Patrizier

Patrizier waren im Mittelalter besonders vornehme, wohlhabende Bürger. In Halle verdrängten die Patrizier, die im Wesentlichen die Pfänner und Kaufleute darstellten, im 11. Jahrhundert die Ritterfamilien. Die Patrizier erwarben Grund und Boden der Rittergüter und führten die Stadt zu Reichtum und Macht. Im Hansebund oder besser mithilfe der Hanse erwarben sie sich Rechte und Freiheiten gegenüber dem Erzbischof als Grundherrn des Bodens. Höhepunkt war die „Magna Charta Hallensis“ 1263, die den Bürgern der Stadt Halle beträchtliche Freiheiten hinsichtlich der Verwertung der vier Solequellen gab.

Daraus resultierten die teilweise heftigen Kämpfe mit manchen Erzbischöfen (besonders mit Günther von Schwarzburg (1382 – 1445), die sich zunehmend ihrer Macht und Geldquellen beraubt sah. Hinzu kam ein Erstarken der Innungen, die sich zunehmend durch die Pfänner um wichtige Einnahmen geprellt sah. All das gipfelte in dem Verrat von 1478, wo die 200 – jährigen Privilegien der Salzjunker wieder in die Hand des Erzbischofs übergingen.

 

Alois Greil (1841–1902) – Brockhaus Enzyklopädie, 14. Auflage (1902)
Deutsche Kleidung 11. – 15. Jahrhundert

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Halle (Saale) - Lexikon

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