dem Sandberg das Korn- oder Zeughaus (auf dem Gelände des heutigen Gerichtsgebäudes). Es war dreistöckig, mit 10 Fenstern. Im Osten fügte es sich in die Stadtmauer ein und hatte einen 38 m langen Keller. 1509 wurden nach der Fertigstellung 2000 Scheffel (160.000 l) Korn […]Weiterlesen »

Korporation der Salzwirker – Brüderschaft

  Die Salzwirker-Brüderschaft ist eine Korporation im Sinne des Allgemeinen Preußischen Landsrecht, gegründet 1491 in der Salzstadt Halle an der Saale. Unser Bestreben als Brüderschaft ist es, die Pflege und die Ausübung unseres Brauchtums sowie unsere Geschichte den Besuchern des Technischen Halloren- und Salinemuseums, nächst den der Stadt Halle, näherzubringen […]Weiterlesen »

Kothzins

Der Kothzins ist eine Abart des Stedegeldes (Grundzins) und wird von den Inhabern der Siedekothe erhoben. Er wird 1176 erstmals genannt und beträgt 12 Pfennig jährlich pro Koth.

Krambuden

Im Gegensatz zu den Scharren (Verkaufslauben) waren die Krambuden etwas größer und besser gebaut. Es waren Verkaufsstände oder -bänke (Krame). Sie standen in langen Reihen an den Kaufhäusern. Dort boten Handwerker ihre Waren feil. Es gab Leder-, Seidenkrame und andere.

Kranzjungfern der Halloren

Die Kranzjungfern der Hallren waren zwei Mädels, die zum Pfingstbier dem Salzgrafen und dem Bornschreiber zugeführt wurden, die den ersten Tanz absolvierten. Die Kranzjungfern hatten faltenreiche blaue Röcke und blauseidenes Mieder an. Eine vier Ellen lange Silberkette schnürte das Mieder zu, andere Ketten hängen in Quasten und Büscheln am Mieder. […]Weiterlesen »

Krausescher Garten

Die Krausenstraße ist eine Verbindungsstraße zwischen der Volkmann- und der Magdeburger Straße. Den Namen erhielt die Straße nach dem Ausflugs- und Vergnügungsrestaurant „Krausescher Garten“. Es begann seine Geschichte nach den Befreiungskriegen 1813/15. Ein Weg führte vom Galgtorplatz (Riebeckplatz) auf einem Feldweg (Volkmannstraße) durch das Schimmeltor und dem Gelände der heutigen […]Weiterlesen »

Kreuzgang

Der Kreuzgang (lateinisch ambitus, claustrum; französisch cloître) ist ein überdachter, gewölbter Bogengang um einen in der Regel quadratischen (oder auch rechteckigen) offenen, nichtüberdachten Innenhof in z. B. christlichen Klöstern oder Stiftsanlagen.

Kreuzkapelle

Die Kreuzkapelle gehört mit zu den ältesten Gotteshäusern der Stadt. 1327 wurde sie nach Dreyhaupt angelegt und diente dem Rat bzw. Magistrat als Messe vor den Versammlungen. 1501 erfolgte eine Erweiterung der Kapelle und 1506 bekam sie eine Orgel. Der Name stammte von dem in der Kapelle aufbewahrten Stück Holz, […]Weiterlesen »

Kreuzworträtsel Mord

Einer der spektaktulärsten Mord Geschichten in der DDR mit dem Tötungsverbrechen an einem Kind. Der Hallische Schriftsteller Harald Korall hat die Tat in einem Roman verarbeitet. Er wurde auch in einem Polizeiruf Film verarbeitet. „Tötungsverbrechen in Halle-Neustadt ist aufgeklärt“ hieß es am 21. November 1981 in der Halleschen Tageszeitung. Am […]Weiterlesen »

Kröllwitz

Schon in der Jungsteinzeit war die Gegend um Kröllwitz besiedelt. Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr 1291 als Crolewiz. Damals war Kröllwitz noch ein sorbisches Fischerdorf. Zwischen Kröllwitz und Lettin lag im Mittelalter die heute wüste Siedlung Ersdorf. Später, im Jahre 1714, wurde die Papiermühle am Saaleufer gebaut. Diese […]Weiterlesen »

Kugelfang

Der alte Kugelfang lag gegenüber des Kornhauses (heute das Justizgebäude) und diente den Kindern zum Spielen, da er dichtbelaubt war. Im Winter konnte man die Poststraße hinunter mit dem Schlitten fahren. An seiner Stelle entstand das Kaiserdenkmal 1901.  

Kugelstoßer

Der Kugelstoßer ist eine kraftvolle Plastik von Heinz Beberniss, die nach der Wende so manch farbliche Schmiererei an seltsamen Stellen hinnehmen musste. Er schuf sie 1974 und sie steht vor dem Neustädter Stadion.

Kuhgasse

Als noch Scheunen und Ställe in den Straßen und Höfen zu stehen pflegten, bekam die Kuhgasse ihren Namen. Nach Schultze-Galléra soll sie auch einst „Taube Gasse“ geheißen haben, da sie blind endete.  Im Mittelalter soll sie der sogenannte Schuhhof (1266 – Scohof) gewesen sein, auf dem auch die Schuhscharren (auch […]Weiterlesen »

Kühle Gasse

Die „Kühle Gasse“ hat ihren Namen von dem ehemals im Knick in der Mitte der Straße gelegenen Weinausschank „Zum Kühlen Brunnen.“ Schon im Mittelalter, hat die schmale Gasse existiert, hieß aber damals „Taube Gasse“. Kühler Brunnen – Tor (Foto: unbekannt)  

Kühler Brunnen

Die Errichtung des märchenhaften Anwesens „Kühler Brunnen“ kostete 20000 Taler, damals eine sagenhafte Summe. Der Name stammt von einem Tiefbrunnen auf dem Areal ab. Besitzer des mehrgliedrigen Stadtpalastes war Hans von Schönitz (1499-1535), jener Finanzexperte, Kunstexperte und Baumeister, der 1528 in die Dienste von Kardinal Albrecht berufen worden war. Schönitz […]Weiterlesen »

Kühn Museum

1865-1869 entstand der Haustiergarten, initiiert von Julius Kühn. Zum Haustiergarten gehörten Stallanlagen für Rinder, Pferde, Esel, Schweine, Schafe, Ziegen, Hunde, Kaninchen, Gänse, Enten und Hühner, die dazugehörigen Wirtschaftsgebäude, aber auch ein Tierhospital, eine Operationshalle und eine Veterinärklinik. Der Haustiergarten existierte bis zum Jahre 1969. Danach wurde es das Julius Kühn […]Weiterlesen »

Kulturwerkstatt Grüne Villa

Die Kulturwerkstatt GRÜNE VILLA versteht sich als Ort der Begegnung und des Austausches, um voneinander zu lernen, sowie Ideen, in Taten um zusetzen. zum Internetauftritt geht es hier entlang. Das Projekt „Neustadtwege – Meine Stadt, meine Bühne“ 2022 beschäftigt sich mit Lebenswegen von Menschen rund um den Treff.

Kulturwerkstatt Halle-Neustadt

Die Kultur- und Theaterwerkstatt Halle-Neustadt ist ein Projekt des Aktionstheater Halle e.V. und findet im Rahmen des Programms „Kultur macht stark“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung statt. Das Projekt wird durch das Paritätische Bildungswerk Bundesverband e.V. und ihrem Projekt „Jep – Jugend engagiert“ gefördert. (Quelle und Text: Halle 365)

Kunigundenkomturei

Am heutigen Sophienhafen baute der Deutschorden sein Domizil. Es ist der älteste Besitz des Ordens in Deutschland gewesen. Die Heilige Kunigunde, die der Kunigundenkomturei un der dazugehörenden Kapelle ihren Namen gab, lebte mit ihrem Gemahl dem Kaiser Heinrich II. in jungfräulicher Ehe.

Kutschgasse

Die Kutschgasse befindet sich in der Nähe der Alten Post am Großen Berlin. Daraus schlussfolgert Schultze-Galléra ihren Namen, da hier vielleicht Kutschhöfe lagen. Der Name kam bei Olearius (1667) und Dreyhaupt noch nicht vor. Hier befindet sich auch das älteste Stück Mauer aus dem 11. Jahrhundert. Die Autoren vor dem […]Weiterlesen »

Kuttelpforte

Die Kuttelpforte liegt der Hackebornstraße gegenüber und hatte zum Strohhof die Kuttelbrücke. Sie wird nachweislich seit 1482 so genannt, da ihr gegenüber auf dem Strohhof die Fleischer die Innereien (Kutteln) in der Saale wuschen. Neben der Kuttelpforte gab es einen Wachturm, die „Kanone“. Er trug Wohnungen mit Satteldach. 1886 wurde […]Weiterlesen »