Das Halle (Saale) - Lexikon

17 Beiträge

Bockshörner

Die Bockshörner sind heute in der Hermannstraße aufgegangen. Die Herkunft des Namens konnte nicht ermittelt werden. Im 17. Jahrhundert war die Straße noch ein Feldweg und lag außerhalb des Städtchens Neumarkt. Meist lagen hier noch einige Weingärten, die im Laufe des 18. Jahrhunderts Neubauten wichen. Im Laufe der Zeit war […]Weiterlesen »

Boetius, Sebastian

Als Sohn eines Bürgermeisters geboren, ging Sebastian Boetius (19. Januar 1515 in Guben/+ 8. Juni 1573 Halle) 1532 an die Universität Wittenberg. Dort besuchte er Vorlesungen von Martin Luther und Philipp Melanchthon. Melanchthon empfahl ihn 1536 als Rektor nach Eisenach. 7 Jahre später setzte er in Wittenberg sein Theologiestudium fort. […]Weiterlesen »

Bohlenstube der „Goldenen Rose“

Die „Goldene Rose“ ist die älteste erhaltene Gaststätte Halles. Ein besonderes Detail ist die Bohlenstube. Der Raum ist ca. 28 qm groß. Zwei vier Meter hohe Wände aus Nadelholzbohlen stehen sich gegenüber. Sie tragen eine bemalte Holzkassettendecke. In früheren Zeiten waren solche Zimmer für betuchte Leute ein Wohnzimmer, da das […]Weiterlesen »

Bölbergasse

Der Name der Bölbergasse ist vermutlich aus der ursprünglichen Bölgergasse (nach der halleschen Familie Belger) hervorgegangen. Ein Berthold (Betzold) von Belgern wird um 1300 erwähnt. Nach dem Dreißigjährigen Krieg und dem großen Peststerben wurde im 17. Jahrhundert womöglich in Belbergasse, nach dem Dorf Böllberg (Belberg) etwas entstellt genannt.

Bölckestraße

Die Straße gehört heute zur Dessauer Straße und stellte damals die Verbindung von der Halberstaädter Bahnlinie bis zum Mötzlicher Flugplatz dar. Sie wurde 1916 nach dem Fliegerhauptmann Oswald Bölcke benannt. Bis 1885 war die Straße eine unbebaute Chaussee. Vom Westen scloß sich der Landrain an die Vhaussee an. Er war […]Weiterlesen »

Böllberg

Böllberg wird um 1272 als Belberge erwähnt. Die Böllberg zugeschriebene urkundliche Erwähnung eines Boliboris im Jahr 1012 kann nicht dieses Dorf sein, da es weder wie dieses Boliboris zum Bistum Merseburg gehörte, noch irgendeiner der zahlreichen anderen genannten Orte der Urkunde in der Nähe lag. Das Dorf lag direkt vor […]Weiterlesen »

Böllberger Kirche

Im 12. Jahrhundert hatten die Mönche des Neuwerks die Nikolauskapelle in der Nähe der ertragreichen Saalmühlen. Daraus wurde die romanische Böllberger Kirche. Es handelt sich um einen romanischen Steinbau. Die Decke wurde im 15. Jahrhundert mit typischen spätgotischen Mustern geschaffen. Der kelchartige Taufstein ist das älteste Stück der Kirche. In […]Weiterlesen »

Böllberger Mühle

Die Böllberger Mühle ist eine im 10./11. Jahrhundert erbaute Flussmühle zur Mehlversorgung der Siedler des Saaleufers und wurde 1858 vom Unternehmer Louis Hildebrand für die Errichtung eines modernen Betriebes abgekauft. Nach ersten Bränden im Jahr 1876 wurde das Gebäude mit vergrößerten Anlagen aus überwiegend Backsteinbauten saniert. Der Turm, der der […]Weiterlesen »

Böllberger Müllersteine

Die drei Steinkreuze (Böllberger Müllersteine) erinnern an drei Müllergesellen, die alle in die Tochter ihres Arbeitgebers verliebt waren. Die Müllerstochter versprach demjenigen die Ehe, der am besten zimmern könne. Eifersüchtig brachten sich die Gesellen jedoch gegenseitig um. Das Mädchen bestattete die Drei an dieser Stelle und ging als selbst auferlegte […]Weiterlesen »

Bomben auf Halle

Halle hatte keine Flächenbormbardements wie andere Städte aufzuweisen. Trotzdem wurden 7 Luftangriffe geflogen. Der erste war am 07. Juli 1944., der letzte am 06. April 1945. Es starben 1284 Menschen, es wurden 3600 Gebäude, 400 Betriebstätten, Hotels und Warenhäuser, sowie Kulturbauten zerstört. Beschädigungen und Zerstörungen gab es am Hauptbahnhof und […]Weiterlesen »

Bordelle

Im Mittelalter mussten die Huren gelbe Bänder tragen, um ihre Gewerke (heute Gewerbe) jedermann kenntlich zu machen. Zwei bekannte Bordelle aus dem Mittelalter waren der Tittenklapp und die Finkenflucht. Nach katholischer Auffassung war es ein verdienstliches Werk, ein Mädchen aus solchem Hause zu ehelichen. Im 15. Jahrhundert legte der Rat […]Weiterlesen »

Born oder Brunnen

s. Salzquellen Die vier Borne oder Brunnen wurden das erste Mal in einer Urkunde (Magna Charta Hallensis) von Erzbischof Ruprecht von 1263 erwähnt. So der Dhudesche Born (Deutsche Born), der Wendische Born (Gutjahrbrunnen), der Hackeborn und der Meteritz.  

Bornfahrt

Die Bornfahrt ist eine Art Generalinspektion der Brunnen. Die Letzte wurde am 08. August 1731 gehalten. Mit dabei war neben dem Landesherrn auch ein Kommissar aus Magdeburg, die die Brunnen besichtigten. Die Bornfahrt wurde nicht immer bei allen Brunnen gemacht. Bei der Bornfahrt wurde der Brunnen soweit es möglich war […]Weiterlesen »

Bornknechte

Die Bornknechte sind alle Salzarbeiter, die direkt an den Solequellen arbeiten und den Unterbornmeistern unterstehen. Sie sind nicht zu verwechseln mit den Salzwirkern und bildeten im Mittelalter eine eigene Brüderschaft. Sie unterliegen damit der Gerichtsbarkeit im Thal. Bei leichten Vergehen kamen sie an den Kärwe-Galgen, der die Delinquenten in einem […]Weiterlesen »

Bornschreiber

Der Bornschreiber war der Rechnungsbeamte des Thals. Er war dem Salzgrafen direkt unterstellt. Auf der Grundlage der Gesetze im Thal prüfte er die gerechte Verteilung der Solgüter. Dazu führte er die Wachstafeln. Gleichzeitig prüfte er die Verteilung der Fronsole und war verantwortlich für die Kontrolle der Geldangelegenheiten.   Wachstafel des […]Weiterlesen »

Botanischer Garten

Der Botanische Garten der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg besteht seit über 300 Jahren und war der erste seiner Art im damaligen Preußen. Heute beherbergt das fünf Hektar große Gelände rund 12.000 Pflanzenarten, von denen etwa 6.000 in den Gewächshäusern wachsen. Die thematisch gegliederte Freilandpflanzensammlung, der Garten mit den alpinen Pflanzen sowie die […]Weiterlesen »

Bottgedinge

Die Gerichte wurden auf dem Bottgedinge (später Rügegerichte) vom Salzgrafen zwischen Ostern und Pfingsten abgehalten. Für die Pfänner geschah dies an den Türmen der St. Gertruden-Kirche. Für die Wirker hingegen an der großen Holzwarthe beim Koth zum Blaufuße. Der Salzgraf verlas die Regel für das Verhalten, es wurde gefragt, ob […]Weiterlesen »