Gaststuben

Es gab in Halle sehr viele Gaststätten und Gaststuben. Die „Goldene Rose“, der „Goldene Ring“, „Der schwarze Bär“ und der „Blaue Hecht“ waren Gaststätten ersten Ranges. Es gab aber auch genug Gaststuben, die kaum oder wenig Ausstattung hatten oder gar Schlimmeres waren, wie zum Beispiel „Das Raubschiff“.

Es gab aber auch genug Gaststuben, die kaum oder wenig Ausstattung hatten oder gar Schlimmeres waren, wie zum Beispiel „Das Raubschiff“.

Trotzdem standen die Gaststuben allen offen und waren wichtig für den Austausch von Informationen. Die Räume waren dunkel, da Glasbutzenscheiben erst im 15. Jahrhundert aufkamen. Vorher waren die Fenster mit Pergament oder Papier bedeckt. Teller und Trinkgeschirr waren meist aus Holz. Öllampen oder Kerzen gaben spärliches Licht. Die Gäste saßen auf Holzbänken, die an der Wand befestigt waren. Gläser gab es nur für besondere Gäste. Geschlafen wurde in einem gemeinsamen Schlafsaal, es sei denn, man war sehr wohlhabend und die Gaststuben hatten geeignete Räume.

Es gab, wie schon erwähnt, einfache Gaststätten, Trinkhallen oder Kneipen, die einfache Erfrischungen (Landwein, Bier, Gose) und Käsebrote anboten. Es gab auch Suppen, wie Brot-, Bier-, Mandel-, Milchsuppe und Grütze. Auf dem Markt selbst gab es Garküchen, die gekochtes Fleisch, kleinere Vögel (Amseln oder Drosseln) und Wurst anboten. Der Rat achtete sehr darauf, dass am Abend die Gaststätten nicht zu spät besucht wurden. Einfache Gaststätten lagen größtenteils zu ebener Erde oder auch in Kellern. Man erkannte die Gaststuben leicht, hatten sie meist ein Fass, eine Krone, eine Kanne, einen Fassreifen oder einen Stern als Aushang.

 

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Halle (Saale) - Lexikon

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