Barfüßerkloster

Am 15. Juli 1286 wird die Barfüßerkirche des Klosters mit dem Setzen des Turmknopfes vollendet. Darin verschlossen hatte man Reliquien vom Kripplein und Kreuze Christi, da diese als Schutz vor Feuersbrünsten galten. Zwischen 1220 und 1240 war das Kloster der Barfüßermönche aus dauerhaften Steinquadern errichtet worden. Selbst die Pestepidemie von 1350, bei der nur drei Mönche überlebt hatten, konnte das Bestehen des Klosters nicht beenden. Erst die Reformation ließ es eingehen. Die Stadt erhielt es zum Geschenk und richtete hier die Stadtschule (Lutherisches Stadtgymnasium) mit der Schulkirche ein. 1809 wurde die Kirche zu einem Theater umgebaut.1827 erwarb die Universität das Gelände und riss die Kirche ab.

Reil kaufte die Schulkirche und nutzte die Kirche als Theater. 1814 steuert Goethe einen Prolog bei.


Barfüßer Kloster mit Schulkirche
(Zeichnung: Beatrix Thieme)