Weißack, Jacob

Jacob Weissack (Weißack, Jacoff Weißag) lebte Ende des 15. Jahrhunderts in Halle und war Meister der Schuhmacherinnung. Er war der maßgebliche Führer der Innungen und Popolaren im Streit mit den Pfännern. 1478 Mitglied im Rat der Stadt, verriet er diese an den Erzbischof Ernst, sodass dieser in die Stadt einzog und ihr alle Privilegien, die die Stadt sich in den letzten 200 Jahren seit der „Magna Charta Hallensis“ eroberte, entzog.

Der rachsüchtige Schuhmachermeister Jacob Weißack bat den auf der Burg Giebichenstein residierenden Erzbischof Ernst von Wettin um Unterstützung durch seine Truppen. Darauf hatte dieser nur gewartet, wollte der Erzbischof doch – besser gesagt, dessen Berater, Ernst war erst 14 Jahre alt – die Privilegien der Stadt schon lange beschneiden. Es war Sonntag, der 20. September 1478, gegen 10 Uhr vormittags. Die meisten Bürger kamen wie üblich gerade aus der Kirche, als plötzlich die Sturmglocken erklangen und die Bürger zu den Waffen gerufen wurden. Aber es war zu spät. Weißack hatte mit seinen Anhängern das Ulrichstor geöffnet, sodass die Truppen des Erzbischofs ungehindert eindringen konnten.“

Der Schuhmachermeister hatte nach seinem Verrat ein Haus am Markt, was von den Leuten das „Unheilhaus“ (heute Thalia) genannt wurde.


Hedersen und Weißack, Rädelsführer in dem historischen Verrat 1478
(Foto: Sylvia Waldow, Reproduktion: Michael Waldow, MSW-Welten)

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Halle (Saale) - Lexikon

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