Das Halle (Saale) - Lexikon

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1. Polytechnische Oberschule

Am heutigen Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte (früher 1. Polytechnische Oberschule) erfolgte am 15. Juli 1964 die Grundsteinlegung Halle – Neustadts durch Horst Sindermann. Heute ist die ehemalige Schule Landesbildungszentrum für Blinde- und Sehbehinderte.           (Foto: Michael Waldow, MSW-Welten)

Ablass

Der Ablass ist ein Sündenstraferlass. Im Mittelalter glaubte man, dass jede Verfehlung mit dem Fegefeuer nach dem Tod bestraft würde. Um sich davon zum Teil wenigstens oder ganz zu befreien, kam man auf die Idee, kraft der Kirche als Gottes Stellvertreter, sich von seinen Sünden loskaufen zu können. Die Idee […]Weiterlesen »

Accise

Die Accise wurde vom Großen Kurfürsten eingeführt und begründete den Accisehof. Hier mussten sich alle Reisenden und fuhrleute hinbegeben und ihre Sachen und Waren versteuern lassen.

Accisehof

Die Accise wurde vom Großen Kurfürsten eingeführt und begründete den Accisehof. Hier mussten sich alle Reisenden und fuhrleute hinbegeben und ihre Sachen und Waren versteuern lassen. 1686 wurde das Amt eingeführt, allerdings damals noch im Ratshaus. Später wurde das Amt in der Neuen Residenz untergebracht und war seit 1737 im […]Weiterlesen »

Achtermänner

Während des Baus des Roten Turms wurde vom Rat eine Kommission eingesetzt, die die Einhaltung des Bauplans des “Neuen Turms”, wie er damals noch hieß, zu überwachen hatte. Dieses Gremium wurde die “Achtermänner” genannt.

Ackerbürgerhof

Der Ackerbürgerhof (Klausstraße 22) liegt am Eingang eines der wichtigsten mittelalterlichen Handelswege, der über die Hohe Brücke (die Mansfelder Straße) und dem Klaustor zum Marktplatz führte. An der Hausfront ist ein turmartiger Gebäudeteil zu erkennen, der als befestigter Wohnturm zum Ritterhof gehörte. Das Erdgeschoss dieses Hauses besitzt dicke Mauern und […]Weiterlesen »

Administrator

Nach dem Weggang von Erzbischof Albrecht 1541 aus Halle und dem endgültigen Sieg der Reformation im Jahre 1561 wurde der Landesherr Administrator genannt. Der erste Administrator war der 24-jährige August von Sachsen-Weißenfels. 1642 zog er in Halle ein.

Afrikanerin mit Kind

Gerhard Geyer (1907-1989), der Künstler dieser Skulptur, studierte an der Kunsthochschule Giebichenstein von 1930 bis 1933. 1961 schuf er diese Plastik. Es steht beim Gastronom im I. WK. Inspiriert wurde er durch seine Reisen nach Afrika. Die Skulptur ist sehr detailgetreu ausgeführt. (Foto: Michael Waldow, MSW-Welten)

Afterlehen

Ein Afterlehen war ein Lehen, das weiter gegeben wurde. In diesem Falle hatte der Erzbischof seinen Stellvertreter mit dem Amt des Burggrafen belehnt und der Burggraf belehnte den Schultheiß mit dem Amt des Richters.

Aktionstheater Halle e. V.

Der Verein wurde 2009 gegründet. Der Verein Aktionstheater Halle e. V. mischt sich mit künstlerischer Arbeit in den gesellschaftlichen Alltag ein. Ein wichtiger Teil unseres Engagements ist die Kultur- und Jugendarbeit in Halle/Saale. Seit 2015 baut der Verein die Kulturwerkstatt Grüne Villa in Halle-Neustadt auf

Alchimistenbrunnen

Der Brunnen wurde 1968 von Martin Wetzel realisiert und steht im WK II. am ehemaligen Treff. Er besteht aus bulgarischen Kalkstein. 2003 wurde er restauriert mit thüringischen Muschelkalk (Travertin).             (Foto: Michael Waldow, MSW-Welten)  

Alexanderkirche

Die Alexanderkirche war die Kirche des Klosters Neuwerk. Reste davon wurden 2020 auf dem Gelände des Botanischen Gartens entdeckt. Sie soll laut Ausgrabungen sehr groß gewesen sein. Die Kirche wurde 1124 geweiht und mit einer Reliquie des Heiligen Alexanders ausgestattet. Es gibt Vermutungen, dass die Alexanderkirche wie die Liebfrauenkirche in […]Weiterlesen »

Allbeton

Die Bauweise ist ein Patent aus Schweden. Ganze Gebäude Etage für Etage wie „aus einem Stück“ wachsen zu lassen: diese Idee verwirklichte die schwedische Firma Skånska Cementgjuteriet (zu deutsch: Schonische Zementgießerei) 1952 erstmals beim Bau eines Hochhauses in Malmö. Schlüssel der Technologie waren zusammenschraubbare, wiederverwendbare Schalungssysteme im Format der benötigten […]Weiterlesen »

Alte Promenade

Die alte Promenade trennte die Altstadt Halles von der Petersberger Vorstadt (Ringleben) und der Amtsstadt  Neumarkt. Sie verlief vom Steintor zum ehemaligen Ulrichstor. Sie entstand aus dem Abriss des Ulrichstores 1832, des Steintores und der Stadtmauern. Damit wurde der ehemalige Stadtgraben völlig zerstört. Veranlasst wurde dies durch den Bürgermeister Mellin […]Weiterlesen »

Alte Salzstraße

Der rege Salzhandel beflügelte die Hallesche Stadtentwicklung. Wirtsleute profitierten von zahlreichen Salzgästen und Händlern. Gewerke zur Instandhaltung der Fuhrwerke und Reparatur von Zaumzeug entstanden. Die Futterbereitstellung für Zugtiere musste sichergestellt werden und die Futtererinnung bildete sich heraus. Diese Entwicklung war keineswegs auf Halle als Ausgangspunkt der mitteldeutschen Handelswege beschränkt, sondern etablierte […]Weiterlesen »

Alter Markt

Der Alte Markt war der älteste Marktplatz der Stadt Halle. Er gehörte zum Kerngebiet ihrer Siedlungsgeschichte. Von ihm gehen die Schmeerstraße nach Süden, die Rannische Straße nach Norden und die Straße “An der Moritzkirche” nach Westen ab. Der Alte Markt war nicht nur  Einfall- und Ausfalltor der Salzstadt, sondern auch […]Weiterlesen »

Altes Rathaus

1327 wurde die Heilig-Kreuz-Kapelle und in der Südwestecke ein dreigeschossiger Turm errichtet. Das waren faktisch die Fixpunkte des entstehenden Gebäudekomplexes. Vielleicht war das erste Gebäude, das mit dem ersteren Turm verschmolz, Sitz des Schultheißens. Im Untergeschoss gab es den Thenitz oder Temnitz (salwisch: Kerker), mit Folterkammer, Weinfässchen, einem beengten Gefängnisloch, […]Weiterlesen »

Ältestes Rathaus bis ins 13. Jahrhundert

Das Älteste Rathaus, Vorgänger des Rathauses auf dem Marktplatz Nummer 36, befand sich bis zum großen Brand 1312 gegenüber der Michaeliskapelle. Nach mündlicher und chronikalischer Überlieferung soll es am Ausgang der Schmeerstraße gestanden haben, also an der Stelle des im März 1968 abgebrannten Meßmerschen Hauses, das mit seiner großen Frei-Treppe […]Weiterlesen »

Am Amtsgarten

Hier auf dem Gelände des Amtsgartens soll die Vorgängerburg (Volksburg) auf dem sogenannten Römerberg gewesen sein. Vermutlich fiel sie der Burgenzerstörungswelle nach dem Sachsensieg am Welfesholz 1215 zum Opfer. Der Amtsgarten wurde 1718 als Gartenanlage vom Oberamtmann J. Chr. Lohse gestaltet. Der eigentliche Schöpfer des Schlossparks ist J. Chr. Ochs. […]Weiterlesen »

Am Bauhof

1488 wurde der städtische Bauhof ins Leben gerufen, nach der die Straße benannt wurde. Hinter der Stadtmauer, zwischen Leipziger Straße und Rannischer Straße befand sich das Gelände. Dort war das Lager für städtische Baumaterialien und Zimmerer hatten ihre Arbeitsstätte dort. Die Galgen der Stadt entstanden in den Werkstätten. Wie Olearius […]Weiterlesen »

Am Fleischmarkt

Der obere Teil der Straße “An der Marienkirche” hieß früher “Am Fleischmarkt” und erstreckte sich vom alten Schöffenhaus bis zur Marien-Bibliothek. Händel “An der Marienkirche” vom “Fleischmarkte” kommend (Collage: Michael Waldow, MSW-Welten)

Am Kirchtor

Wenn man früher von der Breiten Straße in Richtung über die Wallstraße nach Westen blickte, sah man das Kirchtor der Laurentiuskirche. Das gab der bis dahin führenden Straße den Namen. An der Ecke Breite Straße/Kirchtor, das von der Wallstraße durchkreutzt wird, steht die Villa Roß.Das Kirchtor selbst war einfaches Hoftor […]Weiterlesen »

Am kleinen Teich

Die Abfahrt von der B80 an der Tankstelle Aral zum I. WK ist nach den Kleinen Teichen benannt. Die Teiche sind ehemalige Tongruben zur Ziegelherstellung. Der kleiner, der beiden Teichen ist ein Naturflächendenkmal seit 1979.

Am Röhrchen

Die kleine Gasse war eine enge Schlippe, die parallel der Steinbockgasse in Richtung Norden vom Trödel verlief. Sie verschwand 1850.

Am Schulberg

Am Schulberg (heute Uniplatz) hieß bis 1893 “An der Universität”. Hier war das Barfüßerkloster aus dem 11. Jahrhundert lange Zeit vorhanden (1368: hinder den barveden). Stattliche Patriziergeschlechter hatten hier ihre Höfe, so die Familien Stacius und Schöne. 1616 entstand ein Feuer auf dem Schulberg, wobei die Schulkirche und ihr Turm […]Weiterlesen »

Amo, Anton Wilhelm

Anton Wilhelm Amo (1703-1753) gilt als erster und über sehr lange Zeit einziger afrodeutscher Akademiker. Er studierte in Halle und in Wittenberg, wo er 1734 auch promoviert wurde. Seine Hallenser Disputation widmete sich der Rechtsstellung Schwarzer Menschen in Europa (De iure Maurorum in Europa), die Wittenberger Dissertation dem Leib-Seele-Thema (De […]Weiterlesen »

Amt Giebichenstein

Die Burg Giebichenstein war nicht nur Residenz der Bischöfe, sondern auch Sitz der Verwaltung des Saaleterritoriums, dem sogenannten Amt. Der erste Amtsbezirk umfasste bis 1288 das Saalegebiet, nach 1288 wurde Wettin zweiter Amtsbezirk. Bis 1806 umfasste der Amtsbezirk 58 Dörfer und vier Städte (Glaucha, Neumarkt, Könnern und Löbejün). Dem Amt […]Weiterlesen »

Amtsgut Giebichenstein

Das Amtsgut entwickelte sich aus dem Burglehen und dem Gutsbesitz der Burg. Später kamen auch fernere Güter dazu (1200 Langenbogen, 1452 Granau), sowie Inventarien zum Beispiel in Lieskau, Trotha und Cröllwitz, die erwähnt worden sind. Während der Reformation kamen noch Neuwerk, das Georgenkloster in Glaucha (1570) und später das Rittergut […]Weiterlesen »

An der Baderei

Im Hais “An der Baderi” 1 lebten Angehörige der Gerber. Die ehemalige Straße war an der Gerbersaale zu finden, die heute überbaut ist. Das Haus stieß mit der Rückfront an die Gerbersaale. Industrielle Methoden ließen das Gerberhandwerk eingehen. Die Straße ist heute verschwunden. Straße und altes Gerberhaus von Hermann Hildebrand […]Weiterlesen »

An der Kuttelpforte

An der Kuttelpforte waren Gehöfte, die an dem schmalen Streifen zwischen Klausbrücke und Kuttelpforte lagen. Dort war eine Gaststätte “Zur Kanone”. Später hießen die Gehöfte “An der Hallmauer”.

An der Marienkirche

An der Marienkirche“ heißt heute die Straße südlich der Marienkirche, die bis zur breiten Treppe zum Hallmarkt führt. Bis 1840 lebte hier der Turmläuter und der Kirchenhüter, nur der untere Teil wurde so genannt. Der obere Teil hieß „Am Fleischmarkt“ und erstreckte sich vom alten Schöffenhaus bis zur Marienbibliothek. An […]Weiterlesen »

An der Moritzkirche

Die Straße ist die Verlängerung des “Alten Marktes” und führt genau zur Moritzkirche. 1838 hieß die Straße noch “Am Moritztor”, obwohl das Tor 1830 abgerissen wurde. An der Stelle des Alten Tores mündet die Straße in die Promenade “Am Moritzzwinger”. Hier befand sich auch das Moritzkloster und den Gärten der […]Weiterlesen »

An der Saale hellem Strande

An der Saale hellem Strande stehen Burgen stolz und kühn Ihre Dächer sind zerfallen, und der Wind streicht durch die Hallen, Wolken ziehen d´rüber hin. Zwar die Ritter sind verschwunden, Nimmer klingen Speer und Schild; Doch dem Wandersmann erscheinen In den altbemoosten Steinen Oft Gestalten zart und mild. Droben winken […]Weiterlesen »

An der Schwemme

Die Schwemmebrauerei oder das Brauhaus “Zum Pelikan”. verzie entstand 1718. Verziert war das Haus mit einem Peloikansteinrelief, der seine Jungen mit seinem eigenen Blut ernährte. An der Schwemme war eine jahrhundertealte Pferdeschwemme, die 1848 eine Futtermauer bekam.           Restaurant “An der Schwemme” (Foto: unbekannt)

Anakreontik, Hallesche

Die Dichtung des Rokoko wird auch Anakreontik genannt. Darunter versteht man die Lyrik jener Dichter, die im Stil von Anakreon dichteten, einem griechischen Lyriker, der im 6. Jahrhundert vor Christie in Athen lebte. Die Hauptthemen Anakreons waren Wein, Liebe, Gesang und Geselligkeit. In Halle waren an dieser Art Lyrik Gleim […]Weiterlesen »

Angersdorfer Teiche

Die Angersdorfer Teiche sind zwei unterschiedlich große Teiche im Südwesten des Stadtgebietes von Halle (Saale) zwischen Angersdorf und Halle-Neustadt. Sie entstanden in den Restlöchern dreier ehemaliger Tongruben, die bis 1925/1926 betrieben wurden und sich durch ansteigendes Grundwasser und Niederschlagswasser füllten. Der Große Angersdorfer Teich hat eine Fläche von 5,3 ha, eine […]Weiterlesen »

Angerweg

Der Angerweg verband die Seebener Straße mit der Reilstraße und entstand Ende des 18. Jahrhunderts als “Neues Dorf”. Der Weg führte bis zur ehemeligen Seebener Bergschenke. Die Straße empfing ihren Namen von einem Anger, den sie durchschnitt.

Ankerhof

Der Ankerhof ist ein historisches Gebäude, das einst als Speicher des Königlichen Hauptzollamtes diente und 1901/02 erbaut wurde. Nach dem II. Weltkrieg war hier das Amt für Warenaustauch-Interzonenverkehr der Provinzialverwaltung.Es besteht noch heute aus mächtigen Natursteinen, die aus einheimischen Porphyrsteinbrüchen gewonnen wurden. Es entstand auf dem Gelände des alten Packhofes. […]Weiterlesen »

Ankerstraße

Die Ankerstraße wurde im Jahr 1828 angelegt und erinnert an den jahrhundertalten Ankerplatz der Schiffe, die ihre Fracht an dieser Stelle umschlugen. Später enstand an dieser Stelle der Ankerhof.  

Antoniushospital

Das Antoniushospital war etwas abseits von Neumarkt gelegen, da es ein Hospital für Leprakranke war. Es lag von einer Mauer umgeben zwischen der Kloster- und Bernburger Straße. Es wurde später mit dem Cyriakihospital vereinigt und ist heute in Glaucha als Hospital St. Cyriaki et Antonii bekannt.

Apollogarten

Südlich der Genzmerbrücke, zwischen Hospitalgarten und Unterplan stand der Apollo-Garten. Nach den Befreiungskriegen 18/15 wurde er zu einem der beliebtesten Ausflugslokale. Von hier gab es einen lukrativen Gondelbetrieb ab 1814 zur Rabeninsel. Vom Apollo-Garten gab es Aussichten auf die Pulverweiden und die Saaleaue. Zu Feiertagen gab es „Musik mit Tanzvergnügen”. […]Weiterlesen »

Apotheke Blauer Hirsch

Seit 1521 bestand auf dem Markt die “Neue Apotheke”, die Johann Nikolaus Wyhe erwarb. Er war der Leibarzt Kardinal Albrechts. Das Privileg zum Betrieb einer Apotheke bekam er 1535.  Der erste Sitz lag im Gasthof “Zum goldenen Ring”. Später zog die Apotheke in den Keller des Rathauses. Schlussendlich fand sie […]Weiterlesen »

Apotheken, Halle

1498 – die Ratsapotheke auf dem markt, ging Mitte des 17. Jahrhuderts wieder ein 1535 – Hirschapothek auf dem markt 155 – Löwenapotheke in der Brüderstraße 1693 – Engelapothek in Kleinschmieden (Universitätsapotheke zum weißen Engel) 1701 – Weisenhausapotheke 1865 – Adlerapotheke in der Geiststraße 1874 Apotheke zum “Deutschen Kaiser” in […]Weiterlesen »

Arbeiterjugendkongress

Arbeiterjugendkongress. In der Folge der Deutschen Arbeiterkonferenzen fand vom 4.-7.4.1958 in Erfurt der 1. „Kongress der Arbeiterjugend Deutschlands“ statt. Ihm folgten im ein- bis zweijährigen Abstand und je nach Ausrichtung der Westarbeit von SED und FDGB mit unterschiedlichen Bezeichnungen („[…] beider deutscher Staaten“ „[…] und Westberlins“ „Deutscher […]“ „DDR, der […]Weiterlesen »

Architekten von Halle-Neustadt

Die Architekten von Halle-Neustadt waren im Wesentlichen: Prof. Dr. -Ing. Richard Paulick (1903 – 1979), Chefarchitekt von 1964 – 1968), Biografie hier… Karl – Heinz Schlesier (*1934), Chefarchitekt ab 1969 – 1973), Interview mit dem Architekten hier… Horst Siegel (stellv.), Biografie hier… Harald Zaglmeier, Interview mit Zaglmeier hier…  (bezirksarchitekt von […]Weiterlesen »

Assmansches Kaufhaus

Das Kaufhaus Löwendahl war einst das  das Wohn- und Geschäftshaus der Gebrüder Löwendahl. Bauherr und Eigentümer der Immobilie war im Jahr 1891, Wilhelm Lauenroth, welcher den halleschen Architekten Albert & Ernst Giese die Projektierung eines gründerzeitlichen Neubaus in Auftrag gab. An jener Straßengabelung stand vorher der zweistöckige Fachwerbau mit dem […]Weiterlesen »

Astoria-Filmtheater

Das ehemalige Astoria wurde 1914 erbaut. Es fungierte erst als Stummfilmkino mit ca. 1000 Plätzen. Das Innere wurde in neuerer Zeit neu installiert. Heute ist dort eine Bierstation und das Restaurant Odeon. Das Astoria-Filmtheater ist eines der ältesten Filmtheaterhäuser Deutschlands. In der DDr war es unter dem Namen Urania Filmtheater […]Weiterlesen »

Auf grüner Heide

Auf grüner Heide! Da kannst Du auf grünender Heide-Höhn Hallenser, reizende Frauen sehn! Da dünkt dir von jeder, geht sie vorbei, Daß sie – die Schönste der Erde sei — Sie gleichen den Perlen in schäumenden Weinen Nie können die Frauen uns schöner erscheinen Als – wenn sie geschmückt mit […]Weiterlesen »

Aufbauhelfer

Die Plastik schuf Rudolf Hilscher  1975. Die Reliefstele steht am Skatepark. Die Inschriften lauten: Rat und Tat der sowjetischen Freunde ließen unsere Stadt schneller wachsen und schön werden. Die Bürger gestalten ihre Stadt mit. Internationale sozialistische Studentenbrigaden helfen beim Aufbau der Stadt.   (Foto: Michael Waldow, MSW-Welten)  

Augustastraße

Die Augustastraße gehört zur Stadtgottesackerbreite und wurde 1874 nach der Kaiserin Augusta (1811-1890), Gemahlin des ersten Hohenzollernkaisers Wilhelm I., benannt.

Ausspannhof

Der Ausspann, regional auch die Ausspanne, ist eine früher übliche Bezeichnung für ein Gasthaus oder eine Schänke an alten Handelsstraßen, das Raum zur Unterbringung von Pferden und Wagen der Reisenden bot. Auf langen Handelsreisen war es erforderlich, Übernachtungspausen einzulegen. Der Begriff „Ausspanne“ weist auf ein Gasthaus mit der Möglichkeit zum […]Weiterlesen »

Ausstattung der Wohngebiete Halle-Neustadt

Die Einrichtungen geben die Plätze pro 1000 Einwohner der Stadt und die Meterzahl die maximale Fußgängerentfernung an: Kinderkrippen, 30 Plätze, 600 m Kindergarten, 50 Plätze, 600 m Polytechnische Oberschule (POS), 150-180 Plätze, 1000 m Jugendclubs, 18 Plätze, 1250 m Sonstige Klubs, 35 Plätze, 1250 m Buchhandlung, 7,5 – 8qm, , […]Weiterlesen »

Bäckermühle

Die sogenannte Bäckermühle war aus einer im 15. Jahrhundert errichteten Schneidemühle (Sägemühle) hervorgegangen, die 1569 geschlossen und 1588 als Mühle der hallischen Bäcker um- oder neu gebaut wurde. Das heutige Gebäude ist ein Bau aus dem Jahre 1874/75. Neben der ehemaligen Bäckermühle stand auch noch eine Walkmühle, die mit der […]Weiterlesen »

Bäckerstraße

Die Bäckerstraße war eine Parallelstraße zur Glauchaer Straße in der Nähe des Unterplanes. Bis 1893 hieß die Straße “Bäckergasse”, das wahrscheinlich aus “Bäckergäßchen” hervorging. Die Innenstadtsanierung und Neubau ließ sie aus dem Stadtbild verschwinden.

Bäckerturm

Der Bäckerturm erhob sich auf einem Keller. Sieben Steinstufen führten zum Turmeingang. 13 weitere Stufen zum 1. Stockwerk, weitere 13 zum 2. Stockwerk und 15 Stufen zum 3. Stockwerk. Als Abschluss hatte er ein Kegeldach. 1800 wurde der Turm abgerissen und seine Steine zur Ausbesserung der Stadtmauer benutzt.

Bad Wittekind

Im Wittekindtal gab es eine Salzquelle, die uralt schien. Sie gehörte zum Kloster Neuwerk seit 1116. Der Brunnen war vierseitig, ca. 8 Fuß Seitenlänge (2,40 m) und 40 Fuß tief (12 m) tief in purem Felsgestein. Im 13. Jahrhundert wurde der Brunnen zugespundet, weil er unergiebig war. Erst 1705 wurde […]Weiterlesen »

Badestrände

In Halle und der weiteren Umgebung gab es im Lauf der Zeit sehr viele Badestrände oder Badegelegenheiten. Eine Karte über diese Badestrände gibt es hier: Saalepfad Das Baden an der Saale hat euine jahrhundertealte Tradition. Die ersten Badeanstalten werden ab 1751 erwähnt: bei Gimritz, der Hohen Brücke, Böllberg und den […]Weiterlesen »

Bahn, rote und grüne

Die Rote Bahn beförderte schon 1883 über eine Million Fahrgäste. Dazu gesellte sich eine zweite Pferdebahn ab 1889, die eine grüne Farbe hatte. 1891 wurde die grüne Bahn elektriiziert. Die rote Bahn zog nach. Übrigends stemmt sich gegen diese Pläne das physikalische Institut, weil sie Einfluss auf ihre Versuche fürchteten. […]Weiterlesen »

Bahnhof Klaustor

Der Bahnhof Klaustor ist Teil der Hettstedter Bahnlinie, die am 20. Mai 1896 in Betrieb genommen wurde. 1,8 Millionen Fahrgäste benutzten in besten Zeiten diese Bahn, vom Berufspendler, bis zum Wochendausflügler ins Mansfelder Land. Bahnhof Klaustor in den 50-iger Jahren Im Jahre 1906/1907 war mit 20 % am Bahnverkehr in […]Weiterlesen »

Bahrdt, Karl Friedrich

Carl Friedrich Bahrdt war eine Berühmtheit in Halle, äußerst intelligent, aber charakterlich sehr schwierig. 1741 wurde er in Bischofroda geboren. 1769 war er Katechat, dann ab 1769 außerordentlicher Professor in Erfurt und Erlangen, ab 1771 in Gießen. 1775 wurde er Direktor einer Erziehungsanstalt in Graubünden., 1776 Genralsuperintendent in Dürkheim und […]Weiterlesen »

Baldung, Hans

Hans Baldung (1484/85–1545) war einer der besten deutschen Maler, Zeichner und Kupferstecher. Er half bei der Umgestaltung des Halleschen Doms. Von 1533–34 nahm er das Schöffenamt in Halle war. Danach arbeitete er mehr künstlerisch. Er starb in Straßburg. Hans Baldung – Die sieben Alter der Frau (1544)    

Bankhaus Lehmann

Am 01.05 1788 wurde das Bankhaus Lehmann durch Heinrich Franz Lehmann (1764-1846) gegründet. Lehmann kam von Aken nach Halle in ein großes Materialgeschäft am Fleischmarkt, Ecke Schülershof. Bald schon hatte er eine leitende Stellung. Kurz vor seiner Hochzeit 1788 übernahm er das Geschäft von seinem Schwiegervater. Neben dem Kommissions- und […]Weiterlesen »

Bankhaus Steckner

Am Marktplatz 7 wurde der Geschäftssitz des Bankiers Reinhold Steckner (1824-1894) errichtet. Der Bau wurde von der renommierten hallischen Baufirma Knoch & Kallmeyer 1888/89 ausgeführt wurde.  

Bann

Der Bann war das Recht, die Gerichtsbarkeit auszuüben. So vom Schultheiß auf dem Berg und vom Salzgraf im Thale zu Halle. Der Bann war das Recht, die Gerichtsbarkeit auszuüben vom Schultheiß auf dem Berg und vom Salzgraf im Thale zu Halle. So war der Propst* des Klosters Neuwerk gleichzeitig der […]Weiterlesen »

Barfüßerkloster

Am 15. Juli 1286 wird die Barfüßerkirche des Klosters mit dem Setzen des Turmknopfes vollendet. Darin verschlossen hatte man Reliquien vom Kripplein und Kreuze Christi, da diese als Schutz vor Feuersbrünsten galten. Zwischen 1220 und 1240 war das Kloster der Barfüßermönche aus dauerhaften Steinquadern errichtet worden. Selbst die Pestepidemie von […]Weiterlesen »

Barfüßerstraße

Die Barfüßerstraße als eine der ältesten Straßen unserer Stadt erhielt ihren Namen nach dem alten Barfüßerkloster. Sie verbindet die Marktgegend und die Große Steinstraße mit der Universität. Das Barfüßerkloster war ein Franziskanerkloster. Es stand auf dem Platz der heutigen Universität. Später wurde darin das Stadtgymnasium aufgenommen, und in der Kirche […]Weiterlesen »

Bärgasse

Die Bärgasse war eine Sackgasse und nach dem Wegfall der schmalen Gasse die kürzeste Straße bzw. Gasse. Sie führte vom Marktschlösschen bis zu dem Gasthof “Zum schwarzen Bären”, der Namensgeber der Gasse war. Bärgasse, Catatine (CC BY-SA 3.0) (Foto: Wikipedia)

Barockflügel

Am alten Rathaus, das 1945 schwer beschädigt wurde, stand zwischen 1501 und 1524 ein Seitenflügel, der wegen Baufälligkeit 1701 abgerissen wurde. An dieser Stelle entstand ca. 1703 der sogenannte “Barockflügel”. Die oberen Etagen waren Sitz des Stadtgerichtes. 1950 wurde der eigentliche, fast intakte Barockflügel abgerissen. Barockflügel des Alten Rathauses (Computersimulation: […]Weiterlesen »

Bastei oder Südostbastion

An der Lehmbreite (heute Georg-Schuhmann-Platz) befand sich die Südostbastion des Mauerrings der an diesem Stück einen Knick machte und wehrtechnisch einen hervorragenden Schutz bot. Es war der stärkste Bau des Mauerrings, mit einer Höhe von 10 m und einer lichten Weite von 25 m. In den zwei Stockwerken befanden sich […]Weiterlesen »

BAZ – Bauarbeiterzentrum

Kurz BAZ genannt. Es war eines der ältesten Gebäude und befand sich in der Zscherbener Straße nahe dem Studentenwohheim einem Hochhaus. Im Halle Neustädter Jargon hieß es auch „Zum dreckigen Löffel“ im Halle-Neustädter Jargon. Das BAZ war eine Großkantine für die Bauarbeiter.           Blick auf das […]Weiterlesen »

Bechershof

Der Straßenzug Bechershof beginnt auf der westlichen Seite der Schmeerstraße, zweigte einst im rechten Winkel wieder nach rechts ab und führte zum Markt. Er wurde nach der angesehenen alten halleschen Patrizierfamilie Becher benannt, die dort ihren Sitz hatte. Er ist erst nach 1450 namentlich in den Schöffenbüchern nachweisbar. Blick auf […]Weiterlesen »

Beginenhäuser

Beguinen, Beginen oder Begutten nannte man fromme Frauen, welche sich seit dem 11. Jahrhundert zu einem gemeinschaftlichen, andächtigen und züchtigen Leben vereinten, ohne Klostergelübde abzulegen, weshalb sie jederzeit ins bürgerliche Leben zurücktreten und heiraten konnten. Halle hatte vier Beginenhäuser: am Moritzkloster am Servitenkloster am Franziskanerkloster am Paulanerkloster

Begriffe in Halle-Neustadt

In Halle – Neustadt entwickelte sich auch für manche Objekte ein besonderer Sprachgebrauch: BBS – Big-Baustellen Spaß BUS – Big Underground Spaß (Abstieg in die manshohen Tunnel für Leitungen, Versorgungskabel usw.) Koofi – Kaufhalle Kiga – Kindergarten Plasteblock Sero – Altstoffhandel Späti – Spätverkaufsstelle Weekah – WK Weißer Riese Jugendclubs […]Weiterlesen »

Begrünung in Halle-Neustadt

Ein wichtiges Ziel in Halle-Neustadt war eine durchgehende Begrünung. Sie „besteht aus 11.200 Starkbäume, 565.000 Heistern und Bäumen, 990.000 Zier- und Decksträuchern, 213.000 Rosen, 492.000 Stauden und Gräsern sowie 6.100 Nadelgehölze“ (vgl. Pasternack et al. 2014, S. 548). Bis 1989 sind 42% der Gesamtfläche Grün- und Freiflächen. Das entspricht ca. […]Weiterlesen »

Bei Halle

Da steht eine Burg überm Tale Und schaut in den Strom hinein, Das ist die fröhliche Saale, Das ist der Giebichenstein. Da hab ich so oft gestanden, Es blühten Täler und Höhn, Und seitdem in allen Landen Sah ich nimmer die Welt so schön! Durchs Grün da Gesänge schallten, Von […]Weiterlesen »

Berchfried

Der Berchfried ist der Turm der Ruine Giebichenstein. Seine Fundamente stammen wahrscheinlich noch aus der Zeit Heinrichs I. (10. Jahrhundert). Sein unterstes Geschoß ist ca. 6 m im Quadrat groß und ca. 23 m hoch. Er besitzt keine Keller, da er auf Porphyr steht. Die ersten zwei Stockwerke sind Gewölbe, […]Weiterlesen »

Berggericht

In Halle gab es zwei Gerichtsbarkeiten. Einmal das Thalgericht, dessen Vorsitz der Salzgraf innehatte und das im Wesentlichen auf den Hallmarkt und der dort stattfindenden Salzproduktion beschränkt war. Der rest der Stad unterstand dem Bergericht und damit dem Burggrafen und dem Schultheiß. Es tagte auf einem kleinen Hügel in der […]Weiterlesen »

Bergschänke

1799 gab es in Halle eine Hochwasserkatastrophe bei der auch die Fischersiedlung Kröllwitz überflutet wurde. Unter den “Opfern” befand sich auch die Dorfschenke, die vom Wirt später hoch über der Saale auf einem Porphyrfelsen errichtet wurde. Folgerichtig benannte er sie in Bergschänke um. Sie zählte nach den Befreiungskriegen 1813-15 zu […]Weiterlesen »

Bergstraße

Die Bergstraße verdankt ihren Namen dem Jägerberg. 1828 wird sie noch Berggasse genannt. Zur Straße wird sie 1893 erhoben. An der Ecke der Berggasse standen die Gebäude der Universitätsbibliothek am Paradeplatz (heute Friedemann-Bach-Platz). Im Stadtplan von 1660 ist die nördliche Seite von der Mauer der Moritzburg begrenzt.  

Berliner Brücke

Die Berliner Brücke wurde im Volksmund auch “Eisenbahnbrücke” genannt. Sie wurde 1882 als Holzkonstruktion gebaut und als Überführungsbrücke über die Eisenbahngleise gedacht. Sie war bald schon für beide Verkehrsarten zu eng. 1914-15 entstand dann die große “Hindenburgbrücke”, eine genietete Stahlfachwerkkonstruktion. 1945 bekam sie den Namen “Berliner Brücke” wieder zurück. 2000 […]Weiterlesen »

Berliner Straße

Die Berliner Straße ist eine uralte Heer- und Handelsstraße nach Landsberg, die dann auch Landsbergische Straße hieß. Über sie zogen wohl schon die Franken. 1815 wurde die bogige Straße begradigt und ausgebaut. Sie erhielt 1874 den heutigen Namen. Die Gaststätte “Grüne Hof” war das letzte Gebäude Halles.  

Bernt-Bärtl, Jürgen

Bärtl (1945-2003) war ein eigensinniger Hallenser, der schon früh die Umwelt retten wollte. Ab 1990 arbeitete er aktiv in der grünen Liga mit. Er war im Kulturbund, gründete den Arbeitskreis Umweltschutz und nervte dort durch seinen Eigensinn. Einige sehr imposante Aktionen hinterließ er auf seinem Weg. So kippte er schon […]Weiterlesen »

Berufe im Thal

Berufe im Thal unter den Salzwirkern gab es, so wie wir es heute kennen, eigentlich nicht. Es waren Tätigkeitsgruppen, die sich auch nach einem streng geregelten Regiment untereinander ablösen konnten und sogar mussten. Wer mit wem arbeiten mussten, war streng geregelt. Der Siedemeister an der Pfanne wurde nicht abgelöst und […]Weiterlesen »

Bethke-Lehmann-Brunnen

Einziger Jugendstilbrunnen in Halle im Jahre 1914 errichtet. Der Name stammt vom Ehepaar Ludwig Bethke (1829-1911) und Emilie Bethke Lehmann (1838-1910). Da das Paar kinderlos blieb vermachte es sein enormes Vermögen an die Stadt (1,5 Mill. Goldmark). Die Stadt errichtet einen Kindergarten, einen Hort, eine Lesehalle, ein Säuglingsheim sowie eine […]Weiterlesen »

Betreuungsverein e.V.

Der Betreuungsverein Halle e.V. wurde am 11.08.1993 gegründet und erwarb seine Anerkennung vom Land Sachsen-Anhalt als Betreuungsverein nach § 1908 f BGB am 30.09.1993. Unser Verein zählt derzeit 32 Mitglieder. Im Verein sind aktuell 10 Betreuerinnen und Betreuer sowie vier Verwaltungskräfte beschäftigt. Wir sind Mitglied im Betreuungsgerichtstag e.V. (BGT e.V.) […]Weiterlesen »

Bezirksleitung der SED Halle

Die SED Bezirksleitung Halle war verantwortlich für den DDR-Bezirk Halle. Dieser wurde 1952 nach Auflösung der Länder in der DDR als einer von insgesamt 14 Bezirken aus dem südlichen Teil des Landes Sachsen-Anhalt eingerichtet. Mit Begründung des neues Bezirkes wurde durch die SED eine Bezirksleitung eingerichtet, an deren Spitze der […]Weiterlesen »

Bidenhänder

Einige Salzwirker (später Halloren genannt) trafen laut Sage auf Karl den Großen und retteten ihm das Leben. Dadurch kamen sie in den Besitz der Bidenhänder. Da die Salzwirker große Kraft hatten, gehörten zu ihrer Ausrüstung Bidenhänder, die sie mit beiden Händen führten. Nach der Heimkehr wurden diese Schwerter bei der […]Weiterlesen »

Bierdörfer

Die drei Bierdörfer der hallischen Studenten waren Reideburg, Passendorf und Schlettau. Alle Dörfer waren auf kursächsischen Gebiet. Der Saalekreis hingegen war eine preußische Enklave. Beliebt war sie wegen dem billigen merseburger Bier und anderen Annehmlichkeiten, insbesondere wegen dem Glücksspiel, das hier nicht verboten war. Auch waren in Halle Komödianten strengstens […]Weiterlesen »

Birkenwäldchen

Das Restaurant Birkenwäldchen lag in Kröllwitz in der gleichnamigen Landhauskolonie. Es lag in der Nähe des Abzweigs der Kröllwitzerstr. und der Dölauer Straße gegenüber der Geflügelzuchtanstalt bei der Fibinger Schlucht           Postkarte H. Leistenschneider

Bischofswiese

Reste eines Hauses (20 m lang, 8 m breit) aus der Trichterbecherkultur wurden bei einer Steinzeitsiedlung (3000 – 2500 v. Chr.) in der Nähe der Bischofwiese (Dölauer Heide) Reste gefunden. Künstlerische Darstellung der Bischofswiese als Baalberger Kultursiedlung (https://wunderwelten.blog/2020/10/25/sonnenobservatorium-bischofswiese/) So könnte es zur Slawenzeit auf der Bischofswiese (Name erst seit dem […]Weiterlesen »

Bismarckdenkmal

Das Bismarckdenkmal wurde 1907 auf dem Bergschenkenfelsen bei Halle (Saale) aufgestellt. Geschaffen hat es der Bildhauer Paul Juckoff. Leider war das Material nicht sehr witterungsbeständig. !917/18 löste sich die Schwerthand. 1929 wurde es auf Beschluss des Magistrats demontiert. (Foto: NYPL Digital Gallery)  

Bistum

Eine Diözese bzw. ein Bistum ist ein territorial abgegrenzter kirchlicher Verwaltungsbezirk. Alte Bezeichnungen sind Sprengel oder auch Kirchensprengel. Heute werden nur Pfarreien so genannt. Das Erzbistum Magdeburg existierte von 968 (durch Otto I.) bis zur Reformation. 1648 wurde es das Herzogtum Magdeburg und 1680 dem Kurfürsten von Brandenburg unterstellt. Schutzpatron […]Weiterlesen »

Blaue Türme

Von der einstigen Kirche St. Gertruden, die dem Thal als Kirche diente, blieben nur die “Blauen Türme” erhalten. Der südliche Turm hat eine Schräglage von 2,60 m in Richtung Hallmarkttreppe. Die Türme gehen aufgrund einer Baugrundschwäche auseinander, die in der Folge das Gewölbe der Kirche bedrohen. In den Blauen Türmen […]Weiterlesen »

Blaues Wunder

Der Block 461 wurde wegen seiner Blauen Kacheln „Blaues Wunder“ genannt. Er befindet sich am Treff in der Ernst-Barlach-Straße. (Quelle: Mapio.net)  

Bleiplomben

Die Bleiplomben dienten als Herkunftsnachweis des versiegelten Salzes und sollten die Qualität beweisen und so Fälschungen erschweren. Für Händler waren diese Bleiplomben auch der Nachweis auf abgegoltene Steuern und Abgaben. Mittelalterliche Zollplomben weisen immer das Konterfei oder das Monogramm des Königs oder Herrschers auf. Aufgedruckt wurden auch das Hoheitszeichen und […]Weiterlesen »

Block 10

Block 10 („Langes Elend“ oder „Sindermann Block“ oder „Weißer Riese“) ist ein zehnstöckige Gebäude und 380 Meter lang. Es besteht aus 320 Mehrzimmer- und 536 Einraumwohnungen. In Spitzenzeiten hatte das Gebäude etwa 3.000 Bewohner. Bestehend aus 23.000 Elementen wurde der Block 10 in der Zeit von 20. Januar bis 31. […]Weiterlesen »

Blocknummensystem

Die Blocknummerierung nach amerikanischen Vorbild erfolgte in Halle Neustadt im Uhrzeigersinn beginnend mit dem Bildungszentrum (0…) und Stadtzentrum. Im Norden der Passage waren dann die Blöcke mit der Zahl 1… (WK IV), es folgten östlich die 2… (WK III)  und 3…. (WK VIII). Animation der Nummerierung hier… Die 3oo-er Blöcke  […]Weiterlesen »

Blutstein von Lieskau

Der Holzhändler Rosahl aus Schiepzig versprach dem Arbeiter Rose, ihn reichlich zu belohnen, wenn er den Zimmermann Schliebe aus Lieskau erschieße. Rose legte sich daraufhin am 11. September 1858 gegen 20 Uhr zwischen Lieskau und Schiepzig (nahe Halle) in den Hinterhalt, um Schliebe, den er genau kannte, aufzulauern. In der […]Weiterlesen »

Bockshörner

Die Bockshörner sind heute in der Hermannstraße aufgegangen. Die Herkunft des Namens konnte nicht ermittelt werden. Im 17. Jahrhundert war die Straße noch ein Feldweg und lag außerhalb des Städtchens Neumarkt. Meist lagen hier noch einige Weingärten, die im Laufe des 18. Jahrhunderts Neubauten wichen. Im Laufe der Zeit war […]Weiterlesen »

Boetius, Sebastian

Als Sohn eines Bürgermeisters geboren, ging Sebastian Boetius (19. Januar 1515 in Guben/+ 8. Juni 1573 Halle) 1532 an die Universität Wittenberg. Dort besuchte er Vorlesungen von Martin Luther und Philipp Melanchthon. Melanchthon empfahl ihn 1536 als Rektor nach Eisenach. 7 Jahre später setzte er in Wittenberg sein Theologiestudium fort. […]Weiterlesen »

Bohlenstube der “Goldenen Rose”

Die “Goldene Rose” ist die älteste erhaltene Gaststätte Halles. Ein besonderes Detail ist die Bohlenstube. Der Raum ist ca. 28 qm groß. Zwei vier Meter hohe Wände aus Nadelholzbohlen stehen sich gegenüber. Sie tragen eine bemalte Holzkassettendecke. In früheren Zeiten waren solche Zimmer für betuchte Leute ein Wohnzimmer, da das […]Weiterlesen »

Bölbergasse

Der Name der Bölbergasse ist vermutlich aus der ursprünglichen Bölgergasse (nach der halleschen Familie Belger) hervorgegangen. Ein Berthold (Betzold) von Belgern wird um 1300 erwähnt. Nach dem Dreißigjährigen Krieg und dem großen Peststerben wurde im 17. Jahrhundert womöglich in Belbergasse, nach dem Dorf Böllberg (Belberg) etwas entstellt genannt.

Bölckestraße

Die Straße gehört heute zur Dessauer Straße und stellte damals die Verbindung von der Halberstaädter Bahnlinie bis zum Mötzlicher Flugplatz dar. Sie wurde 1916 nach dem Fliegerhauptmann Oswald Bölcke benannt. Bis 1885 war die Straße eine unbebaute Chaussee. Vom Westen scloß sich der Landrain an die Vhaussee an. Er war […]Weiterlesen »

Böllberg

Böllberg wird um 1272 als Belberge erwähnt. Die Böllberg zugeschriebene urkundliche Erwähnung eines Boliboris im Jahr 1012 kann nicht dieses Dorf sein, da es weder wie dieses Boliboris zum Bistum Merseburg gehörte, noch irgendeiner der zahlreichen anderen genannten Orte der Urkunde in der Nähe lag. Das Dorf lag direkt vor […]Weiterlesen »

Böllberger Kirche

Im 12. Jahrhundert hatten die Mönche des Neuwerks die Nikolauskapelle in der Nähe der ertragreichen Saalmühlen. Daraus wurde die romanische Böllberger Kirche. Es handelt sich um einen romanischen Steinbau. Die Decke wurde im 15. Jahrhundert mit typischen spätgotischen Mustern geschaffen. Der kelchartige Taufstein ist das älteste Stück der Kirche. In […]Weiterlesen »

Böllberger Mühle

Die Böllberger Mühle ist eine im 10./11. Jahrhundert erbaute Flussmühle zur Mehlversorgung der Siedler des Saaleufers und wurde 1858 vom Unternehmer Louis Hildebrand für die Errichtung eines modernen Betriebes abgekauft. Nach ersten Bränden im Jahr 1876 wurde das Gebäude mit vergrößerten Anlagen aus überwiegend Backsteinbauten saniert. Der Turm, der der […]Weiterlesen »

Böllberger Müllersteine

Die drei Steinkreuze (Böllberger Müllersteine) erinnern an drei Müllergesellen, die alle in die Tochter ihres Arbeitgebers verliebt waren. Die Müllerstochter versprach demjenigen die Ehe, der am besten zimmern könne. Eifersüchtig brachten sich die Gesellen jedoch gegenseitig um. Das Mädchen bestattete die Drei an dieser Stelle und ging als selbst auferlegte […]Weiterlesen »

Bomben auf Halle

Halle hatte keine Flächenbormbardements wie andere Städte aufzuweisen. Trotzdem wurden 7 Luftangriffe geflogen. Der erste war am 07. Juli 1944., der letzte am 06. April 1945. Es starben 1284 Menschen, es wurden 3600 Gebäude, 400 Betriebstätten, Hotels und Warenhäuser, sowie Kulturbauten zerstört. Beschädigungen und Zerstörungen gab es am Hauptbahnhof und […]Weiterlesen »

Bordelle

Im Mittelalter mussten die Huren gelbe Bänder tragen, um ihre Gewerke (heute Gewerbe) jedermann kenntlich zu machen. Zwei bekannte Bordelle aus dem Mittelalter waren der Tittenklapp und die Finkenflucht. Nach katholischer Auffassung war es ein verdienstliches Werk, ein Mädchen aus solchem Hause zu ehelichen. Im 15. Jahrhundert legte der Rat […]Weiterlesen »

Born oder Brunnen

s. Salzquellen Die vier Borne oder Brunnen wurden das erste Mal in einer Urkunde (Magna Charta Hallensis) von Erzbischof Ruprecht von 1263 erwähnt. So der Dhudesche Born (Deutsche Born), der Wendische Born (Gutjahrbrunnen), der Hackeborn und der Meteritz.  

Bornfahrt

Die Bornfahrt ist eine Art Generalinspektion der Brunnen. Die Letzte wurde am 08. August 1731 gehalten. Mit dabei war neben dem Landesherrn auch ein Kommissar aus Magdeburg, die die Brunnen besichtigten. Die Bornfahrt wurde nicht immer bei allen Brunnen gemacht. Bei der Bornfahrt wurde der Brunnen soweit es möglich war […]Weiterlesen »

Bornknechte

Die Bornknechte sind alle Salzarbeiter, die direkt an den Solequellen arbeiten und den Unterbornmeistern unterstehen. Sie sind nicht zu verwechseln mit den Salzwirkern und bildeten im Mittelalter eine eigene Brüderschaft. Sie unterliegen damit der Gerichtsbarkeit im Thal. Bei leichten Vergehen kamen sie an den Kärwe-Galgen, der die Delinquenten in einem […]Weiterlesen »

Bornschreiber

Der Bornschreiber war der Rechnungsbeamte des Thals. Er war dem Salzgrafen direkt unterstellt. Auf der Grundlage der Gesetze im Thal prüfte er die gerechte Verteilung der Solgüter. Dazu führte er die Wachstafeln. Gleichzeitig prüfte er die Verteilung der Fronsole und war verantwortlich für die Kontrolle der Geldangelegenheiten.   Wachstafel des […]Weiterlesen »

Botanischer Garten

Der Botanische Garten der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg besteht seit über 300 Jahren und war der erste seiner Art im damaligen Preußen. Heute beherbergt das fünf Hektar große Gelände rund 12.000 Pflanzenarten, von denen etwa 6.000 in den Gewächshäusern wachsen. Die thematisch gegliederte Freilandpflanzensammlung, der Garten mit den alpinen Pflanzen sowie die […]Weiterlesen »

Bottgedinge

Die Gerichte wurden auf dem Bottgedinge (später Rügegerichte) vom Salzgrafen zwischen Ostern und Pfingsten abgehalten. Für die Pfänner geschah dies an den Türmen der St. Gertruden-Kirche. Für die Wirker hingegen an der großen Holzwarthe beim Koth zum Blaufuße. Der Salzgraf verlas die Regel für das Verhalten, es wurde gefragt, ob […]Weiterlesen »

Brachmann, Luise

Karoline Louise Brachmann (Pseudonyme „Klarfeld“, „Sternheim“, „Louise B.“) (* 9. Februar 1777 in Rochlitz; † 17. September 1822 in Halle/Saale) war eine deutsche Schriftstellerin, die sich angeblich wegen einer unglücklichen Liebesbeziehung vom Brachmann Felsen in die Saale stürtzte. Das entsprach aber nicht der Wirklichkeit, weil die Tat in der Nähe […]Weiterlesen »

Brakteate

Brakteate sind dünne Münzen, die einseitig geprägt wurden. Die erste Münze, die den Namen Halle aufwies, stammt aus der Hohenstauferzeit. Es handelt sich bei den hauchdünnen Brakteaten um einen vom Erzbischof Friedrich I. (von 1142 – 1152 im Amt) und zugleich Graf von Wettin – geprägten einseitigen Silberpfennig, der das […]Weiterlesen »

Brandberge

1283 brannte der Wald bei Halle. Das war für die Menschen so beeindruckend, dass wohl diese Berge deshalb Brandberge genannt wurden. Trotzdem gibt es zwei weitere Theorien für die Brandberge: 1. Theorie: Es handelt sich um eine ehemalige Stätte der Hexenverbrennung an der Ortsteilgrenze von Kröllwitz. Zu solchen Richtstätten zählen […]Weiterlesen »

Brandenburg, Christian Wilhelm von

Geboren wurde Christian Wilhelm von Brandenburg 1587 in Wolmirstedt als Sohn des brandenburgischen Kurfürsten Joachim Friedrich. 1598, mit 10 Jahren, wurde Christian Wilhelm durch das Magdeburger Erzstifts zum neuen Administrator bestimmt. In Halle wurde der neue Administrator 1599 auf einem Landtag durch Vizekanzler Chilian Stisser proklamiert. 1608 übernahm er endgültig […]Weiterlesen »

Branntwein

Branntwein ist das billige Getränk des niederen Volkes und wurde vor allem in Glaucha destilliert. Viele Häuser hatten dort das Privileg des Branntweinbrennens. Bis nach Leipzig wurde hallischer Branntwein geliefert. Studenten tranken ih aus Maßkrügen. Schon als Baby bekam man es eingeflößt, weil die Mütter so die kleinen Schreihälse betäubten. […]Weiterlesen »

Bratwurstglöckle Jägergasse

Das Bratwurstglöckle befand sich auf historischen Boden in der Jägergasse 1. Der Vorgänger waren Residenz- und Verwaltungsräume des Dominkanerklosters, bis 1830 die Univ ersität das Gelände übernahm und Hörsäle einrichtete. 1906 ließ ein neuer Besitzer die Gebäude einreißen und im neuen Haupthaus die Gaststätte “Bratwurstglöckle” einrichten. 1909 hiess die Gaststätte […]Weiterlesen »

Brauerei “Zu den drei Schwänen”

Um 1600 besaß der Amtsmann von Giebichenstein mit Namen Cyriakus ein Stadhaus in der Amtsstadt Neumarkt, die ihm unterstellt war. 1696 erwarb ein Pfälzer das Grundstück und erhielt das Braurecht vom Landesherrn. Sein Mannheimer Bier wurde beliebt. Eine Schmiedearbeit im Oberteil zeigte drei Schwäne, die dem Objekt seinen Namen gaben. […]Weiterlesen »

Brauerei Bauer

1809 wurde die städtische Brauverfassung aufgehoben. 1846 wurden in Halle 8 Brauereien, 1882 13 gezählt. Anfangs wurde fast ausschließlich obergäriges Bier produziert. Bekannt waren insbesondere die Brauerei der Gebrüder Wahnschaffe (ab 1829), in der Rathausstrße, danach übernahm der Bayer Guggenberger die Gaststätte und schenkte als einer der ersten  bayrisches Bier […]Weiterlesen »

Brief auf Hotelpapier (1929)

Wenn du nach Halle gehst, Dann geh nach Hamburg, Wenn du von gutem Leben was verstehst. Wenn du nach Halle reist, Magst du zuvor mich fragen. Ich kann dir manches sagen, Was du vielleicht nicht weißt. Daß du in kurzer Frist Nur Allerbestes pickst. Die Stadt ist nämlich etwas trüb […]Weiterlesen »

Briquetagen

Die Salzgewinnung in Halle und Umgebung begann schon in der Jungsteinzeit (2500 – 1400 v. Chr.). Ausreichend Kenntnisse hatte man aus der Bronzezeit (1200 v. Chr.). Salz wurde in sogenannten Briquetagen gesotten (le brique, franz. = Ziegelstein). Auf dem Domplatz und anderen Orten wurden aus Lehm und Ton gebrannte Zylindersäulen […]Weiterlesen »

Broihan

Der Broihan (auch Broyhan) ist ein Nationalgetränk der Hallenser gewesen. Es ist ein obergäriges Bier (obergärige Hefe arbeitet bei 15 – 20 Grad Celsius, untergärige Hefe bei 4 – 9 Grad Celsius). Besonders die hallischen Studenten waren dem Broihan zugetan. In Halle Ammendorf gibt es die Broihanschenke. Nach einem Streit […]Weiterlesen »

Broihansschenke

Die Broihansschenke hatte einige Namen (Broyhan, Breihan, oder Broihahn). Sie war ein ehemelaiges Zollhaus an der Grenze zu Merseburg und lag am mittelalterlichen Heer– und Handelswegin Beesen über die Elster. 1604 und 11608 entstand hier eine Holzbrücke und das Zollhaus nahm den Brückenzoll ein, nachdem man sich ins Stegbuch eintrug. […]Weiterlesen »

Brotuff, Ernst

Ernst Brotuff, auch Ernestus Brotufius (* 1497 in Merseburg; † wahrscheinlich 1565 ebenda), war ein deutscher Jurist und Historiker. 1516 war er Schreiber im Benediktinerkloster Merseburg. Nach einem Studium der Rechtswissenschaften wurde er Rat und Anwalt des St. Petri Klosters. Brotuff wurde 1550 von Kurfürst Moritz von Sachsen zum Schulverwalter […]Weiterlesen »

Bruchsee

Der Bruchsee (auch Graebsee genannt) ist ein ca. 2 ha großer und maximal 11 Meter tiefer See im Stadtteil Neustadt von Halle (Saale). An Stelle des heutigen Sees existierte von 1891 bis 1921 ein Kalksteinbruch. 1890 war hier noch ein 30 m hoher Berg. In diesem erfolgte der Abbau von […]Weiterlesen »

Brücke und Tor Burg Giebichenstein

Die Steinbrücke mit den drei Bögen als Tordurchfahrt wurde in den Jahren um 1723 eanstelle einen hölzernen Vorgängerbaus gebaut. An der rechten Seite thront der heilige Mauritius (eine von Bildhauer Bernd Kleffel erstellte Kopie) als Schutzpatron des Magdeburger Erzbistums. Das Turmgebäude aus dem 15. Jahhundert dient in dieser Zeit als […]Weiterlesen »

Brücken in Halle

Wichtige und bekannte Brücken in Halle sind und waren: Brücke der Freundschaft Dreierbrücke Elisabethbrücke Genzmer Brücke Hallorenbrücke Hohe Brücke (nicht mehr vorhanden) Katzenbuckel Kirchteichbrücke Klausbrücke Ochsenkopfbrücke Rabeninselbrücke Schafbrücke Schieferbrücke Schwarze- oder Häscherbrücke Seilbahnbrücke B80 (nicht ehr vorhanden) Siebenbogenbrücke Steinmühlenbrücke Pfälzer Brücke Schwanenbrücke Moritzbrücke beim Moritztor (nicht mehr vorhanden) Fußsteigbrücke von […]Weiterlesen »

Brüderhöhle

Die Brüderhöhle (eigentlich Siebenbrüderhöhle) liegt zwischen Gestüt Kreuz und der Talamtstraße. Hier sollen zwei Brüder bestattet sein, die beide in das gleiche Mädchen verliebt waren. Im Zweikampf um die Schöne töteten sie sich gegenseitig und spuken noch heute in der Nähe der Höhle.   

Brüderschaft der Bornknechte

Die “Brüderschaft der Bornknechte über den Gutjahrbrunnen” wurde 1509 gegründet ud Erzbischof Ernst bestätigt. Sie waren der Vorläufer der heutigen Salzwirker-Brüderschaft.  

Brüderschaft der Halloren

Am 27. Juli 1509 bestätigte Erzbischof Ernst die Brüderschaft der Bornknechte über den Gutjahrbrunnen. Es war aber nur eine religiöse Vereinigung zu Ehren der Jungfrau Mari und anderer Heiliger, die Messen lesen ließ. Später gab es die Innung der Bornknechte und Soleträger. Die Salzwirkerbrüderschaft im Thal zu Halle war ein […]Weiterlesen »

Brüderschaftslade

Es gab große Brüderschaftsladen (die Lade war ein Kasten oder truheähnliches Möbelstück für die der Brüderschaftsschreiber verantwortlich war), die das Geld der Brüderschaft der Salzwirker und der Bornknechte beinhalteten. In Notzeiten wurden berufsunfähige, alte Salzwirker oder Bornknechte und deren Angehörige unterstützt. Man muss annehmen, dass es zwei Laden gab, weil […]Weiterlesen »

Brüderstraße

In uralten Zeiten hieß die Brüderstraße Prüfel- oder Prüvelstraße. Im 13. Jahrhundert stand in der Straße schon die St. Pauli-Kapelle. Hier hatte das alte Geschlecht der von Pruve ihren Hof. Um 1400 gab es hier eine stärkere Besiedlung, sodass der Durchbruch zur Großen Steinstraße nötig war und die Neunhäusergasse entstand. […]Weiterlesen »

Brunnengalerie

Die in den 60er-Jahren entstandene Brunnengalerie, die sich vom Südpark bis zu den Weinbergwiesen erstreckt, wurde2017-2019 umfassend saniert. Dabei wurden die ursprünglichen 142 Brunnen durch 84 leistungsfähigere ersetzt. Davon sind 51 mit ständig laufenden Pumpen versehen. Normalerweise reichen 7 Pumpen aus, um das Grundwasser auf ein erträgliches Niveau zu halten […]Weiterlesen »

Brunnengasse

Es gab einst zwei Brunnengassen. Eine war in der Petersberger Vorstadt. Die andere war beim Martinsberg und bekam um 1850 den Namen Martinsstraße. Blick durch die Brunnengasse (Foto: Gottfried Riehm)

Brunnenstein

Der alte Brunnenhof oder Brunnenstein führte 1339 zu einem Streit zwischen Erzbischof Otto und den hallischen Bewohnern. Diese hatten den Hof, von dem Schulze-Galléra annimmt, dass er zum Kloster Neuwerk gehörte, an sich gebracht. Er lag in der Nähe des „Unterschmelzers“ (nach einem Professor namens Schmelzer benannt), der alten Solequelle […]Weiterlesen »

Brunnenstraße

Ursprünglich war die Brunnenstraße der Alte Triftweg. Im 19. Jahhundert wurde daraus dann der noch heute existierende Namen. 1883 pflanzte man zum 400-sten Jahrestag Luthers eine in einem Zaun eingefasste Lutherlinde an der Gabelung von Brunnen- zur Triftstraße. Ehemals lag hier eine runder Garten. Durch die Triftstraße führte eine Straßenbahnlinie, […]Weiterlesen »

Brunos Warte

Brunos Warte hat den Namen nach dem alten halleschen Patriziergeschlecht Brun (im letzten Drittel des 13. Jahrhunderts wiederholt in den Schöffengerichtsbüchern nachweisbar) erhalten, welches auf diesem Gebiet einen befestigten Hof besaß, der als „Warte“ Verteidigungsfunktionen zu erfüllen hatte (1266 Brunesworth). Er existierte wohl schon vor der Stadtwerdung Halles. Der Hof […]Weiterlesen »

Bücher über Halle-Neustadt

2000 Matthias Hunger, Sozialistisches Wohnkonzept und Wohnungsbau in der DDR: Das Beispiel Halle-Neustadt Dezember 2009 Hans-Joachim Schramm „Der Schneckenchecker und andere Erzählungen“ 2014 Peer Pasternack, 50 Jahre Streitfall Halle–Neustadt. Idee und Experiment. Lebensort und Provokation. 2019 Peer, Pasternack, Kein Streitfall mehr? Halle-Neustadt fünf Jahre nach dem Jubiläum 2021 Antje Jackes, […]Weiterlesen »

Burding

Das Burding ist eine Volksversammlung an der Gerichtsstätte, einem feierlichen, heiligen Ort. Die Schöffen saßen auf Bänken (Dingbänke), der Richter auf einem Stuhl. Halle besaß mehrere Gerichtsstätten. Ein Burding beschloss den “Bau der Hohen Brücke”, die 1172 dem Verkehr übergeben wurde. 1316 gibt es einen Burdingbeschluss, der die lebenslange Bestimmung […]Weiterlesen »

Burg Giebichenstein

(961 Givicansten, 965 Giviconsten, 973 Givicensten) Etwa um 925 begann der Bau der Burg Giebichenstein unter Heinrich I. Damals heiß sie deshalb auch Friedrichsburg. Vermutlich hatte sie einen Vorgänger, der gegenüber dem Porphyrfelsen stand. Der eigentliche Ausbau zur heutigen Burganlage mit Palas, Wohnturm, Wohnhaus, Mauer und Torturm erfolgte in der […]Weiterlesen »

Burgenordnung

924 und 926 verheerten die Ungarn das Reich Heinrich I. Ihm gelang es, einen ungarischen Fürsten gefangenzunehmen. Er handelte einen neunjährigen Frieden aus. Im Bewusstsein, dass neun Jahre nicht sehr lang sind, erließ er auf einem Hoftag in Worms die Burgenordnung. Überall, wo Versammlungsplätze seien, sollten befestigte Burgen gebaut werden, […]Weiterlesen »

Bürgereid und Bürgerrecht

Wer Bürger der Stadt werden will, muss laut Bürgerrecht im Mittelalter den Bürgereid leisten. Der Kandidat muss von zwei Bürgern der Stadt begleitet werden, die ihn in die Mitte nehmen und mit ihm vor dem Rat erscheinen. Einer der beiden ist dann der Wortführer, der beim Rat um die Erteilung […]Weiterlesen »

Bürgergesellschaft St. Mauritius zu Halle (Saale) e.V.

Für den Erhalt der Moritzkirche und ihre nachhaltige Nutzung hat sich am 25. März 2014 die Bürgergesellschaft St. Mauritius zu Halle (Saale) e.V. gegründet. Der Verein möchte bürgerschaftliches Engagement für eine der schönsten Kirchen Halles wecken und fördern. http://moritzkirche-halle.de  

Burggraf

Der Burggraf war der militärische Führer, übte die hohe Gerichtsbarkeit aus und verwaltete die Giebichensteiner Burg. Graf Wiprecht von Groitzsch war der wichtigste Vertreter in der Zeit von 1118 bis 1124. Die Burggrafen bewohnten anfangs einen festen Hof auf dem Gelände zwischen Rathausgasse und Großem Sandberg. Dort befand sich ein […]Weiterlesen »

Burggrafengericht

Bestimmte Verbrechen wie Notzucht und Wegelagerei wurden ausschließlich durch das höherrangige, unter Vorsitz des Burggrafen dreimal jährlich tagende Burggrafengericht, geahndet.

Burggrafenschloss

Mit Burggrafenschloss ist eine Anlage gemeint zwischen Sandberg und Rathausgasse und heute völlig verschwunden. Es gehörte dem Burggrafen Wiprecht von Groitzsch. Es bestand aus einem steinernen Wohnhaus, offenbar mehrstöckig, wobei im oberen Bereich die Schlafräume lagen. Im Winter 1123/24 fing der Fußboden durch einen Kamin Feuer und Wiprecht erlitt schwere […]Weiterlesen »

Burgstraße

Die Burgstraße, die es schon in alter Zeit gab als Weg von der Burg Giebichenstein zum Ulrichskirchtor. Auf ihr ging wohl Hazecho und erblickte angeblich die goldene Egge, die vom Himmel fiel. Das Ereignis führte zur Gründung des Klosters Neuwerk. 1742 wurde der unebene Weg durch den Oberamtmann Ochs von […]Weiterlesen »

Burgward

Burg Giebichenstein in Halle an der Saale auf einem riesigen Porphyrfelsen (90 m hoch). Ein Burgward (auch Burgwart) bezeichnete im 10./11. Jahrhundert ein Gebiet, in dessen Zentrum eine Burg (Burgwardsmittelpunkt) mit Schutz- und Lehnfunktionen für die umliegenden Dörfer in Erbuntertänigkeit steht. Burg Giebichenstein (Foto: Michael Waldow, MSW-Welten)  

Burkore

Die Bukore war das Bürgerrecht im Mittelalter. Sie fand ihren Ausdruck in den stattfindenden Bürgerversammlungen. Sie wird durch den Erzbischof Burchard 1310 anerkannt. Ein Beschluss der Bürgerversammlung wurde Burdingbeschluß genannt.

Burmal

Das Burmal ist das Bürgerrecht, das Fremde mit Zahlung von 3 Schilling erwerben konnten. Ein Schilling, auch Solidus oder Groschen, entsprach etwa 12 Pfennig und hatte um 900 eine Kaufkraft von 120 Hühnern oder etwa 4 Kg. Getreide. Anhand des Umrechnungskurses des Mittelalter-Servers hatte er eine Kaufkraft von ca. 360 […]Weiterlesen »

Burse zur Tulpe

1843 wurde das Hotel eröffnet und hieß aufgrund der Tulpenbeete schlicht “Zur Tulpe”. Es befand sich auf der Alten Promenade Ecke Kaulenberg. Zur Berühmtheit wurde es heiß es in eine 1893 als dort der bekannte Opernsänger Albert Niemann oft zu seinen Proben sang. 1907 wurde das Hotel zwangsversteigert an die […]Weiterlesen »

Buß- und Betsäule

Die einstige Betsäule am halleschen Universitätsring stammt aus dem Jahr 1455. Der spätmittelalterliche Bildstock soll an die Pestepidemien der Jahre 1449 und 1452 erinnern. Die große Relieftafel zeigt eine Kreuzigung und eine Kreuztragung. Die Säule gilt in der mitteldeutschen Kulturlandschaft als Seltenheit. Ursprünglich befand sich die Betsäule außerhalb der mittelalterlichen […]Weiterlesen »

Butterbemmen

Butterbemmen haben mit Schnitten nichts zu tun. Das sind kleine flache Steine, die man über das Wasser der Saale springen lies. Hansvon Schönitz war 18 Jahre und lief mit seiner Gelkiebten Magdalena nach einer Bettelpredigt in der Martinskirche zum Strohhof und warf die Butterbemmen übers Wasser.

Café Barbarossa

Das Café Barbarossa öffnete im März 1880 seine Pforten und lag am Flussufer gegenüber der Würfelwiese an der Brücke über dem Mühlgraben. Es gab dort einen schattigen Garten der von Johann Christoph Dreyhaupt (1699-1768) geschaffen wurde. Durch seine Chronik des Saalkreises geriet der Historiker an den Rand des Ruins, sodass […]Weiterlesen »

Cafè Bauer

1878 errichtete der hallesche Kaufmann Richard Steckner in der Großen Steistraße ein Wohn- und Wirtschaftsgebäude. 1887 wurde dann im Erdgeschoß das Cafè Bauer nach Wiener Art eröffnet. Die Gäste konnten also stundenlang an einem Caffe sitzen und Zeitung in Ruhe lesen.Die Räume fielen durch reichliche Stuckarbeiten und Gemälde an den […]Weiterlesen »

Café David

Auf der alten Promenade entstand 1870 das Caffee David (später im 20. Jahrhundert war hier der Reichshof). Es gehörte eigentlich schon zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt Halle. In dem Garten des Caffees befanden sich Kolonaden, Grotten und Felsprtien, die abends im Lichte vieler Gaslampen erstrhlten.

Café Monopol

Das Café “Monopol” wurde im Dezember 1890 eröffnet. Es war das dritte hallesche Café. Der Cafétier lobte das Café sogar als Sehenswürdigkeit erster Klasse. Es befand nahe der Post in der an der Alten Promenade (Joliot Curie Platz) Ecke Große Steinstraße. Es hatte eine elektrische Beleuchtungsanlage 350 Glühlampen. Am Wochenende […]Weiterlesen »

Cafe Roland

1984 wurde auf dem Marktplatz das Cafe Roland eröffnet. Die Namensgebung erfolgte nach dem steinernen Roland. Vorher gab es schon ein gleichnamiges Gebäude, das 1945 nach dem Bombenangriff stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Das Cafe war damals sehr beliebt und zu Festtagen gab es dort die “Winer Schrammeln”. 1937 wurde […]Weiterlesen »

Cafe Schade

1586 hatte Familie Schade in Wettin ihr erstes gemütliches Cafe eröffnet. Das Backhandwerk wurde über mehrere Generationen weitergegeben. Berühmt wurde das Cafe durch seinen Baumkuchen, 2015 musste der Inhaber Ralf-peter Schade das erste Mal Insolvenz anmelden. Im Früjhar 2016 versuchte Schade einen Neuanfang. Die ehemalige Produktionsstätte in der Seebener Straße […]Weiterlesen »

Callenberg, Johann Heinrich

Johann Heinrich Callenberg, ein Liebhaber der orientalischen Schriften und ein Befürworter der Juden- und Mohammedanermission. 12. Januar 1694 als Sohn eines Bauern in Molschleben bei Gotha geboren er besuchte das Gymnasium in Gotha 1715 Studium in Halle Philologie und Theologie 1735 Professor der orientalischen Sprache 1739 Professor der Theologie seine […]Weiterlesen »

Canstein Bibel und Bibelanstalt

Die Canstein Bibel von 1713 ist die erste Vollbibel aus Halle und wurde im Waisenhaus gedruckt. 1710 wurde die Bibelanstalt in Halle gegründet (die spätere sog. Cansteinsche Bibelanstalt). Sie befindet sich auf dem Gelände der Franckeschen Stiftungen. 1712 erscheint das erste Neue Testament (noch im klassischen Verfahren gedruckt). 1713 folgt […]Weiterlesen »

Canstein, Carl Hildebrand von

Im Jahre 1710 entstand im halleschen Waisenhaus (Franckesche Stiftungen) die erste Bibelanstalt der Welt. Ihr Urheber war der Freiherr Carl Hildebrand von Canstein (1667 – 1719), einer der bedeutendsten Anhänger August Hermann Franckes (1663 – 1727). Bis zu Cansteins Tod wurden bereits ca. 100.000 Neue Testamente in 20 Auflagen und […]Weiterlesen »

Capitul

Das Capitul (auch Kothstube genannt) ist ein beheizter Aufenthaltsraum der Brunnenknechte. In dem Holzbau befand sich auch das Schwenkwerk zur Förderung der Sole, sowie ein Raum für die Aufsichtsbeamten, die die Brunnen kontrollierten.

Carillon

Eines der größten Glockenspiele der Welt beherbergt der Rote Turm auf zwei Glockengeschossen. Das Carillon besteht aus 76 Glocken und ist 50 t schwer. Die tiefste Glocke ist mit einem Durchmesser von 2,60 m 8 t schwer. Die kleinste Glocke hat einen Durchmesser von 10 cm und wiegt 10 kg. […]Weiterlesen »

Cellarius, Christoph

Christoph Martin Keller (lat. Cellarius) war ein deutscher Altertumswissenschaftler, der in seiner „Historia Universalis“ (1702) die bis heute gebräuchliche Einteilung der Menschheitsgeschichte in Altertum, Mittelalter und Neuzeit einführte und etablierte. Er wurde am 22. November 1638 in Schmalkalden im Heiligen Römischen Reich (heute Deutschland) geboren und starb am 4. Juni 1707 mit […]Weiterlesen »

Charlottenstraße

Die Charlottenstraße erhielt 1874 ihren Namen nach der ersten Königin von Preußen, Sophie Charlotte (1658-1705), gemahlin Friedrich I. Sie mündet seit 1877/78 an der Mauer des Stadtgottesackers und gehört zur Stadtgottesackerbreite.

Chemiebrunnen

Der Chemiebrunnen wurde 1981 von Irmtraud Ohme geschaffen. Der Brunnen stand ursprünglich “Am Zollrain”, wurde aber dann (1981) zu den Y-Häusern in der Emil-Abderhalden Straße versetzt. (Foto: 1971, unbekannt)

Chemieingenieurin

Senta Baldemus fertigte die Skulptur der Ingenieurin 1970 an. Aufgestellt wurde die Plastik 1973 im II. WK (Richard Horn Straße). Im II. WK spielte die Chemie als Thema eine große Rolle. Die Dame vermittelt das Bild einer selbstbewussten Frau, die mit beiden Beinen im Beruf steht. Sinnbild für den hohen […]Weiterlesen »

Christian Thomasius

Christian Thomasius (1655-1728) studierte die Philosophie und die Rechte in Leipzig und Frankfurt/Oder; hat auf fast allen Rechtsgebieten fruchtbar reformerisch gewirkt; wurde durch seine Zeitschrift „Monatsgespräche” zum Begründer des deutschen Journalismus; er war seit 1690 Professor an der juristischen Fakultät der Universität Halle, schaffte dort Latein als Unterrichtssprache ab und […]Weiterlesen »

Christian Wolff

Christian  Wolff Philosoph (1679-1754), (seit 1745 Reichsfreiherr von), 1707 Professor in Halle; 1723 auf Betreiben der theologischen Fakultät unter dem Vorwurf der Religionsfeindlichkeit des Landes verwiesen. Von Leibniz ausgehend, schuf Wolff ein umfassendes rationalistisches System, durch das die Theologie aus ihrer Vorrangstellung verdrängt und die gesamte deutsche Aufklärung entscheidend beeinflusst wurde.

Christian-Wolff-Haus (Stadtmuseum)

Christian Wolff (1706 – 1754) war ein wichtiger Philosoph der Aufklärung. Er lebte von 1706, mit Unterbrechung, bis 1754 in Halle, wo er auch starb.  Das Christian-Wolff Haus selbst wurde 1558 gebaut, wie aus dem Schlusstein über dem Torbogen hervorgeht. Nickel Hoffmann (Stadtgottesacker) errichtete es. Der erste Besitzer war ein […]Weiterlesen »

Clausbadstube

Ein Badehaus (auch Badhaus, Badestube, Stube oder Stoven) war ein öffentliches Bad. Es diente nicht nur der Körperpflege und der Behandlung von Krankheiten, sondern war auch ein beliebter gesellschaftlicher Treffpunkt. Die 1554 errichtete Clausbadstube einschließlich Haus, Hof und Garten befand sich auf dem Eckgrundstück der heutigen Großen Klausstraße 12. Bis […]Weiterlesen »

Corporis-Christi

Eine Corporis-Christi-Bruderschaft (lateinisch Fraternitas Corporis Christi „Leib-Christi-Bruderschaft“; auch: Corporis-Christi-Bruderschaft) war ein Zusammenschluss von Priestern und Laien in einer Bruderschaft, die sich zur besonderen Förderung der Eucharistie bildete. So war die Salzwirkerbrüderschaftschaft eine Corporis-Christi Bruderschaft. 1491 schließen sich die Salzarbeiter zu einer noch heute existierenden Brüderschaft “Corporis Christi” zusammen, die unter […]Weiterlesen »

Coschwitz, Georg Daniel

Georg Daniel Coschwitz (1679-1729), Doktor der Medizin in Halle, Hochschullehrer an der Uni in Halle, Betreuer der deutsch-reformierten Hospitals in der Geiststraße auf dem Neumarkt, führte Sektionen vor den Studenten durch.

Cranach, Lukas

Lukas Cranach (1472/73 – 1553) war einer der bedeutendsten Maler der deutschen Renaissance. Friedrich der Weise verlieh ihm das Wappen mit der geflügelten Schlange als Familienwappen. Er half bei der künstlichen Ausgestaltung des Doms in Halle: 1472 oder 1473 wurde er in Kronach (Bayern) als Sohn eines Malers geboren, sein richtiger […]Weiterlesen »

D’r Lenz kemmt!

Kaum is d’r letzte Schnee jetaut; da wärds uff unsen Howe laut. Ich niesche ausen Fänster – Wer macht den Krach? „De Wänster: Zwar hat’s bein Kläjen mich jeschtärt, doch hawwichs lange nich jehärt, drum guck‘ ich zu un schbiere: „D’r Lenz schteht forr d’r Tiere!“ Günter Krause

Dachritzstraße

Die Dachritzstraße bekam ihren Namen von der Familie Tachritz, die aus dem Dorfe Tachritz (Dachritz) bei Halle kam. Die Familie ist seit 1379 nachweisbar. Der Name Dachritzstraße taucht in den Schöffenbüchern 1417 zum ersten Mal auf.    

Danckelmann, Erhard

Eberhard Danckelmann (1643-1722) In den Händen Danckelmanns lag eine starke Verantwortung für die Gründung der Universität Halle und der Akademie der Künste in Berlin. 23.November 1643 als Sohn eines Landrichters in Lingen bei Ems geboren   Hauslehrer des ersten preußischen Königs, brandenburgischer Minister, preußischer Oberpräsident und Reichsfreiherr   nach dem […]Weiterlesen »

Danziger Freiheit und Warte

Die Benennung öffentlicher Plätze als Danziger Freiheit beruht auf einem Aufruf der Verkehrszentrale im seit 1933 nationalsozialistisch regierten Danzig, in großen deutschen Städten einen verkehrsreichen Platz mit diesem Namen zu versehen. Hierbei berief sie sich auf eine Rede von Joseph Goebbels, die er am 17. Mai 1933 vor Vertretern des deutschen […]Weiterlesen »

Das Neue Theater

Das 1870 eröffnete Neue Theater war einst das Grundstück des Juristen Christian Thomasius (1655-1728). Das Gebäude wurde von der Rauchfuß Brauerei abgebrochen, auf der eine Möbelhalle entstand.

Datenverarbeitungszentrum (DVZ)

Das VEB Datenverarbeitungszentrum Halle befand sich zu DDR-Zeiten in Halle-Neustadt im Block 081. Das DVZ wurde von 1969 bis 1971  für zirka 55,4 Millionen Mark. gebaut Es wurden zunächst drei Standorte vom Chefarchitekten Halle-Neustadts vorgeschlagen, bevor man sich für den Standort westlich der Nietlebener Straße entschied. Die technische Ausrüstung des […]Weiterlesen »

Dehne Maschinenfabrik

Die Maschinenfabrik von Albert Dehne (1832-1906) wurde 1872-1874 neu erbaut. Sie lag in der Schimmelstraße neben dem Stadtbad, wo sich heute ein Parkplatz befindet. Schon 1854 wurde sie als Armaturenfabrik gegründet, später war dort eine Eisengießerei, Maschinen- und Armaturenfabrik. Die Fabrik ermöglichte das Kaiser-Wilhelm Denkmal in der Poststraße. dehne war […]Weiterlesen »

Dehne, Albert

Albert Ludwig Georg Dehne (1832-1906) war ein deutscher Maschinenbauer und Unternehmer. Dehne war Gründer der Hallesche Maschinenfabrik, eines der ältesten und größten Maschinenbauunternehmen der Stadt. Er war 13 Jahre Stadtverordneter und wurde 1903 zum Ehrenbürger von Halle ernannt. Er ist auf dem Stadtgottesacker begraben. (Foto: catatine, Wikipedia)

Deltakindergarten

Im WK I. entstand der sogenannte Delta Kindergarten. Das Besondere daran ist, dass er praktisch über Nacht entstand, ohne Baugenehmigung und mit Hyperparabolid Schalen (HP Schalen) ausgestattet wurde. Diese Konstruktion war extrem stabil und kostengünstig und wurde auch für Sport- und Kaufhallen angewendet.

Der Bär

Die Plastik „Der Bär“ wurde von Otto Leibe geschaffen und steht heute in der Galerie im Grünen. Davor war er auf einem Spielplatz und diente Kindern zum Klettern. (Foto: Michael Waldow, MSW-Welten)

Der Elefant

1968 schuf Otto Leibe diesen Elefant, der als Rutsche diente. Er war nicht der einziger seiner Art, es gab im Stadtgebiet von Halle fünf dieser Skulpturen. Der Elefant stand im Wiprarer Weg, wurde aber aufgrund von Schäden entfernt.           (Foto: Michael Waldow, MSW-Welten)

Der Korb

Vor dem Moritztor beim 1710 zugeschütteten Korbteich stand ein gelbes Eckhaus, das 1780 von einer Frau aus Wettin und ihren fünf Töchtern bewohnt waren. Die Kneipe war ein beliebter Aufenthaltsort der Studenten, wo sich die fünf Töchter auch als Dirnen verdingten.

Der Lesende

Die Skulptur von Martin Wetzel wurde 1981 errichtet. Sie befindet sich in der Richard-Paulick Straße  in der Nähe vom Christian-Wolff-Gymnasium. (Foto: Michael Waldow, MSW-Welten)

Dessauer Straße

Einst führte eine Heer- und Handelsstraße über Oppin, Salfurth nach Dessau. So bekam die Straße ihren Namen. Vornehmlich Salz wurde auf diesem Weg transportiert. Die Heerstraße mündete  in Halle in die Magdeburger Straße am “Grünen Hof”. Bis in das 19 Jahrhundert gab es keinerlei Bebauung. Erst danach siedelte sich einige […]Weiterlesen »

Deutscher Brunnen

Der Deutsche Born (Deutschborn oder Deutscher Brunnen) war wohl der ergiebigste Brunnen und etwa 35 m tief. Der Born wurde am 12.12.1174 gegraben. In den Lehnbüchern wurde er auch als “fons teutonicus” erwähnt. Er quoll bei Abschöpfung in einer Stunde nach. Er hat einen Salzgehalt von 21 %. Der Deutsche […]Weiterlesen »

Deutscher Orden oder Deutschorden

Nachdem Kaufleute aus Bremen und Lübeck im Jahre 1190 zu Akkon ein Hospital für Kreuzfahrer eingerichtet hatten, wurde im Jahre 1198 der „Orden der Ritter des Hospitals Sankt Marien der Deutschen in (dem Königreich) Jerusalem“ gestiftet. An der Spitze des Ordens stand der auf Lebenszeit gewählte „Hochmeister“. Ihn unterstützen die […]Weiterlesen »

Deutschordenshospital St. Kunigund

Der Deutsche Orden begann mit dem Bau des Deutschordenshospitals St. Kunigunde wahrscheinlich vor 1200. Um 1203 war es vollendet und wurde, der heiliggesprochenen Kunigunde, der Gemahlin Kaiser Heinrich II., gewidmet. Es führte seitdem den Namen: „Deutschordenshospital St. Kunigund von Halle”. Wenige Jahrzehnte später entstand daneben eine Kapelle. Seit dem dritten […]Weiterlesen »

Dicke Susanne

Am Mühlgraben, dicht bei der Mühlpforte, wird die große Glocke der „Dicken Susanne“ auf dem Judenkirchhof im Dom gegossen. Dabei wurden sieben Arbeiter, die im nahen Mühlgraben Wasser schöpften, von den giftigen Schwaden getötet. Als 1536 der Glockenturm für den Dom fertiggestellt war, hängte man die angeblich 170 Zentner schwere […]Weiterlesen »

Die holden Frauen – Gedicht

Den holden Frauen! Hallenser Frauen hold und blühend, Treu seid ihr wie Meeresgrund. Hallenser Mädchen, ach wie glühend, Und wie süß küßt euer Mund. Drum, mein Halle will ich preisen Solang schlägt mein Herz voll Glut, Und die Becher fröhlich kreisen Von der Heimat Rebenblut. Sei gegrüßt, o Saalestrand, Halle, […]Weiterlesen »

Die Saale

Doch manchmal in Sommertagen Durch die schwüle Einsamkeit Hört man mittags die Turmuhr schlagen, Wie aus einer fremden Zeit. Und ein Schiffer zu dieser Stunde Sah einst eine schöne Frau Vom Erker schaun zum Grunde – Er ruderte schneller vor Graun. Sie schüttelt‘ die dunklen Locken Aus ihrem Angesicht: „Was […]Weiterlesen »

Diemitz

Das Dorf und Rittergut mit Namen Freyenfelde (Freiimfelde) Diemitz gehörte zum Amt Giebichenstein. Das Alter des Dorfes ist leider nicht verzeichnet. Die Einwohner des Dorfes bauten Küchenkräuter an, insbesondere Kümmel, und Gurken. Im Dorf gab es 2 Schenken, die Amtsbier (Giebichensteiner Bier) ausschenken mussten. Nach der Hinrichtung des Salzgrafen Hans […]Weiterlesen »

Ding

Das “geheget Ding” hieß nichts anderes als vor das “öffentliche Gericht” gehen. “Gericht halten” nannte man “hegen”, da die Gerichtsstätten unter freiem Himmel gepflegt und gehegt wurden. Die Rechtsverbindlichkeit des Urteils wurde mit dem Satz “zu tun und zu lassen” beschlossen. öffentliches Gericht (Bild: Robert & Ursula Menhold)    

Dingbank

Die Dingbank ist das Salzgrafengericht, das an einem bestimmten Ort ausgeführt wird. In der “Hallischen Chronik” (Manuskript der Magdeburger Stadtbibliothek Bl. 53a) heißt es, dass 1464 die Dingbank des Thalgerichts, “hinter dem roten Turm” genannt, zuerst auf dem Kirchhof hinter den “Blauen Türmen” der Gertraudenkirche zum Thal zu, gestanden hat. […]Weiterlesen »

Dittenbergerstraße

Die Dittenbergerstraße  verbindet Hollystraße mit der Dessauer Straße. Den Namen bekam sie von dem  Professor der Universität und Stadtverordnetenvorsteher Wilhelm Dittenberger (1840-1906).

Dobrebora

HaIle verdankt seine Gründung wahrscheinlich den Sorben oder Wenden, welche etwa um das 6. Jahrhundert zuerst die hiesigen reichen Solequellen bearbeiteten. In „Dobrebora” (Gut Wald) bei Halle (nach Schultze-Galléra auch Dobregora oder Thobragora) hatten die Wenden einst ihre kleine Siedlung, mit Hütten aus Holz und Stroh, genannt. Insofern könnte diese […]Weiterlesen »

Dobresol

Gottfried Olearius: „Aus dem Dorfe Dobrebora oder Dobresol, das ist gut Brunnen, aber gut Salz auf Wendisch, war ein Flecken und darnach die Stadt halla erbaut worden im Jahre 981 vom Kayser Otto dem anderen”, meldet Ernesto Brotuff  (1497 – 1565) in seinen Merseburgischen Chroniken.

Dölau

Um 7oo gründeten Wenden das Dorf. Der name hat viele Deutungen. Unter anderem Dorf in einer Niederung oder einem Tal. Zur gründungszeit war hier eine kahle Fläche. Um 1376 wurde das Dorf “Delowe” das erste mal urkundlich erwähnt, daraus wurde im Laufe der Zeit “Dölau”. Der kleine Ort, der dem […]Weiterlesen »

Dölauer Heidesagen

Die Salzmagd Ketlin liest Sagen aus der Dölauer Heide vor:     – Der Baumgeist – Heilungen am Kolkturm – Die unheimliche Gestalt – Die Heideprinzessin – Der Schatz in der Heide – Der wilde Jäger aus der Heide und andere… Dölauer Heide (Fotomontage: Michael Waldow, MSW-Welten)

Dom

Die Kirche war ursprünglich eine vom Bettelorden der Dominikaner 1271 gegründete und um 1330 vollendete Klosterkirche mit dem Patrozinium Sankt Paul zum heiligen Kreuz. Ihren Regeln gemäß verzichteten die Mönche bei ihrer schlichten, dreischiffigen Hallenkirche auf Turm und Querhaus. Eigentlich ist der hallesche Dom gar kein Dom, da Halle nie […]Weiterlesen »

Dominikaner

Der Bettelorden der Dominikaner gründete 1271 eine Kirche. Entsprechend ihren Regeln war die Kirche schlicht. Man verzichtete auf die dreischiffige Hallenbauweise (dem Kreuz nachempfunden), sowie auf den Turm und das Querschiff. 1520 annektierte Erzbischof Albrecht diese und siedelte die Dominikaner um. Aus dem Dom machte er eine Stiftskirche und ließ […]Weiterlesen »

Dominium Giebichenstein

Das Dominium Giebichenstein, also das Amtsgut entstand aus dem Burglehen, sowie dem Gutsbesitz der Burg. Zum Amtsgut gehörten: – Langenbogen (um 1200) – Granau (seit 1452) – 3 Schäfereien in Lieskau, Kröllwitz und Trotha – nach Auflösung des Klosters Neuwerk deren Besitztümer (Anfang 16. Jahrhundert) – Güter des Georgenklosters (1570) […]Weiterlesen »

Domplatz

Zu Olearius’ Zeiten (1667)  hieß der Domplatz noch Domkirchhof. Im Mittelalter nannte man den Platz “bi sante Paule by den predigern”. Hier fanden auf dem Kirchhof bis 1545 Bestattungen von Hofbeamten und Gesinde statt. Im 17. Jahrhundert bekam der Platz seine heutige Gestalt. 1701 wurden Lindenbäume gepflanzt. 1919 erhält er […]Weiterlesen »

Domstraße

In der Domstraße befindet sich die “Neue Residenz”, die von Albrecht als Gegenpol zur Reformation gedacht war, die eine katholische Universität werden sollte. Tatsächlich wurde das Stift 1535 als Universität bestätigt, konnte aber den Niedergang des Katholizismus nicht mehr aufhalten.

Domus mercatorum

Das Kaufhaus (Domus mercatorum) der Gewandschneider und Tuchhändler stand wohl schon unter Erzbischof Wichmann mit Ausgang des 12. Jahrhunderts. Es stand vom Lampertikirchhof (Kleinschmieden) bis zur Schmeerstraße. Ursprünglich war es ein einstöckiger Holzbau, der sich in den Jahrhunderten zu einem dreistöckigen Holz- und Fachwerkbau entwickelte. Dort handelte man mit Tüchern, […]Weiterlesen »

Donnersberg

Der Donnersberg ist eine einstige Kultstätte und dem Gott Donar gewidmet (gleichbedeutend mit Thor der Nordgermanen). Die slawischen Sorben nutzten die Kultstätte weiter und widmeten sie ihrem Gott Prove.   Donar mit seinem Hammer Mjölnir und seinem Gürtel Megingjöro. Er kämpft gegen die Riesenrasse der Ettins, auf seinem Wagen gezogen […]Weiterlesen »

Doppelstadt

Nach den großen Bränden von 1136 und 1312 kam es zur sogeannten Doppelstadt in Halle und damit zu einer Neugliederung. Die Doppelstadt bestand aus der Thalstadt (der Halle), wo der Salzgraf und seine Schöffen regieretn und der Oberstadt (Bergstadt) mit dem Schultheißen und dessen Schöffen. Alle waren erzbischöfliche Beamte. Die […]Weiterlesen »

Dorf Giebichenstein

Der älteste Teil des Dorfes liegt unterhalb der Bartholomäuskirche, wo  sich die alte Schäferei befand bis zum Wittekindbad. Der Ort wurde von Hörigen, Salzarbeitern der ehenmaligen Saline im Wittekindtal und Arbeitern in den Steinbrüchen der Klausberge bewohnt. 987 wurde der Ort erstmals erwähnt. Der Salzbrunnen im Wittekindtal wurde 961 erwähnt […]Weiterlesen »

Dörfer um Halle

Die auf slawischen Gründungen basierenden Dörfer Trotha (vor 952 gegründet), Gimritz (vor 880 gegründet), Wörmlitz (vor 1184 gegründet) und die deutschen Siedlungen Böllberg (vor 1291 gegründet) und Bellendorf (vor 1360 gegründet) stellten nur kleine Siedlungskerne im Nord- und Süd-Teil des heutigen Stadtgebietes dar (im 20. Jahrhundert eingemeindet). Das zwischen Wörmlitz […]Weiterlesen »

Dörntze

Die Dörntze ist eine Kemenate oder Stube. Im Hallischen Schöffenbuch von 1433 findet sich folgender Text: “vnde in dem selbigen huse eyne kamere vnde eyne tisschzstede in der dorntezin” (und in demselben Haus gibt es eine Kammer und es steht ein Tisch in dieser Kemenate). Im Rathaus von Halle gab […]Weiterlesen »

Dorotheenstraße

Die Dorothenstraße gehört zur Stadtgottesackerbreite und bekam ihren Namen nach der Königin Dorothea (1688-1757), einer hannoverischen Prinzessin. Sie war die Mutter Friedrichs des Großen. Dort gab es den gasthof “Zum schwarzen Ross” und das Parkbad Halle.

Drachennest

Innovativer Kinderspielplatz in der Nähe vom Treff vor der Helen-Keller-Schule, die ihn auch als Pausenhof nutzt.           (Foto: Michael Waldow, MSW-Welten)

Drei Ballspieler

Die Plastik mit drei Jungens beim Ballspiel wurde von Rudolph Hilscher geschaffen. Vom Künstler gibt es in Neustadt noch weitere Plastiken, zum Beispiel die „Drei Ballspieler“ in der Ernst-Abbe-Straße und die Reliefsäule „Aufbauhelfer“ neben dem Skatepark Neustadt. Bereits im Juni konnte die Plastik „Turnende Kinder“ des Künstlers in der Neustädter […]Weiterlesen »

Drei Lilien

Am „Platz Drei Lilien“ stand ein gleichnamiges Gasthaus, das als erstes festes Theaterhaus in Halle und Umgebung galt. In diesem Bereich sind Theaterhaus, Zollhäuser und Gaststätten verschwunden; nur die Zollbrücke ist bis heute erhalten.           (Foto: Michael Waldow, MSW-Welten)

Dreierbrücke

Die Dreierbrücke verbindet die Würfelwiese mit der Ziegelwiese. Jeder der die Brücke nutzen wollte musste bis 1868 beim Schleusenmeister einen “Dreier” ( 3 Pfennige) entrichten. Danach wurde kein Wegezoll mehr verlangt.         Dreierbrücke (Foto: Gottfried Riehm??)  

Dresdner Bierhalle

Im Zentrum der Altstadt, am Giebelhaus Kaulenberg, Ecke Große Ulrichstraße, eröffnete 1863 die Dresdner Bierhalle. Dort gab es “Echtes Dresdner Waldschlößchen” Bier und Cumbacher. Die Gaststätte erhielt bald zulauf von Vereinen, da sie günstig gelegen war. So wurde hier 1868 der Verein für Sprach- und Literaturwissenschaften “Littaria” gegründet. Hier fand […]Weiterlesen »

Dreyhaupt, Johann Christoph

Dreyhaupts Vater Christoph ist seit 1686 Kaufmann und Gastwirt „Zum Stern“ in Halle. 1725 wurde Dreyhaupt nach hervorragend bestandenem Examen Advokat und Hoffiskal bei der französischen Kolonie zu Halle und gleichzeitig preußischer Kommissionsrat. Ab 1729 war er Assessor des hallischen Schöppenstuhls, wo er sich hervortat. So wurde er 1731 (als […]Weiterlesen »

Drushba Club

Der ehemalige Drushba Club befindet sich in der Kastanienallee 4 und ist heute das schöne Café Tiffany, ein Rundbau für ca. 40 Gäste. Es wurde 1993 zum Café mit den Namensgebenden Tiffany Lampen umgestaltet und mit einer Theke englischen Stils versehen.Ausgangspunkt für den Umbau war eine alte Glastür mit der […]Weiterlesen »

Düfflers Einsiedelei

1804 kam ein praktischer Arzt namens Joahann Friedrich Christian Düffler nach Glaucha. Er warb zudem ein Grundstück in der Seebener Straße. Am Fuße der Klausberge entstand ein romantischer Garten mit Tempelruine, künstlischer Felsnschlucht, einem Teich und einer Insel. 1831 starb Düffler. Es gab verscheieden Besitzer danach. 1872 wurde es ein […]Weiterlesen »

Eberhardt, August Gottlieb

Christian August Gottlob Eberhard ((auch: Ysop Lafleur, Hilarius Reimbold, Ernst Scherzer) wurde am 12.1.1769 in Belzig/Potsdam geboren; er starb am 13.5.1845 in Dresden. Der früh verwaiste Zögling der Franckeschen Stiftung in Halle studierte in Leipzig Theologie. Seinen Lebensunterhalt verdiente er durch die Herstellung von Zeichnungen und Kupferstichen für die Illustrierung […]Weiterlesen »

Ehrenbürger von Halle

Wilhelm Anton von Klewiz (* 1. August 1760 in Magdeburg; † 26. Juli 1838 ebenda) Oberpräsident der Provinz Sachsen 1825–1837 Verleihung 1833 Von Klewiz erarbeitete 1810 zusammen mit Theodor von Schön die „veränderte Staatsverfassung aller obersten Staatsbehörden“. 1816 erhielt er den Titel „Wirklicher Geheimer Rat“. Friedrich Hesekiel (* 27. Oktober […]Weiterlesen »

Eichendorff, Joseph

Eichendorff, Freiherr Joseph von, war ein deutsche Lyriker und Erzähler der deutschen Romantik. Von Mai 1805 bis 1806 an der juristischen Fakultät eingeschrieben. Häufige Besuche führten ihn zu Johann Friedrich Reichardt im Giebichensteiner Dichterparadies, dem Treffpunkt der deutschen Romantik (Ludwig Tieck, Clemens Brentano, Achim Arnim, Jean Paul, Johann Wolfgang von […]Weiterlesen »

Eichendorffbank

Die Eichendorffbank wurde 1879 auf dem Plateau des Klausfelsens errichtet. 1899 wurde sie umgebaut, mit einem Obelisken in der Mitte. Auf dem steht die erste Strophe des Gedichtes “Bei Halle”. Eichendorffbank nach der Sanierung 2021 (Foto: Wikipedia)

Eid des Schultheißen (Ablauf)

Der Ablauf der Vereidigung des Schultheißen Johann Pöller am 21. Oktober 1575 wurde wie folgt beschrieben: Schultheiß Johann Pöllner merkt an, dass in den Eidesformeln erwähnt wird, man wolle sich nach den jüngst reformierten Rechtsgrundsätzen richten. Da hierfür jedoch nicht alle Punkte und Artikel allen anwesenden Personen bekannt sind, sollten […]Weiterlesen »

Eid schwören

Den Eid schwören mussten alle Thalbeschäftigten nach einem genauen Ritual und nach Berufsgruppen oder Gewerken im Thal. Die Bornschreiber hielten alle Namen fest und überprüften sie. Dann musste der Eid vorgelesen und nachgesprochen werden. Ein Meineid konnte empfindliche Strafen nach sich ziehen. Mehrere Personen schwören, indem sie die Hand auf […]Weiterlesen »

Einbeck, Conrad von

Conrad von Einbeck (1360 – 1428) war ein Steinmetz und Baumeister, er erlernte die Kunst in Prag. Er war maßgeblich an der Umgestaltung der Moritzkirche seit 1382 (als Magister Lapicidarum = Meister der Steinmetze) zusammen mit Peter von Mortal beteiligt. Einbeck hinterließ ein Porträt, das wahrscheinlich ihn selbst darstellt. Er […]Weiterlesen »

Eingemeindungen

Folgende Gemeinden und Gemarkungen wurden in die Stadt Halle (Saale) eingemeindet. 1817: Glaucha und Neumarkt 1891: Gutsbezirk Freiimfelde 1900: Giebichenstein, Trotha, Kröllwitz und Gut Gimritz (auf der Peißnitzinsel) 1. Juli 1950: Stadt Ammendorf (mit den Stadtteilen Beesen, Burg in der Aue, Osendorf, Planena und Radewell), Bruckdorf, Büschdorf, Diemitz, Dölau, Kanena, […]Weiterlesen »

Einung

Die Einung und Willkür dienten dazu, die Interessen der Stadt durchzusetzen. Meist wurden sie mit der Formel “durch unsere stat …. fride und notdurft” ausgedrückt.  Dies rief oft Konflikte mit dem Landesherrn hervor, da sie dessen Interessen und seiner wirtschaftlichen Macht entgegentraten.

Einwohnerzahlen Halles

Jahreszahl                                          Bürger 981                                                          einige hundert 1310                                                        ca. 3.000 Ende des 14. Jahrhunderts               4.000 1480       […]Weiterlesen »

Eissporthalle

Die Eissporthalle in den 1970er-Jahren (Quelle: Stadtarchiv Josef Münzberg)Bereits seit 1957 gab es im Winter auf diesem Platz eine offene Eisbahn. Sie wurde 1967 als Kunsteisbahn ausgebaut und 1968 mit einer  Dachkonstruktion versehen. Pünktlich zu den Arbeiterfestspielen im Mai 1968 konnte sie als  Halle mit einer Kunsteisbahn der Bevölkerung übergeben […]Weiterlesen »

Elisabethbrücke

Die Elisabethbrücke erstzte die im 13. jahrhundert geschaffenen Hohe Brücke, die weiter südlich lag.  Am 14. November 1843 weihte der preußische König Friedrich Wilhelm IV. mit seiner Frau , der Namensgeberin, Elisabeth  die neuen Brückenzug ein. Die Brücke war mit neun Bogen und  einem Damm am Sandanger ausgestattet.  Etwas weiter […]Weiterlesen »

Ellenbogengasse

Die Ellenbogengasse verband Große und Kleine Klausstraße. Sie verlief in krummer Richtung, begann östlich von der schmalen Gasse und stieß mit ihrer Mündung auf die Kleine Ulrichstraße. Sie war eng und in der Mitte ausgebuchtet.  

Endepols & Dunker

Die Firma war das führende Bekleidungshaus in den zwanziger Jahren und wurde 1900 gegründet. Später wurde die Firtma in Hollenkamp umbenannt. Das Gebäude befindet sich ind er großen Ulrichstraße 19/20 an der Ecke Bölbergasse.                

Engerer Rat

In der neuen Willkür von 1482 bestand der “Engere Rat” aus 12 Mitgliedern. Neben zwei Ratsmeistern (Bürgermeister) gab es den Weinmeister, den Bierherren, einen Fleischschätzer, einen Brotwäger, einen Korn- und einen Marktherrn.

Entdeckung des Salzes

Wie hat man in Halle den salzigen Quell entdeckt? Es hat ein Schwein vor Zeiten sich darin versteckt. Und kam heraus und war mit Salz kandiert. Das hat die Leute auf die Spur geführt. Aus Dankbarkeit legt man das Schwein Noch jetzt in Salz und pökelt’s ein. oder O sag, […]Weiterlesen »

Eremitage

Eine alte Gartenwirtschaft beim Packhof, die schon 1820 in Betrieb war. Um 1840 war die Pansesche Eremitage ein beliebter kaffeegarten, wo auch die halloren ihr Pfingstbier feierten. Um 1890 schloß die Gastwirtschaft ihre Pforten. (Quelle: Topographie oder Häuser und Straßengeschichte der Stadt Halle a.d. Saale, Bd. 2, Vorstädte, Dr. Siegmar […]Weiterlesen »

Erxleben, Dorothea Christiane

Dorothea Erxleben (1715-1762) war die erste Frau, die an der Hallischen Universität 1754 promovierte, obwohl ihr zuvor lange Zeit der Zugang zur Uni verwehrt wurde. Um dies zu Erreichen wandte sie sich erfolgreich an Friedrich dem Großen, der 1741 die Universität anwies Dorthea aufzunehmen. Dorothea Christiane Erxleben (1715-1762) Sie hatte […]Weiterlesen »

Erzbischof

Der Titel „Erz“ bedeutet so viel wie „Anfang“ oder „Führung“ im Sinne von „Ober“. Der Bischof ist wiederum der Aufseher. Damit ist der Erzbischof der „Oberaufseher“. Er kann diesen Titel vom Papst als Ehrentitel erhalten. Der Erzbischof kann den Titel auch als Leiter einer Kirchenprovinz, also einem Verband von Kirchenprovinzen […]Weiterlesen »

Erzbischof Ernst von Wettin

Erzbischof Ernst von Wettin (1455–1513) war seit seinem 12. Lebensjahr Administrator des Erzstifts, also der Landesherr). 1478 zog er in die Stadt Halle ein, beseitigte deren seit Jahrhunderten gewonnene Freiheit. Am 09.01.1479 verfügte er in einer Willkür, dass die Salzjunker (Pfänner) 25 % ihrer Thalgüter und 20 % ihres Vermögens […]Weiterlesen »

Erzbischof Günther von Schwarzburg

Graf Günther von Schwarzburg (1382 – 1445) wurde mit 21 Jahren 1403 Erzbischof. Da er infolge Geldmangels das Pallium* (es kostete 12.000 Gulden) nicht erhielt, verweigerte die Stadt Halle seine Huldigung. 1404 legte er sein Pallium vor und vereinbarte mit der Stadt, die Privilegien nicht anzutasten. Dafür beanspruchte er Kriegsdienste, […]Weiterlesen »

Erzbischof Johannes

Erzbischof Johannes wurde 1429 geboren. Er war Pfalzgraf vom Rhein,Herzog von Bayern und Enkel des deutschen Königs Ruprecht. Am 13. Dezember 1464 wurde er Nachfolger von Friedrich II. Halle verweigerte im nicht nur die Huldigung, sondern auch den Durchzug bis zur Burg Giebichenstein. Johannes musste einen großen Umweg bis zur Furth […]Weiterlesen »

Erzbischof Wichmann von Seeburg-Querfurt

Erzbischof Wichmann (1116 – 1192) errichtete das Augustinerchorherrenstift Moritzkloster und stattete es aus. Er förderte unter anderem die Städte Magdeburg und Halle. 1116 als zweiter Sohn Geros und Mathildes von Seeburg geboren, besuchte die Domschulen in Halberstadt und Paris. Er wurde Domherr und Propst von St. Paul in Magdeburg. 1136 Domherr […]Weiterlesen »

Erzbischöfe von Magdeburg

968                   Adelbertus (ein Mönch aus Trier) 968 – 982       Ochrich 982 – 1004     Giselarius 1004 – 1012    Wolhard 1012                  Daganus 1012 – 1013     Waltherus 1013 – 1024    Gero 1024 – 1051    Hunfried 1051 – 1063    Engelhard 1063 […]Weiterlesen »

Eselsbrunnen

Die Stampfbetonschale des Eselsbrunnens wurde von der Firma Karl Lingesleben 1906 angefertigt. Vorher stand dort ein Zinkkasten. Doch irgendwie fehlt noch die künstlerische Verzierung. Der hallesche Bildhauer Heinrich Keiling (1856 – 1940) gewann einen ausgeschriebenen Wettbewerb und schuf den Eselsbrunnen. Als Modell für den Jungen stand der dreizehnjährige Walter Hoffmann. […]Weiterlesen »

Eselsmühle

Die Eselsmühle gab es schon vor dem Bau Halle – Neustadts. Sie ist einer der beiden Mühlen in Halle. Die Zweite befindet sich in Lettin.Erbaut wurde die Mühle 1886/87.  In der späteren „Eselsmühle“ konnten drei Tonnen Schrot und zweieinhalb Tonnen Mehl pro Woche gemahlen werden, beliefert wurden damit die Bäcker […]Weiterlesen »

Eselsmühle

Die Mühle wurde 1887 errichtet. Sie ist wie die Lettiner Mühle ein Turmholländermühle. Sie diente Passendorf und Zscherben. Als sie ihre Funktion verlor, diente sie als Ausflugsort (Eröffnung 23. Juli 1969). Die Mahlsteine diente als Verzierung und bildeten auch Tischplatten. Nach der Frau des ehemaligen Besitzers Demuth, gab es vor […]Weiterlesen »

Fahnenschwenken

Das Fahnenschwenken ist ein Brauch, der oft bei Huldigungen der Landesherren gezeigt wurde. Dabei wird die Brüderschaftsfahne durch den Fähnrich nach einer bestimmten Melodie in rhythmischen Schwingungen geschwenkt, bis sich das schwere Seidentuch um den Fahnenschaft gewickelt hat. Der Fähnrich verharrt kurz, um es gleich wieder auszuwickeln. Zelebriert wird auch […]Weiterlesen »

Fährstraße

Den Namen erhielt die Straße folgerichtig von dem seit Jahrhunderten bekannten Fährbetrieb über die Saale, bevor eine Brücke entstand. Zu dieser Zeit war die Fährstraße eher ein unbefestigter Weg. Am Ausgang der Fährstraße befand sich Jahrhunderten eine Richtstätte für Kindesmörderinnen, an denen das Säcken praktiziert wurde.

Faule Witschke

Die faule Witschke war eine feuchte Senke, die nördlich der Ludwig-Wucherer-Straße vom Hasenberg kam und bis zum Paulus- bzw. Mühlenbergviertel lief. Sie wurde mit Geröll aus der Grube “Frohe Zukunft” 1875 verfüllt und fließt heute unterirdisch weiter.

Fehde

Im Mittelalter ist die Fehde eine tätliche Feindseligkeit oder Privatkrieg zwischen Einzelpersonen, Sippen oder Familien zur Durchsetzung von Rechtsansprüchen durch kämpferische Auseinandersetzung. Die Fehde diente  vom Mittelalter bis zur Frühen Neuzeit zur Regulierung von Rechtsbrüchen direkt zwischen Geschädigtem und Schädiger ohne Anrufung einer neutralen, dritten Instanz, insbesondere der ordentlichen Gerichtsbarkeit. […]Weiterlesen »

Fehm- und Räderstätte

Die ursprünglich Fehm- und Räderstätte für Hinrichtungen mit dem Rad und Hexenverbrennungen lag vor der Steintorvorstadt. Später wurde der Rabenstein zum Richtplatz am Riebeckplatz verlegt. Es war ein Raenplatz vor dem äußeren Steinthor. Bekannte Hinrichtungen waren die von: – Daniel Stirer, 1599, verbrennen wegen Brandstiftung an der Schneidemühle vor dem […]Weiterlesen »

Feldstraße

Der südwestliche Teil der Straße ging in die Bülow-, Kleist- und Kaiserstraße auf. Im nördlichen Teil befanden sich eine Abdeckerei und eine Gärtnerei.

Felsenburgkeller

Die Ausflugslokale „Felsenburgkeller” und „Felsenkeller “ entstanden die kurz hintereinander in unmittelbarer Nachbarschaft, weil die halleschen Brauereien Palmie’ und Bauer hier in die Porphyrhänge kühle Lagerstätten für ihren Gerstensaft eingesprengt hatten, der an Ort und Stelle natürlich auch ausgeschenkt werden sollte. 1855 wurde der Felsenburgkeller durch Ferdinand Palmie’ eröffnet. 1863 […]Weiterlesen »

Felsenkeller

Die Ausflugslokale „Felsenburgkeller” und „Felsenkeller “ entstanden die kurz hintereinander in unmittelbarer Nachbarschaft, weil die halleschen Brauereien Palmie’ und Bauer hier in die Porphyrhänge kühle Lagerstätten für ihren Gerstensaft eingesprengt hatten, der an Ort und Stelle natürlich auch ausgeschenkt werden sollte.

Felsenstraße

Die Felsenstraße biegt von der Rainstraße ab und läuft dann parallel zur Burgstraße. Vorher hieß sie aufgrund des felsigen Geländes Steinstraße. Da Halle schon eine Steinstraße hatte wurde nach der Eingemeindung daraus die Felsenstraße.

Feste und Bräuche der Halloren

Feste und Bräuche der Salzwirker Zappeltanz Fahnenschwenken Fischerstechen Rumpeltopf schlagen Pfingstbier und Sonnen Volksauszug zum Heiligbronnen (heute Gesundbrunnen), der “wundertätigen” Quelle Alte Volksfeiern Laternenfest am letzten Wochenende im August Nikolaustag am 06. Dezember Volksfeier am Luzientag am 13. Dezember (die Ratsmannen bzw. Pfänner traten zu einem Fest zusammen, in dessen […]Weiterlesen »

Festkleid

Das berühmte Festkleid der Halloren ist an die Mode aus dem 18. Jahrhundert angelehnt. Es entstand in Zeiten, in denen es zwar den Salzwirkern gut ging, jedoch die Wirtschaftslage sehr unsicher war (Inflationen). So legten die Salzwirker, nicht wie heute in Aktien, sondern in gutes Tuch und Schmuck, an. Diese […]Weiterlesen »

Feuerwehr Halle – Neustadt

Die Freiwillige Feuerwehr Halle-Neustadt (eigentlich Freiwillige Feuerwehr Passendorf) wurde am 16. Mai 1973 als Betriebsfeuerwehr des volkseigenen Betriebes Kommunale Gebäudewirtschaft gegründet. Sie ist damit die jüngste Freiwillige Feuerwehr der Stadt Halle (Saale). Erst im Jahr 1979 wurde die Betriebsfeuerwehr als öffentliche Feuerwehr anerkannt und erhielt den Namen Freiwillige Feuerwehr Halle-Neustadt. […]Weiterlesen »

Filme über Halle – Neustadt

Halle – Neustadt, Die Stadt der Chemiearbeiter (DEFA-Studio für Kurzfilme Babelsberg 1975), Youtube Stau jetzt geht es los, 1992, Vimeo Neustadt – Der Stand der Dinge, Link PlattenbauTV Halle-Neustadt 2004 Trailer, YouTube Hallesche Kometen (Spielfilm), 2006, Trailer YouTube „Zeit der Fische, Spielfilm, Wikipedia Das ist Halle-Neustadt, 2012, YouTube Alte Liebe […]Weiterlesen »

Finkenflucht

Die Finkenflucht befand sich im “Kleinen Schlamm” und wurde dort 1450 eingerichtet. 1466 war es dann wieder ein Privathaus und wurde das Eberhausen-Haus genannt. Junge Männer, die sich die Hörner oder anderes abstoßen mussten, nannte man bezeichnenderweise Finken. Die “Finken” oder “Gimpel” fingen sich die geschmückten Dirnen und gingen auf […]Weiterlesen »

Fischerstechen

Beim Brauch des Fischerstechens (heute wird es Wasserstechen genannt) der Halloren, der sich aus der Verbundenheit der Halloren zur Saale ergibt, beweisen die Halloren ihren Mut und ihren natürlichen Umgang mit dem Element Wasser. Schließlich besaßen sie auch das Privileg des Fischfangs von Schiepzig bis Röpzig. Dieses übernahmen sie von […]Weiterlesen »

Flamme der Revolution

Das Denkmal ist wohl nur noch alten Hallensern bekannt. Es steht in der Nähe des Postamtes, schräg gegenüber vom Gericht. Es wurde 1967 zum 50 Jahrestag der Oktoberrevolution in Russland für Aufmärsche von Herbert Müller errichtet und hiess, aufgrund seiner roten Farbe, da noch schlicht “Die Fahne”. 2004 wurde das […]Weiterlesen »

Fleischergasse

Die einstige Fleischergasse wird 1275 als “vleschoverstraße oder vleischstrasze” erwähnt. Später nannte man sie auch “Knochenhauerstrate”. Hier hatten die Rind- und Hammelschlächter ihr Domizil. Heute heißt die alte Straße Mittelstraße. Blick in die Fleischerstraße (Foto: Gottfried Riehm)  

Floß- oder Flößmeister

Der Floßmeister hatte mit seinen Knechten die Aufgabe, allen Unrat und die Asche, sowie Unbrauchbares mittels Floß auf den Strohhof zu bringen. Der Floßmeister hatte sechs Kähne, wo er den Unrat aus der Halle verbrachte und dann in gewissen Abstand in die Saale warf siehe auch Tätigkeiten im Thal

Flüsse durch Halle

Folgende Flüsse fließen durch Halle: Saale, Weiße Elster, Reide, Beesener Bach, die Steinlache, die kaelske, die Gerwische, der Sau- und der Haßgraben, der Rossgraben und die Götsche. Im Mittelalter waren es nur mehr kleine äche und Rinnsale, so zum Bspl. die faule Witschke.

Flutgasse

Die Flutgasse ist weder bei Olearius noch bei Dreyhaupt erwähnt. Schultze – Gallera vermutete, dass es sich um die Straße “Hoher Steg” oder “Hohe Stiege”, die Olearius erwähnt, handelt. Von altersher sollen wohl hohe Stiege zu der uralten Kapelle hochgeführt haben, besonders bei Hochwasser.  

Forster, Johann Reinhold

Nach der schulischen Ausbildung von Joahnn Reihold Forster im Joachimsthalschen Gymnasium in Berlin studierte der als „Weltumsegler”  berühmt gewordene Wissenschaftler von 1748 bis 1751 an der Halleschen Theologischen Fakultät. Im Anschluss bereiste Johann Reinhold Forster im Auftrag des Zaren die Kolonistengebiete an der Wolga, ehe er mit seinem Sohn Georg […]Weiterlesen »

Forstwerder

Auf alten Karten wird der Forstwerder noch als Saalwerder bezeichnet. Die Insel ist ca. 720 m lang und 180 m breit und mit ca. 80 ha recht klein. Die älteste Erwähnung stammt von 1371, indem sie den Herren des Rittergutes Trotha als Lehen zugesprochen wurde. Es war damals ein Jagdgelände. […]Weiterlesen »

Francke, August Hermann

August Hermann Francke (1663 – 1727) war Theologe und Pietist, Universitätsprofessor und Pädagoge. Er war der Gründer der “Glauchaschen Anstalten”, die später als “Francken’s Stiftungen” oder auch “Franckesche Stiftungen” als Mustereinrichtung der ‘Armenpflege’, der Schulbildung, der pietistischen Mission, der Verknüpfung sozialen und ökonomischen Engagements in Europa und der Welt einzigartig waren. […]Weiterlesen »

Franckesche Stiftungen

Die Franckeschen Stiftungen, gegründet 1695, bestanden zunächst nur aus einem Waisenhaus und einer Armenschule, bevor auf dem Gelände um die historischen Linden eine große Schulstadt entstehen konnte. Besonders für diese Zeit war das mehrgliedrige Schulsystem mit seinen neuen Lehrmethoden und den individuellen pädagogischen Betreuungsansätzen. Die Zeit um 1700 gestaltete sich […]Weiterlesen »

Franz, Robert

Der Robert-Franz-Ring wurde nach ihm benannt. Eigentlich hieß der spätere Organist, Musikdirektor und Komponist Robert Franz Julius Knauth (1815-1892). Der Name Knauth war in Halle durch die gleichnamige Hallorenfamilie weit verzweigt, so dass Verwechelungen an der Tagesordnung waren. Die Familie entschloß sich den Nachnamen Franz anzunehmen. Robert Franz erhilet ab […]Weiterlesen »

Franzosenstein

Der Franzosenstein, auch Menhir von Seeben, stammt wahrscheinlich aus der Jungsteinzeit. Angeblich soll hier ein frnzösicher Offizier begraben worden sein, der 1813 bei einem Gefecht in halle gefallen war.

Franzosenweg

Ursprünglich hiess der Franzosenweg Franzosenmauer. Er umzog die Gehöfte der Steintorvorstadt und der Schimmelstraße. Hier fanden 1813 Kämpfe der Franzosen gegen die anrückenden Preußen unter General von Bülow. Die Franzosen erlitten schwere Verlusteund wurden hier begraben.

Frauenbrunnen

Der Brunnen wurde von dem Hallenser Bildhauer Gerhard Lichtenfeld geschaffen und 1974 zum 10. Jahrestag der Grundsteinlegung der Neustadt eingeweiht.An der Gestaltung der Grünflächen und Wege war der Künstler ebenfalls beteiligt. Vier Bronze-Damen räkeln sich am Brunnenrand, das Wasserspiel mit ihren weiblichen Reizen. Die Figuren sind etwa 220 bis 250 […]Weiterlesen »

Freiraumgalerie

Das Viertel „hinterm Bahnhof“ (Landsberger Str.) ist eigentlich ein Industrieviertel. Nach 1989 war es durch großen Leerstand geprägt. Ab 2012 nutzten Künstler die großen Häuserflächen für ihre Graffittikust, die deutschlandweit Berühmtheit erlangte.

Freudenplan

Der Name des Freudenplans (einer der fünf Pläne Halles) stammt aus früheren Zeiten, als er eine Stätte des Leichtsinns, der Freude und auch der Wollust war. Der Name wird 1409 das erste Mal als “vroudenplan” erwähnt.  

Freylinghausen, Johann Anastasius

Johann Anastasius Freylinghausen, war der Nachfolger von August Hermann Francke und führte das Waisenhaus in Halle weiter. Er war ein bekannter Kirchenliederdichter und -sammler. 02. Dezember 1670 in Gandersheim geboren 1689 studierte in Jena 1691 reiste mit anderen Studenten nach Erfurt um Breithaupt und Francke kennen zulernen beschloss sein Studium […]Weiterlesen »

Freylinghausen, Johann Anastasius

Johann Anastasius Freylinghausen (1670-1739), der Weggefährte, Freund und Nachfolger August Hermann Franckes schloss seine Studien in Halle im Jahre 1693 ab und begann 1695 als Franckes Gehilfe an dessen Stiftungen in Glaucha zu wirken. Mit der Heirat seiner einzigen Tochter Johanna Sophia Anastasia im Jahre 1715 verband sich Johann Anastasius […]Weiterlesen »

Friedemann-Bach-Haus

Das Friedemann-Bach-Haus ist sehr alt und gehörte 1569 einer Familie Glaeser. Im Rahmen des Ausbaus und des besseren Schutzes sollte der gerade Weg über die Klausbrücke beseitigt werden. Der Ratsbaumeister empfahl dies 1569. Auf seiner Abrissliste stand auch das spätere Bach-Gebäude. Doch es blieb bestehen beim Umbau des Klaustores und […]Weiterlesen »

Friedemann-Bach-Platz

Der Friedemann-Bach-Platz ist für die meisten Menschen heute ein Parkplatz in der Innenstadt. Doch der Platz, der von zwei imposanten Gebäuden, der Moritzburg und dem Haus des Fachbereichs Physik der Martin-Luther-Universität begrenzt wird, hat eine reiche Geschichte: Vom 13. bis zum 15. Jahrhundert befand sich auf dem Gelände das sogenannte […]Weiterlesen »

Friedewirken

Das Friedewirken fand insbesondere zum Pfingstbierfest (10 Tage nach Pfingsten) der Halloren durch den Salzgrafen (oder Salzgräfe) statt. Der Text lautet: „So will ich denn hiermit von Gottes- und Obrigkeitswegen allen Denen, die allhier zum Pfingstbier vereinet, einen Frieden gewirket haben, daß niemand bei Leib- oder nach Befinden bei  Lebenstrafe […]Weiterlesen »

Friedewirken – Salzwirkerbrauch

Zu bestimmten feierlichen Anlässen, besonders beim Pfingstbier und vor Weihnachten bewirkte der Salzgraf mit dem Bornschreiber (Thalamts-Sekretär) Frieden, das heißt, die Halloren sollten weder zanken, raufen, schlagen noch Unfug treiben. Am 23. Dezember versammelte sich die Brüderschaft am Deutschen Brunnen (eine der vier Solequellen Halles). Der erste Kommissarius befragte nun […]Weiterlesen »

Friedhof der Marktkirche

Der alte Friedhof, der rund um die Marktkirche freigelegt wurde, war einer der spektakulärsten Funde der Archäologen. Die gefundenen Gebeine datierten somit aus jener Zeit, als die Kirchen St. Gertrud und St. Marien noch nicht zur heutigen Marktkirche umgebaut waren. Die meisten Skelette, insgesamt 334, stammen von Beisetzungen, die zwischen […]Weiterlesen »

Friedhof Halle-Neustadt

Als ab 1964 westlich der Stadt Halle der neue Stadtteil Halle-Neustadt erbaut wurde, war auch die Anlage eines neuen Friedhofs notwendig. Da durch die neu angelegte Stadt auch das Areal des Passendorfer Friedhofs beansprucht und geschlossen wurde, fand 1965 eine Umbettung der dort Begrabenen statt, an die ein Gedenkstein auf […]Weiterlesen »

Friedhofsteich

Der Friedhofsteich von Halle-Neustadt (auch Teich am Granauer Berg genannt) ist ein stehendes Gewässer im Westen der Stadt Halle (Saale). Er entstand in dem Tagebaurestloch der stillgelegten pfännerschaftlichen Braunkohlegrube „Alt-Zscherben“(vormals „Königlich-Preußische Braunkohlengrube bei Zscherben“), deren Kohle (ab 1876 mit der Pfännerschaftlichen Kohlebahn) hauptsächlich an die halleschen Salinen geliefert wurde. Der […]Weiterlesen »

Fritzengarten

Der Fritzengarten ging 1996 aus dem 1888 gebauten Cafe Barbarossa hervoer und ist auch Stammsitz des Gesangsverein Fredericiana. (Foto: Catatine, Wikipedia)

Frohe Zukunft

Nördlich von Halle liegt der Stadtteil “Frohe Zukunft”. Im Mittelalter gab es hier das untergegangene Dorf Hordorf. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts baute man in der Gegend Braunkohle ab, so hier in der Grube Frohe Zukunft, nach der später das Stadtviertel benannt wurde. Die Grube wurde 1845  nordöstlich vom […]Weiterlesen »

Fronsole

Die Fronsole ist die Sole, die nicht für den Handel bestimmt ist. Sie wird strengstens durch die Vorsteher kontrolliert und bei den Bornschreibern abgerechnet. Die Fronsole wurde zur Bezahlung der Beamten und Arbeiter und zur Erhaltung der öffentlichen Gebäude des Thales, sowie der Gerätschaften usw. verwendet. Auf dem Markt wurde […]Weiterlesen »

Fürst

Die Fürsten bildeten die oberste Schicht des mittelalterlichen Adels; aus ihrer Mitte wurde der König gewählt. Ein Fürst ist – im allgemeinsten Sinne – ein an der Spitze eines politischen Verbandes stehender Mann (lateinisch »princeps«). Neben den weltlichen Fürsten, den Herzögen, Landgrafen, Markgrafen (Graf) et cetera standen im Mittelalter geistliche […]Weiterlesen »

Fürstengarten

Der Fürstengarten (Fürstenthal) des Herzogs August lag gegenüber der Moritzburg und zog sich bis gegenüber der Neuen Residenz hin.. Man kam über eine Brücke (1788 abgerissen) von der Residenz zu ihm. 1532 hatte schon Hans von Schenitz hier einen Lustgarten mit Irrgarten anlegen lassen, wo Kardinal Albrecht über eine Brücke […]Weiterlesen »

Fürstenstuhl

In der Domkirche befindet sich der kunstvoll ausgestattete Fürstenstuhl. Herzog August von Sachsen wurde 1642 Administrator des Erzstifts Magdeburg und stiftete dem Dom 1648 eine Kirchenstube, dem sogenannte “Fürstenstuhl”.  

Futterer

Die Futterer als Berufsstand gab es nur in Halle und in Erfurt. Ihr Handel drehte sich im weitesten Sinne auch um das Salz, allerdings um den Transport desselben. So besorgten sie Wagenschmiere, Teer, Stroh und anderes Futter für die Pferde und kümmerten sich um die Instandhaltung der Wagen.

Gabelsberger Straße

Vor dem 19. Jahrhundert gab es hier eine Große und eine Kleine Breitenstraße. (Breite war eine in Halle übliche Geländebezeichnung). 1900 wurde daraus die Gabelsbergerstraße. Den Namen belam sie vom Erfinder der Stenografie Franz Xaver Gabelsberger (1789-1849).  

Gaben der Völker

Irmela und Martin Hadelich haben das Kunstwerk 1968 geschaffen. Es befand sich beim Gastronom an einer langen Wand. 2001 wurde das Werk bei Umbaumaassnahmen zerteilt. Das zweite Mosaik heißt nun „Die Erde hat genug Brot für alle“. (Fotos: Michael Waldow, MSW-Welten)

Galerie im Grünen

Die Galerie im Grünen ist ein Fußgängerweg (entstanden in den 80er Jahren), der von der Hallorenstraße zum Tulpenbrunnen führt. An diesem Fußweg sind vier Skulpturen aufgestellt. Sie ist reizvoll gelegen und wurde mit Urban 21 Mitteln 2010 neu gestaltet. 2010 fand hier auch ein Kunstsymposium statt, bei der temporäre Kunstwerke, […]Weiterlesen »

Galgenberg

Der Galgenberg (auch Galgberg) war neben dem Röderberg die Gerichtsstätte der Burg Giebichenstein  Hier wurde auch Hans von Schönitz hingerichtet. Der Galgen befand sich bis 1798 hier. Daneben gibt es noch den Kleinen Galgenberg, der früher wegen seiner Warte auch Wartberg genannt wurde. Der große Galgenberg ist 139 m und […]Weiterlesen »

Galgstraße

Die Galgstraße (Leipziger Straße, Klement Gottwald-Straße zu DDR-Zeiten) war eine der wichtigsten Heer- und Handelsstraßen in Halle. Sie führte von Halle in Richtung Leipzig. Allerdings wurden über diese Straße auch Verurteilte zum Galgen auf dem Riebeckplatz geführt, daher der Straßenname. 1827 wurde die Straße in Leipziger Straße umbenannt. Nach Recherchen […]Weiterlesen »

Galgtor

Das Galgtor (Leipziger Turm) war der steinerne Durchlass des Galgtorturmes. Das Tor wurde 1573 neu gebaut. Ursprünglich war das Tor davor aus Holz, das nach 1100 erbaut wurde. Durch das Tor zog der Große Kurfürst 1694 zur Einweihung der Universität. 1813 ritt York mit seinem siegreichen Korps nach der Schlacht […]Weiterlesen »

Galgtorvorplatz

Auf dem Galgtorvorplatz (heutiger Riebeckplatz) befand sich seit ca. 1100 der Galgen der Stadt, der im Rahmen der Stadtbefestigung hierher verlegt worden war. Auch schon in dieser Zeit war er Verkehrsknotenpunkt, da hier die Leipziger Heerstraße, der Magdeburger Weg, die Reideburger Str. und der Merseburger Weg aufeinandertrafen. 1698 wurde anstelle […]Weiterlesen »

Gänsebrunnen

Auf dem Kröllwitzer Kirchplatz wurde der Gänsebrunnen von Professor Weidanz.               Professor Weidanz von der Kunsthochschule Giebichenstein ziusiliert den Gänsebrunnen. (Foto: Giegold-Schiller)

Garküchen

Hinter dem Kaufhaus (Domus mercatorium) zwischen der heutigen Markthäuserreihe, zwischen Schmeerstraße und Schülershof bauten sich die Garküchen oder Garbuden auf. Es waren leichtgebaute Verkaufsbuden, unten auf Steinen fundamentiert, mit Holzdächern und Herden im Inneren. Sie standen wegen der Feuergefahr getrennt voneinander. Daran schlossen sich die Lederkrame an, sodass zur Schmeerstraße […]Weiterlesen »

Gasometer und Planetarium

Auf dem Holzplatz liegt das Areal der ehemaligen Gasanstalt von Halle mit dem Gasometer. Es wurde von 1889-1905 erbaut und war als städtisches Gaswerl bis 1972 im Betrieb. Mit dem Gaswerk konnten fortan 2500 Haushalte und 50 Gewerbebetriebe versorgt werden. 1912/13 wurde das Werk erstmalig grundlegend umgebaut und mit neuen […]Weiterlesen »

Gastarbeiter in Halle-Neustadt

Gastarbeiter arbeiteten auch in Halle-Neustadt und halfen beim Aufbau. Ihre Arbeitsverträge waren befristet. Familien durften sie nicht mitnehmen. Sie lebten in Wohnheimen und verbrauchten keine Wohneinheiten.

Gasthof “Goldene Rose”

Der Gasthof “Goldene Rose” gehört zu den ältesten der Stadt und wird erstmals urkundlich 1479 erwähnt (czur guldnen rosen) in der Rannischen Straße 19 (ehemals Nr. 539). Es soll aber angeblich schon seit 1300 existiert haben. Gastwirt war Cyriakus Eckhardt, ein Anhänger der Demokraten (Popolaren), die zu den Feinden der […]Weiterlesen »

Gasthof “Goldener Pflug”

Der Gasthof “Goldener Pflug” (heute Nr. 27) bestand noch zu Schultze-Galléras Zeiten und wurde im Jahr 1605 erbaut. Der Gasthof war der langjährige Stammsitz einer Burschenschaft “Alemannia”. Der “Goldene Pflug” mit der Salzmagd Ketlin in der Straße “Alter Markt” (Collage: Michael Waldow, MSW-Welten)

Gasthof “Goldener Ring”

Der Gasthof “Goldener Ring” wird das erste Mal 1412, im Todesjahr des hingerichteten Salzgrafen Hans von Hedersleben, erwähnt (z dem güldynen rynge), der auch Besitzer des Hauses war. 1479 war er im Besitz des Goldschmiedemeisters Peter Baltzer, der zu den Gegnern der Halleschen Pfänner gehörte und durch sein Komplott mit den […]Weiterlesen »

Gasthof “Goldenes Herz”

1712 eröffnete der Gastwirt Andreas Hertzberg (wahrscheinlich aus Könnern zugereist) die Gaststätte “Goldenes Herz” mit nach Norden angrenzenden Stallungen, die ein eigenes Geviert bildeten. Rasch gedieh der Gasthof, der vor dem Klaustor lag und den Fuhrleuten, die über die heutige Mansfelder Straße ihren Weg sich nach Westen über die “Hohe […]Weiterlesen »

Gasthof “Grüne Tanne”

Die grüne Tanne war ein Auspannhof seit dem 16. Jahrhundert. Landwirte und Fuhrleute, die aus dem Mansfeldischen kamen nutzten ihn. Der Name kam von einer Tanne, die vor dem Gehöft oder im Hof des Gebäudes stand.         Grüne Tanne (Foto: unbekannt)  

Gasthof “Grüner Helm”

Der “Grüne Helm” verdankt seinen Namen dem Ritterhelm aus Stein, der über seiner Haustür angebracht war. Seine Hintergebäude mündeten am schmutzigsten Winkel der Halle, wo 1412 Hans von Hedersleben verbrannt wurde. An dieser Stelle (wo die Neubauhäuser sind) trafen die Meteritzstraße und die Ritterstraße aufeinander. Dort stand der „Grüne Helm“. […]Weiterlesen »

Gasthof “Grüner Hof”

Ein geschichtsträchtiger und verruchter Ort war der Gasthof “Grüner Hof”. Erzbischof Sigismund (1554 – 1566) schenkte das einstige Wirtschaftsgebäude oder Vorwerk seiner Geliebten, die ihm zwei Kinder geboren hatte. Sie bekam vom Rat der Stadt auch bis zu ihrem Tod alle städtischen Abgaben erlassen. Sie wurde als “grüne Frau” bekannt und […]Weiterlesen »

Gasthof “Jagdschiff”

Das “Jagdschiff” lag zwischen Herrenstraße und Schwarzer Brücke auf dem Strohhof (Nr. 2044) und wurde bis 1732 vom Gastwirt Müller für nur 60 Taler gepachtet. Neben dem Hof war auch ein Garten. 1755 wurden 520 Reichstaler geboten (1 Reichstaler entsprach 1,75 Gulden.  Ein Gulden war nach heutigem Maßstab etwa 30 – 40 […]Weiterlesen »

Gasthof “Raubschiff”

Das “Raubschiff” oder auch Glücksschiff war eine üble Spelunke des 17. Jahrhunderts in Glaucha. In Glaucha wurde in 37 Häusern (von 200) Branntwein und Bier ausgeschenkt. Francke kaufte das Haus für 1706 für 1000 Taler auf und gliederte es in die Franckeschen Stiftungen ein. Es sollte ein Damenstift werden. Heute […]Weiterlesen »

Gasthof “Rotes Ross”

Das rote Ross ist der älteste Ausspannhof der Galgtorvorstadt gewesen. Es wurde vornehmlich von reichen Landwirten besucht. Dreyhaupt erwähnte ihn 1750. 1911 wurde der Gasthof neu gebaut.           Rotes Ross (Foto: unbekannt)

Gasthof “Zu den Drei Königen”

Im 16. Jahrhundert ist “Zu den Drei Königen” ein Ausspannhof in der Kleinen Ulrichstraße (36), das aus einem romanischen Wohnturm hervorgegangen ist. Die Heiligen Drei Könige sind Schutzpatrone der Reisenden. Heute steht dort ein barocker Neubau, der das Renaissancegebäude ersetzte. Um 1584 fand das ehemalige Weinhaus eine erste Erwähnung, da […]Weiterlesen »

Gasthof “Zu den drei Schwänen”

Der sehr alte Gasthof “Zu den drei Schwänen”, auch “Zu den drei goldenen Schwänen”, in der Rannischen Straße 15 (ehemals Nr. 585). Der Ortschronist Dreyhaupt nennt ihn 1750 schon jahrhundertealt. Er war 1880 noch in Betrieb. Im Gasthof verkehrten meist Salzgäste und Salzfuhrleute. Der Gasthof besaß Vorder- und zwei Seitengebäude, […]Weiterlesen »

Gasthof “Zum Alten Dessauer”

Das Gast- und Speisehaus „ Zum alten Dessauer ”stand in der Großen Ulrichstraße, wo die Spiegelstraße beginnt. Heute ist dort ein großes Haus mit einer Modebotique, die aus der Firma Assmann hervorging. Seinen Namen hatte es von Fürst Leopold I von Anhalt Dessau (1676-1747 ), der ab 1695 das fürstlich […]Weiterlesen »

Gasthof “Zum blauen Hecht”

Der Gasthof lag gleich neben dem Gasthof “Zum Bären”. 1605 wurde der Juwelier von dem angesehenen Pfänner Friedrich Kersten ermordet und zerstückelt. Der Mörder wurde am 02.08.1605 hingerichtet.  Im Stall des Hofes soll zur Tatzeit das Pferd des Juweliers mit den Füßen aufgestampft und Schaum vor dem Maul gehabt haben. […]Weiterlesen »

Gasthof “Zum goldenen Adler”

Der Gasthof “Zum goldenen Adler” lag an der Nordhälfte des Haupthauses der Franckeschen Stiftungen. Francke kaufte den Gasthof nebst Hof, Garten und Wirtschaftsgebäuden am 06.04.1698 als erstes Stück für das Gelände der Stiftungen. Im Hauptgebäude wurden zunächst 71 Knaben untergebracht, die bis dato in der “Goldenen Krone” wohnten, 30 Mädchen […]Weiterlesen »

Gasthof “Zum goldenen Arm”

Der Gasthof “Zum Goldenen Arm” lag in der Großen Ulrichstraße. Er brannte am 13.03.1645 nieder. Fast ein Jahr später ereilte den aufgebauten Gasthof am 13.02.1646 noch einmal dieses Schicksal. 1681 kam die Pest von Eisleben und infizierte als erstes die Menschen im “Goldenen Arm”. Der Gasthof hatte einen großen Hofraum, […]Weiterlesen »

Gasthof “Zum goldenen Löwen”

Der Gasthof war der Vorgängerbau des Cafes Hohenzollern auf dem Neumarkt in der Geiststraße und wurde 1699 bereits erwähnt, da sich damals dort ein Soldat und ein Jude wegen Diebstahls versteckten. (Sie wurden gefasst und der Soldat durch das Schwert gerichtet). 1898 wurde das haus für das heutige Gebäude abgerissen.

Gasthof “Zum goldenen Rad”

Die umgebaute Michaeliskirche wurde zum Gasthof “Zum goldenen Rad”, wohl abgeleitet vom Ritter vom Rade, der einst hier einen Ritterhof hatte. 1906 wurde die Kapelle endgültig abgerissen und macht einem Mietshaus Platz.

Gasthof “Zum Goldenen Schlösschen”

Der Gasthof ist ein spätgotisches dreigeschossiges Traufenhaus (traufständig, wenn die Giebel von der Straße abgewandt sind), der 1412 schon erwähnt wird. Die Altarleute von den vier Kirchen der Stadt (St. Marien, St. Gertruden, St. Ulrich und St. Moritz) hatten eineinhalb Mark am Haus zu verdienen. 1471 wird das Haus neu […]Weiterlesen »

Gasthof “Zum Mohr”

Der Gasthof “Zum Mohr” war bis 2022 der älteste noch in Betrieb befindliche Gasthof der Stadt Halle (Saale) und gehört zu den Kulturdenkmälern der Stadt. 1536 wird der Gasthof als “Zum schwarzen Mohren” das erste Mal erwähnt. Namensgeber ist der Hl. Mauritius (ein “Mohr”), Schutzpatron des Bistums Magdeburg. 1441 gab […]Weiterlesen »

Gasthof “Zum preußischen Adler”

Ehemaliges Barockhaus 1675 in der Kleinen Ulrichstraße erbaut von dem Jägermeister Hönicke. Es war zwei Stockwerke hoch und hatte einen dreistöckigen Mittelbau mit einem spitzen Giebel.. Der Gasthof war von allen bürgerlichen Lasten (Steuern) befreit und durfte Bier und Wein frei ausschenken. Es unterstand der Regierung in Magdeburg. Es hatte […]Weiterlesen »

Gasthof “Zum Schwarzen Bären”

Der Gasthof “Zum schwarzen Bären” war in der Bärgasse hinter dem “Schlösschen”. 1453 vererbte die Witwe eines Patriziers den “Schwarzen Bären”. 1657 fällt der ursprüngliche Bau des Bären, wie auch weitere 22 Häuser auf dem Hallmarkt einem Großbrand zum Opfer. 1853 wurde der Gasthof noch zu den besseren Gasthäusern in […]Weiterlesen »

Gasthof “Zur goldenen Gans”

Dreyhaupt nennt den Gasthof 1750, mehrere Jahrhunderte alt. Zu seinen Zeiten war der Gasthof meist von Salzgästen und Salzfuhrleuten besucht. !538 besaß DR. Johannes Krause den Gasthof. 1566 kam es zu einem schweren Unfall, als sich jemand mit dem Pferd zu Tode stürzte. 1579 wurde ein Hausknecht mit einem Stein […]Weiterlesen »

Gasthof „Zu den drei Kronen“

1540 wurde das Patrizierhaus (Alter Markt 7) der Renaissance von Kunz Wachsmut errichtet. Später wurde es ein angesehener Gasthof (1730 so erwähnt) . 1786 gab es dort 16 Stuben, 17 Kammern, 2 Schuppen und 4 große Ställe. Heute ist es wieder ein Wohnhaus. Markant ist sein halber Giebelbogen, was die […]Weiterlesen »

Gaststätte “Altenburger Hof”

Der Altenburger Hof wurde am 03. April 1886 eröffnet und befand sich beim späteren Eselsbrunnen im Erdgeschoß der einstigen umgebauten Michaeliskapelle. Ein halber Liter Bier kostet dunkel oder hel 15 Pfennige. Das Restaurant war bei den Bürgern schnell beliebt und auch die Presse war des Lobes voll. 1905 erfolgte ein […]Weiterlesen »

Gaststätte “Bernhardyhalle”

Die Bernhardyhalle war eine typische Eckkneipe an der Thomasiusstraße, Ecke Bernharystraße. Das Restaurant wurde 1893 eröffnet und nach einem halleschen Gelehrten benannt. Gottfried Bernhardy lebte von 1800 – 1875 und war Dr. der Philologie und Direktor der Fachrichtung an der halleschen Universität. Da er Jude war wurde die bernhardystr. 1938 […]Weiterlesen »

Gaststätte “Gastronom”

Die Gaststätte Gastronom in Halle-Neustadt hatte die längste Bar in der DDR und bot 478 Plätze an. Damit war sie die größte Gaststätte in Halle Neustadt. Sie befand sich im WK I, das heute noch seinen Namen nach dieser Gaststätte hat. (Foto: Werner Heldge)  

Gaststätte “Güldene Kette”

Die “Güldene Kette” befand sich Am Markt 11 und hatte einst ein steinernes Wahrzeichen mit einem als Kranz gewundene Kette. 1967 ging es beim Abriss des Gebäudes verloren. In vergangenen Zeiten galt es in Halle als Hochzeitshaus. Dort erließ der Rat der Stadt auch eine Hochzeitsverordnung, die den Verlauf, die […]Weiterlesen »

Gaststätte “Jambol”

Die Gaststätte „Jambol“ (bulgarische Stadt) hatte zu DDR Zeiten 76 Plätze und befand sich in der Unstrutstraße 13. Nach der Wende wechselten die Besitzer und das Restaurant wurde „Zum Rennbahnkreuz“ genannt. Heute gibt es dort keine Gastronomie mehr.  

Gaststätte “Sankt Nikolaus”

Das Gebäude wurde von der Rauchfuß-Brauerei als “Vereinshaus St. Nikolaus” 1918 errichtet.  In der Nachbarschaft befand sich einst die Kapelle “St. Nikolaus”. Vorher gab es der Stelle des neugebauten Gebäudes die sogenannte Gaststätte “Eiskeller”.  Eröffnung wurde die Gaststätte mit dem Namen “Gildenhaus St. Nikolaus”. Links vom Eingang steht die Figur […]Weiterlesen »

Gaststätte “Zu den fünf Türmen”

Am 16. Mai 1909 Hermann Kahl in seinem Grundstück Ludwig – Wucherer – Straße 73 a, Ecke Schillerstraße Restaurant mit dem Namen Café Kahl. Er war auch bekannt als Besitzer, von Grüns Weinrestaurant und dem Etablissement „Wintergarten”. Ende 1912 war  nannte der neue Besitzer Franz Friedrich Besitzer das Cafe in […]Weiterlesen »

Gaststätte “Zum Freischütz”

Die Gaststätte “Zum Freischütz” hatte ihr Dimizil in der “Kleinen Ulrich 28. Str. Es bot im 19. Jahrhundert einige Spezialitäten an, wie Giebichensteiner Champagnerbier oder Nürnberger Bier. Ab 1887 führte der damalige Wirt Stammmahlzeiten ein, die aus Fühstück, Mittag und Abendbrot bestanden, dazu gab es Weissbier oder Lagerbiere. Ab 1910 […]Weiterlesen »

Gaststätte “Zum Würzburger”

Das Haus, indem sich der Würzburger befindet wurde 1900 vom Bauunternehmer Straube gebaut an der Ecke Hallorenring-Kellnerstraße. Im Erdgeschoß eröffnete im gleichen Jahr eine Eckkneipe. Der Gastwirt Hoffmann schloß einen Schankvertrag mit einer großen Brauerei in Würzburg ab und erhielt das alleinige Recht “Würzburger Bürgerbräu” zu verkaufen. Passend zum Bier […]Weiterlesen »

Gaststätte “Zur goldenen Egge”

Die “Goldene Egge” war ein Gasthof auf den Pulverweiden. Sie wurde 1793 gebaut und war eine gut besuchte Wirtschaft. 1918 wurde sie abgerissen. Den Namen erhielt es von dem Wappen des Klosters Neuwerk, das auf blauem Grund eine goldene Egge zeigt. Die Pulverweiden waren ehemaliger Grundbesitz des Klosters. Historische Lithografie […]Weiterlesen »

Gaststätte Lucullus

Die Gaststätte „Lukullus“ in der Lessingstraße war zu DDR–Zeiten ein Begriff. Lucullus war ein römischer Senator und Feldherr und bekannt für seinen Reichtum und seine ausgedehnten Gastmähler. Heute ist es ein griechisches Restaurant mit dem Namen „Dionysos“ und wird seit 1998 betrieben.

Gaststätten in Halle-Neustadt

1984 gab es in Halle – Neustadt 25 Objekte mit 3110 Plätzen. WK   Gaststätte                                                   Plätze 1       HOG „Gastronom“                                         478 1       HOG „Piratennest“                                         104 2       HOG „BAZ“                                                     240 2       HOG „Treff“                                                    312 2       HOG Klubhaus „Johannes R. Becher“      100 3       HOG „Zum […]Weiterlesen »

Gaststuben

Es gab in Halle sehr viele Gaststätten und Gaststuben. Die “Goldene Rose”, der “Goldene Ring”, “Der schwarze Bär” und der “Blaue Hecht” waren Gaststätten ersten Ranges. Es gab aber auch genug Gaststuben, die kaum oder wenig Ausstattung hatten oder gar Schlimmeres waren, wie zum Beispiel “Das Raubschiff”. Es gab aber […]Weiterlesen »

Gau

Der Gau ist ein Begriff für Region, Landschaft oder Verwaltungseinheit. Halle und insbesondere die Burg Giebichenstein gehörten zum Gau Neletici im 10. Jahrhundert.

Gau Neletici

Der Gau Neletici (Neletici) wurde im 10. Jahrhundert geschaffen. Otto I. (936 – 973) teilte die vom Heiligen Römischen Reich eroberten slawischen Gebiete in Gaue ein. Der ehemalige Saalekreis umfasste zwei sorbische Gaue, Nudzici und Neletici. Die Namen wurden aus den Orten Neutz bei Wettin und Nehlitz gebildet. Östlich des […]Weiterlesen »

Geiststraße

Die ersten Spuren der Geiststraße gab es schon um 1400. Ursprünglich war sie eine Abzweigung der Magdeburger Straße. Ein Ritterhof der Herren von Ostrau gab es an der Straße in Höhe der Thaliapassage.               Blick in die Geiststraße (Foto: Michael Waldow)

Geisttor

Das Geisttor wurde auch Heilig-Geist-Tor genannt und 1870 abgerissen. Es befand sich in Neumarkt in der Nähe des St. Antonius Hospitals. Es war eins der fünf Tore Neumarkts.

Genzmer Brücke

Die Genzmer Brücke aus dem Jahre 1904 ist eine Eisenfachwerkbrücke, welche den Stadtteil Glaucha mit den Pulverweiden verbindet. Die Brücke wurde nach dem ehemaligen Stadtbaurat Ewald Genzmer benannt und gilt mit ihren 67 m Länge als schönes bautechnisches Denkmal. Jedes Jahr im Septmber findet das Brückenfest, organisiert vom WUK Theater, […]Weiterlesen »

Genzmer, Ewald

Ewald Genzmer war von 1892-1904 Stadtbaurat in Halle (Saale). An dem Schreibtisch von Ewald Genzmer (1856-1932) entstand auch der Wasserturm Nord. Nach 1904 arbeitet er in Danzig und später in Dresden, wo er verstarb. Genzmer war Mitglied der Freimaurerloge zu den „Drei Degen“. Seine letzte Ruhestätte befindet sich deshalb auch […]Weiterlesen »

Geografie von Halle-Neustadt

Gesamtfläche: 979,2 ha Stadtviertel: Nördliche Neustadt  211,2 ha Südliche Neustadt    238,8 ha Westliche Neustadt  236,6 ha Gewerbegebiet          292,5 ha Die Neustadt hat in ihrer eine Ost-West-Ausdehnung eine Länge von 5,6 km. In Nord-Süd-Richtung erstreckt sie sich über 3,4 km. Der Granauer Berg am westlichen Ende der Neustadt ist mit 133,4 […]Weiterlesen »

Georg-Cantor-Straße

1874 wurde der Straßenzug neuangelegt und erhielt den Namen Henriettenstraße. Dort befand sich die “Kinderbewahranstalt” des Neumarktes als vierte Einrichtung dieser Art. Weiterhin entstanden hier zwei- bis dreistöckige Mietshäuser. 1975 wurde die Straße in Georg-Cantor-Straße, einem Mathematiker (1845-1918) , der die Mengenlehre populär machte. Er wohnte aber in der Händelstraße.

Georg-Schuhmann-Platz

In früheren Zeiten hieß der Platz noch Königsplatz. Unter dedes späteren Platz der SA (heute Georg-Schumann-Platz) befand sich zu NS-Zeiten Halles größter Luftschutzbunker. 1950 hieß der Platz noch Stresemannplatz. Nach 1950 bekam er den Namen Georg-Schuhmann-Platz. Otto Anton Georg Schumann (1886-1945) war ein deutscher Kommunist und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.

Gerbersaale

Die Gerbersaale oder auch Hallsaale oder Kärwesaale (von den Halloren so genannte wegen dem Kärwegalgen) war einer von ursprünglich 7 Nebenarmen der Saale und nahm ihren Anfang am südlichen Teil des Ratswerders (Paradies). Heute markiert die Villa Ulrich diese Einmündung. Der Weg führt durch Glaucha, unter der Moritzbrücke hindurch, vorbei […]Weiterlesen »

Gerenthe

Die Gerenthe sind die Einkünfte der Hallknechte. Sie erhielten sie später auch als Pension, mit denen sie Arbeiter einstellten, die später zu Hallknechten (Gerenthnern) befördert wurden. Die Hall- oder Bornknechte sind Leute aus der Stadt und gehören nicht zur Salzsiedebevölkerung. Durch die Gerenthe waren sie aber eng an die Salzsiederei […]Weiterlesen »

Gerichtsbarkeit im Thal

Die Halle hatte ihre eigene Gerichtsbarkeit, auf die die Gerichtsbarkeit des Berges nicht zugreifen konnte. Das Thalamt war der Ort und wurde auch Thalgerichtsamt genannt. Der Gerichtsbezirk war durch Grenzsteine gekennzeichnet, die alle 10 Jahre kontrolliert werden sollten. “Am Roten Kuckuck”, eine Kothe, wurden die Enthauptungen vollzogen, die Erhängungen fanden […]Weiterlesen »

Gerichtsbarkeit in Halle

Es gab in Halle verschiedene Gerichtsbarkeiten, so das Burggrafengericht, das Schultheißen- oder Berggericht und das Thalgericht. Die weltliche Gerichtsbarkeit für Halle lag beim Erzbischof, der dieses Amt auf seinen Burggrafen übertrug. Der Schultheiß wirkte als Stellvertreter für den Burggrafen und schlichtete regelmäßig die kleineren Händel in der Stadt. In späterer […]Weiterlesen »

Gerichtsstätten

Gerichtsstätten ohne das Thal ein gemeindliches Untergericht (Gericht der Gemeinde) durch den Schultheißen auf dem Neumarkt. Die Stelle wird “bei den Dingbänken” genannt. Es wird 1276 erwähnt. das Obergericht des Gaus und des Amtsbezirks Giebichenstein auf der Unterburgbrücke durch den Burggrafen, später Vogt und Burghauptmann das städtische Hochgericht außerhalb der […]Weiterlesen »

Gertraudenfriedhof

Von 1902 bis 1912 erwarb die Stadt nach und nach das Gelände. 1913 wurde das Friedhofsgelände drainiert und man baute die Verwaltungshäuser, Leichenkammer und das Krematorium. Eine Umfassungsmauer wird ebenfalls gebaut. Am 13.09.1914 wird der Friedhof eingeweiht. Bestattet wurde an diesem Tag ein tödlich verwundeter Franzose. Östlich vom Haupteingang wurde […]Weiterlesen »

Gertrudenkirche

Zu der ehemaligen Gertrudenkirche oder Gertraudenkirche gehört das westliche Turmpaar, das leicht schief steht. Die Ursache ist in der tektonischen Störung zu suchen, die den Marktplatz quert und Halle das kostbare Salz gab. 1529 wurde das Langhaus abgebrochen und in den darauffolgenden Jahren mit den Türmen der Marienkirche verbunden. Die […]Weiterlesen »

Geschäftshaus Pottel-Broskowski

Auf dem Gelände des ehemaligen Ulrichstores, das 1828 abgerissen wurde entstand 1897 das Jugendstilhaus. Eigentümer war das Architekturbüro Knoch&Kallmeyer. Die Firma Pottel-Broskowski eröffnete im Erdgeschoss ihre Delikatessen-, Wein-, Liqueur-, Conserven- und Kaffeehandlung.           (Foto: Michael Waldow, MSW-Welten)

Gesenius, Wilhelm

Wilhelm Gesenius (1786-1842) war ab 1810 als ordentlicher Professor in Halle. Neben theologischen Vorlesungen, speziell zur Erklärung alttestamentalischer Bücher, wandte er sich der Sprachenforschung zu. Er veröffentlichte u.a. ein “Hebräisch-Deutsches Handwörterbuch über das Alte Testament”, eine “Hebräische Grammatik” und das “Hebräische Lesebuch”; geb.in der freien Reichsstadt Nordhausen. Die Geseniusstraße erinnert […]Weiterlesen »

Gesundbrunnen

Der Gesundbrunnen lag einst mitten im Felde bei der Einmündung der Steubenstraße in die Kantstraße, eine kleine Oase, von alten Akazien beschattet, an einem Spielplatz mit Kastanien bepflanzt und von Jelängerjeliebergebüsch umgeben. Die Quelle des berühmten Brunnens war seit dem frühesten Mittelalter bekannt, sie kam südwärts von höhergelegenem Terrain, trat […]Weiterlesen »

Giebichensteiner Pfarrgarten

Bis 1905 war das Gelände der Kohlschütter- , Mozart und Adolfstraße weites Ackerland, dass bis zur Triftstraße sich ausdehnte. Die Stadt kaufte diesen Acker auf.

Giebichensteiner Straße

Die Giebichensteiner Straße bekam erst 1900 ihren Namen. Vorher hieß sie Uferstraße und davor Saalweg. Im Mittelalter zog sich von der Burg aufwärts bis zum „Felsenkeller“ ein stattlicher Eichenwald. Die Porphyrberge gingen bis an die Saale vor. Dort gab es bei der Lehmannschen Villa auch einen Steinbruch.

Gimritzer Damm

Der Gimritzer Damm entstand in den 30-er Jahren und wurde von der Hochwasserkatastrophe 2013 überrascht. Nur unter großen Mühen gelang es den Einsatzkräften den Kollaps zu verhindern, der weite Teile Halle-Neustadts überflutet hätte. Danach dauerte es noch bis 2019 bevor nach endlosen Querelen und Behördenstreitigkeiten ein neuer Damm gebaut werden […]Weiterlesen »

Glaucha

Der Ort Glaucha geht auf eine slawische Siedlung des 7./8. Jahrhunderts zurück. Er entwickelte sich bis 1390 aus mehreren Siedlungszellen (Ober-, Unterglaucha, Klitzschendorf, Adelssitze am Steinweg) zu einem ummauerten Flecken. 1525 wird die Stadt als Glouch (abgeleitet von Luch, Lugk oder Lauch) bezeichnet, was so viel wie sumpfiges Land bedeutete. […]Weiterlesen »

Glocken des Roten Turms

Insgesamt sind im Turm 81 Glocken eingebaut. Die erste Glocke kam 1460 in den “Neuen Turm” (Name bevor er Roter Turm wurde) mit einem Gewicht von 35 Tonnen und einem Durchmesser von 1,59 m (Umfang fast 5 m). Die Umschrift lautete. “Diese Glocke ertönt fromm zu Marias Ehren”. Ein paar […]Weiterlesen »

Glockenturm des Doms

Da der Dom nicht wie ein Dom aussieht, weil ihm wichtige Merkmale fehlen, wurde er als Dominikanerkirche schlicht gebaut. Auf dem Domplatz wollte man ihm einen freistehenden Glockenturm spendieren. Doch die Glocke war zu schwer, der Glockenturm wurde nach fünf Jahren abgerissen. Die Glocke „Susanna“, die für einen Glockenturm des […]Weiterlesen »

Gnoten

Gnoten waren im ausgehenden 18. Jahrhundert Handwerksgesellen, die ständig mit den Studenten auf Kriegsfuß standen und so manche Rauferei hervorbrachten.

Goldberg

Der Goldberg war in vorgeschichtlicher Zeit eine Begräbnisstätte. Später suchten dort Grabräuber vergeblich (?) nach Gold. das gebiet war in früheren Zeiten ungleich größer. Sandgruben liessen das Terrain kleiner werden. Heute gibt es dort einen kleinen Tiergarten. Besonders markant ist der Tierfriedhof. Ein Teil der Fläche war früher ein KZ-Außenlager.

Goldene Kugel

Die goldenen Kugel ist an einem Haus neben dem Künstlerhaus “Goldener Pflug” angebracht. Früher gehörte das im 16. jahhudert gebaute haus, das auf Grundmauern aus dem 13. Jahhundert stammt, zum Goldnen Pflug. Die Kanonenkugel sollen Napoleons Soldaten 1813 zur Zeit der Befreiungskriege abgefeuert haben. Anscheinend blieb eine Kugel im Haus […]Weiterlesen »

Goldenes Buch

Das Goldene Buch der Stadt Halle gibt es seit 1903. Anlass war der Besuch des Kaiserpaares zur Einweihung der Paulskirche. Dort trugen sich der Kaiser Wilhelm I. und seinen Frau Auguste Victoria II, sowie Eitel Prinz von Preußen ein. Die drei waren dann auch die einzigen, die sich in diesem […]Weiterlesen »

Goldgulden

1 Rheinischer Goldgulden entsprach 23,22 Pfennige oder fast 2 Groschen oder nach heutigem Goldwert ca. 20 €. Soviel musste an Erzbischof Günther 1427 für den Friedensschluß mit Halle gezahlt werden. Das sind nach heutigem Goldwert ca. 2.400.00 €.

Goldsolebrunnen

Auf dem Markt wurde das Wasserspiel “Goldsole” 2006 eingeweiht, dass an die Zeiten der Salzgewinnung erinnern soll. Das Wasser ist salzhaltig und wird durch Schlitze in Bronzeplatten hinausbefördert.  Es erinnert an die Sole, die Halle reich gemacht hat. Der Brunnen wurde von Landsachaftsarchitekturbüro Rehwald konzipiert.   (Abbildung: Michael Waldow, MSW-Welten)

Gose

Der Name leitet sich vermutlich von dem kleinen Harzflüsschen Gose ab, aus dem die Braumeister bereits im Mittelalter das Wasser zur Herstellung des Bieres bezogen. Im Mittelalter fand die Gose vom Harz aus Verbreitung und etablierte sich vor allem in der Gegend um Dessau, Halle und Leipzig. Die Gose stellt […]Weiterlesen »

Gosenschänke

Den Gasthof gibt es etwa seit 1534. Er befindet sich in der Burgstraße in der Nähe vom “Mohr”. Berühmt wurde es durch seine Döllnitzer Rittergutsgose, die ihr auch den Namen gab.       (Collage: Michael Waldow, MSW-Welten)  

Gosenstraße, Große und Kleine

Vordem hieß die Straße “Hohe Straße”. Da Halle eine ähnlich klingende Straße besaß “Hochstraße” (hat nichts mit der Hochstraße nach Halle-Neustadt zu tun), wurde die Straße nach der Eingemeindung umbenannt. Die Gosenstraße, eigentlich Gosestraße bekam ihren namen vom ehemaligen Gemeindevertreters des Ortes Giebichenstein, Joahnn Christian Gose (1799-1868). Auf dessen Grundstück […]Weiterlesen »

Graf

Zur Zeit der Karolinger waren Grafen hohe königliche Amtsträger, zuständig für das Heeresaufgebot und die Friedenswahrung. Ihre Amtsgewalt (comitatus, Grafschaft) war sowohl auf Regionen mit Königsgut (einzelne oder mehrere Gaue) als auch auf entsprechende Personenverbände bezogen. Mit der Zeit wurde das Amt des Grafen in vornehmen Familien erblich. Schließlich geriet […]Weiterlesen »

Graseweg

Für die Entstehung des Namens Graseweg, welcher seit dem 16. Jahrhundert nachweisbar ist, sind zwei Theorien überliefert: In den Quellen erscheint bereits 1318 eine Notiz zum „Grashof“, welcher schon im 12. Jahrhundert einem nach diesem benannten Rittergeschlecht gehört habe. Verwilderte und außer Gebrauch gekommene Friedhöfe wurden als „Grasehof“ (lat. Viridarium) […]Weiterlesen »

Grober Gottlieb

Salzkrustenbraten und Innenraum der Gaststätte (Abbildung: Michael Waldow) Das Grundstück an dem die heutige Gaststätte steht, war schon im 12. Jahrhundert ein Ratslehen. Die erste Bebauung erfolgte schon 1310. Später trug das Grundstück die Nummer 405. Erster Besitzer, der nachgewiesen werden kann war Otto Wogau (*1477), ein Ratsherr. In der […]Weiterlesen »

Groschen

Der Begriff kommt aus dm lateinischen und bedeutet soviel wie “dick”. 1 Groschen entsprachen 12 Pfennige (15. Jahrhundert). Damit war ein Groschen nach heutigen Stand der Dinge 0,1625 gr. Gold wert, was heute einem Goldwert von ca. 10 € ergibt. Das Jahreseinkommen eines Steinmetzes betrug im 15. Jahrhundert 400 Groschen […]Weiterlesen »

Große Badende

Die Skulptur von Wieland Förster wurde 1972 in Halle-Neustadt aufgestellt auf einer Freifläche vor dem Schwimmbad. Auf behördliche Weisung wurde sie wegen ihrer formalistischen  Darstellung entfernt und auf einen Schrottplatz verfrachtet. Kunstfreunden ist es zu verdanken, dass sie geborgen wurde und heute ihren Platz in der staatlichen Galerie Moritzburg hat. […]Weiterlesen »

Große Klausstraße

Im Mittelalter lag die Klausstraße zum Markt hin etwas tiefer und es führten vom Markt Bretterbrücken zu den Buden an der Lehmmauer der Lampertikapelle.  1564 wurden die Gänge abgeschafft. In der Straße stand der Bischofsbrunnen. Er wurde 1707 abgebrochen. Die Große Klausstraße war sehr eng teilweise, sodass der Magistrat 1827 […]Weiterlesen »

Große Märkerstraße

Die Große Märkerstraße gehört zu den älteren Straßen in der Innenstadt. Im 12. Jahrhundert war dort ursprünglich ein Hof, dessen Besitzer derer von Merkelin waren, eine alte Ritterfamilie. Ihre erste Erwähnung geschah 1315 als Merclines strate. Später hatte die Familie von Ammendorf hier viel Besitz. Ursprünglich endete die Straße im […]Weiterlesen »

Große Steinstraße

Die (Große) Steinstraße empfing ihren Namen vom Steintor. Sie erscheint seit 1299 in den Schöffenbüchern, war aber auch schon vorher vorhanden (in der stynstrate). Hier lagen Höfe alter Geschlechter. Sie war eine alte Heer- und Handelsstraße. SBlick zur Steinstraße (Foto: Steinstraße, Gottfried Riehm)

Große Ulrichstraße

Die Große Ulrichstraße war schon sehr früh eine Handelsstraße. Hier werden schon sehr früh Handelshöfe vermutet. Anfang des 14. Jahrhunderts erfolgte die allmähliche Besiedlung, wobei 75 Fundstücke später in den Schöffenbüchern genannt wurden. Die Bewohner waren Halles einflussreiche Bürger, wie unter anderem ein gewisser Peter Surbach, der Ende des 15. […]Weiterlesen »

Große und Kleine Schlossgasse

Die Große Schlossgasse macht eine Biegung und wendet sich zum Mühlberg, während die Kleinen Schlossgasse eine Verbindungsstraße zur Kleinen Ulrichstraße ist. den Namen führen bei Straßen von der Moritzburg, als diese noch Residenz, also ein Schloss war. 1828 wurden die Namen endgültig festgelegt. Die Kleine Schlossgasse wurde bis1828 auch Spitzrutengasse […]Weiterlesen »

Großer Berlin

Der Große und der Kleine Berlin wurden mit der zweiten Befestigung nach 1120 in das Siedlungsgebiet Halles einbezogen. Die Bezeichnung ist ein Flurname slawischen Ursprungs und besagt so viel wie Wildgatter, Brühl oder umzäuntes Gebüsch, in dem vielleicht Pferde gehalten wurden. Das altslawische bruleni, tschechisch brlen, sorbisch barlén, berlén (mit […]Weiterlesen »

Grube Neuglück

1825 entdeckte man bei Nietleben auf dem Pfingstanger ein Braunkohleflöz. 1826 wurden die ersten Probebohrungen vorgenommen. Die Nietlebener wollte die Grube “Gottesglück” nennen, der Wettiner Bergamtsregistrator bestimmte aber den Namen “Neuglück”.

Gruder

siehe auch Tätigkeiten im Thal Der Gruder war für die Regulierung des Feuers unter der Salzsiedepfanne in den Kothen zuständig. Ihm zur Seite stand ein Junge, der ihm das Holz zureichte und Zustörerin (sie unterhielt das Feuer).

Grundherrliche Rechte

Die Grundherrlichen Rechte sind das Herrschaftsprinzip im Mittelalter, das sich im Lehnswesen niederschlug. Grundherr konnte ein Mitglied des Adels, ein Kloster, der Kaiser, König oder die Bischöfe sein. Der größte Grundherr war aber der König. Durch Schenkungen und Stiftungen kamen Bischofskirchen, Klöster und Pfarrkirchen zu teilweise sehr großem Grundbesitz. Die […]Weiterlesen »

Grundherrschaft

Neben dem Lehenswesen war sie die wichtigste Form sozialer Organisation im Mittelalter. Die Grundherrschaft ist ein Beziehungssystem, in dem ein Herr (König, Fürst, Bischof oder Abt) über Freie und Unfreie gebietet, die er mit mehr oder weniger Besitz ausstattet. Dafür sind entsprechend unterschiedliche Dienste zu leisten. Manche Grundherren hatten mehrere […]Weiterlesen »

Grundriss des Thales

Im Grundriss sind die Lage der Kothen und die vier Solebrunnen verzeichnet. Die Siedehütten tragen ihren Namen entsprechend der Größe. Die größten waren mit Namen von Vögeln bestückt, dann gab es mittlere mit Namen von Vierfüßlern und kleine mit Namen von Gegenständen. Der Plan entstand 1746. Siedekoth, der hallische Thalsaline […]Weiterlesen »

Gründung der Stadt und das erste Siegel

siehe auch Stadtwappen Das älteste hallesche Stadtsiegel lässt sich seit dem frühen 13.Jahrhundert nachweisen, stammt also aus einer Epoche, in der die Gemeinde politische und verwaltungsmäßige Selbstständigkeit von den Erzbischöfen von Magdeburg erringen konnte. Das Siegel zeigt einen von zwei Türmen flankierten Kuppelbau mit einer Reihe von Fenstern und einer […]Weiterlesen »

Gründung Halle-Neustadt

Halle – Neustadt wurde 1964 gegründet und am 12. Mai 1967 zur eigenständigen und kreisfreien Stadt erklärt, nachdem sie ursprünglich als neuer Stadtteil von Halle (Saale) erbaut worden war. Nach einer Abstimmung anlässlich der Kommunalwahl am 6. Mai 1990 wurde Halle–Neustadt mit der Stadt Halle (Saale) vereinigt. Grundlegende Informationen über […]Weiterlesen »

Grüner Hügel

Wo sich heute die Freitreppe der Franckeschen Stiftungen befindet, erhob sich vor dem Bau der “Grüne Hügel”. Er lag seitwärts von der Gaststätte “Goldener Adler”, die Francke am 06.04.1698 erwarb. (erst 1732 wich er einem neuen Gebäude). Der Grüne Hügel war Tanz- und Lustbarkeitsplatz und gehörte teils dem Rat der […]Weiterlesen »

Grünewald, Matthias

Matthias Grünewalds Name war vermutlich ursprünglich Mathis Gothardt – Nithart (? – 1528). 1505 ist er in Aschaffenburg erstmals urkundlich erwähnt und war dort Hofmaler im Dienst der Mainzer Erzbischöfe. Sein Hauptwerk ist der Isenheimer Altar (1513-16). Seit 1516 ist er im Dienste von Erzbischof Albrecht und macht einige Gemälde […]Weiterlesen »

Grünflächen in Halle-Neustadt

Halle-Neustadt war und ist eine der grünsten Städte in Deutschland. 1989 waren 42 % der Fläche Grün- und Freiflächen, das macht 30 qm pro Einwohner. (Quelle: Halle Information: Konzeption Stadtrundfahrt März 1989)

Gulden

Ein Gulden im Mittelalter wurde im Durchschnitt wie folgt umgerechnet: 1 Gulden = 20 Schilling = 120 Pfennige = 240 Heller (Bsp. aus Bamberg) 1 Gulden = 24 Schilling = 216 Heller (Bsp. Frankfurt 1450) Es gab aber keine einheitliche Umrechnung, das ist nur ein Richtwert, der sich von Stadt […]Weiterlesen »

Gummistiefel

In den ersten Phasen des Baus der Stadt waren Gummistiefel geradezu „überlebensnotwendig“, um durch den Schlamm besonders bei feuchtem Wetter zu kommen. Oft standen vor den Blocks ein paar Stiefel, der der gerade anzog, der sie benötigte. Weiße Stiefel wurden an die Lehrerinnen und Horterzieherinnen der 1. POS ausgegeben, als […]Weiterlesen »

Gundling, Nicolas Hieronymus

Nikolas Hieronymus Gundling (1671-1729) war Gelehrter und Verfasser der 44 bändigen “Grundlingiana” mit tiefgründiger Analyse der Literaturgeschichte und   der staatsrechtlichen Fragen; gest. in Halle, beerd. auf dem Stadtgottesacker (Nr. 89)

Günther II. von Schwarzburg

Günter II. von Schwarzburg (* 1382; † 23. März 1445 auf Burg Giebichenstein) war von 1403 bis 1445 Erzbischof von Magdeburg. Günther II., der am längsten von allen Erzbischöfen Magdeburgs wirkte, hatte sich als geistlicher Vertreter mehr den weltlichen Dingen zugewendet und einen sehr verschwenderischen Lebensstil gepflegt. Infolgedessen häufte er […]Weiterlesen »

Gut Gimritz

Das Vorwerk Gimritz hat wahrscheinlich schon 1238 bestanden und gehörte spater dem Kloster Neuwerk. In alten Urkunden wird das Vorwerk „Gumniße“ genannt. 1530 kam es an das Neue Stift, das es zehn Jahre später für 150 Gulden jährliche Erbpacht dem hallischen Magistrat zur Bewirtschaftung überließ. Im Jahre 1821 mußte die […]Weiterlesen »

Gütchenberg

Beim Gütchenberg (älteste Bezeichnung 1473: Grettkenberg später Gittchenberg) lag auch der Gütchenteich (Gittchenteich). Der Teich wurde durch eine Erdsenkung geschaffen und war von einer Hügellandschaft umschlossen. Von der Grube hieß es, neben anderen Sagen, dass die in Halle geborenen Kinder vom Storch dort herausgeholt wurden. Der Name, so vermutet Schultze […]Weiterlesen »

Gütchenteich

An der Nordostseite von Halle, zwischen dem Geist- und Steinthore, lag ein kleiner Teich, welcher der Gütchenteich oder die Gütchengrube hieß. Aus diesem stammen nach einer Sage die Kinder, die in Halle geboren werden. Auch kam zu ihm einst bei Nacht eine Gräfin in schwarzer Kutsche gefahren und verschwand darin. […]Weiterlesen »

Gutjahrbrunnen

siehe auch Solebrunnen Der Gutjahrbrunnen oder Wendische Born (ursprünglich Dobrejara = Gutertrag) ist heute noch in der Oleariusstraße unter einem Haus vorhanden. Der Name entstand aus der Falschübersetzung von Dobrejara. Er wurde 1138 zum ersten Mal schriftlich erwähnt. Er hatte einen Salzgehalt von 18 – 20 %. 1926 endete der […]Weiterlesen »

Gutjahrstraße

Der Name Gutjahrstraße stammt vom Gutjahrbrunnen, der allerdings in der Oleariusstraße entsprang. Früher befand sich hier ein altes Gassengelände, die sogenannte Hallgegend.  

Habichtsport

Eine Furth über die Saale, die zur Zollerhebungs- und Geleitstätte genutzt wurde. Die genaue Lage ist allerdings nicht bekannt. Hertzberg vermutet sie unterhalb des Dorfes Trotha. Erzbischof Johannes benutzte sie, weil ihm die Durchreise durch Halle zum Giebichenstein verweigert wurde (1466). (Quelle: Geschichte der Stadt Halle im Mittelalter)

Hackeborn

siehe auch Solebrunnen Der Hackeborn (Born=Brunnen) ist einer der vier Solebrunnen in Halle, die 1263 in der “Magna Charta Hallensis festgeschrieben wurde”. Er befand sich bei der heutigen Hackebornstraße. Für die Namensgebung des Hackeborn gibt es zwei Versionen. Die erste Version spricht von einem Born derer von Hacke bzw. Hackeborn, […]Weiterlesen »

Hackebornstraße

Neben der ehemaligen Schmiede am Graseweg lag der vierte Solbrunnen, der Hackeborn. Bis hierhin und an den Graseweg standen die Siedekothen der Salzwirker. Die Straße bekam somit ihren Namen nach dem Brunnen. Die Stelle ist gekennzeichnet durch eine Bronzeplatte von Maja Graber.

Hafenbahn

Die Hafenbahn Halle war eine sechs Kilometer lange Güteranschlussbahn im Stadtgebiet von Halle (Saale). Am 2. Juni 1893 begann der Bau und bereits am 9. Januar 1895 konnte die Hallesche Hafenbahn AG den Betrieb zwischen dem Thüringer Güterbahnhof in Halle über Turmstraße (später Industriebahnhof Halle Süd) und dem Sophienhafen aufnehmen. […]Weiterlesen »

Hafenstraße

Die Hafenstraße liegt auf dem Gelände der ehemaligen Pfingstwiese. Sie ist 1860 entstanden und hieß damals”Am Hafen”. Hier befand sich auch der Ladeplatz der Hafenbahn und die alte Gasanstalt, die nicht nur Gas, sondern auch Teer und Ammoniak herstellte. (Quelle: Topographie oder Häuser und Straßengeschichte der Stadt Halle a.d. Saale, […]Weiterlesen »

Hagenstraße

Die ehemalige Hagenstraße, 1887 so benannt,  heisst heute Strasse der Opfer des Faschismus. Ihren ursprünglichen Namen erhielt sie von Stadtrat Freiherr von Hagen (1816-1886), dem Autor der “Stadt Halle” von 1867. Die Straße war vordem ein ehemaliger Richtweg, der von der Schimmelstraße durch das Schimmeltor zur Magdeburger Chausseee führte. Die […]Weiterlesen »

Halle – Stadtplan um 1700

Mit Petersberg ist das Dorf gemeint, das sich Linkerhand an der heutigen Oper befand. Rechterhand war das Dorf Ringleben. Das Steintor befand sich am heutigen Postgebäude.   (Quelle: Kerstin Kiefel/Stefanie Elsner- Halle an der Saale – Rundgänge durch die Geschichte, Halle/Saale 2013, S.20)

Halle – Stadtplan von 1635

Die Halygrafia ist das Werk des halleschen Chronisten Olearius. In ihr befindet sich auch der Stadtplan aus dem Jahre 1635 von dem Bibliothekar Nicolaus Keyser und Johan Kost, der auch die Neumühle 1582 schuf.