Gau Neletici

Der Gau Neletici (Neletici) wurde im 10. Jahrhundert geschaffen. Otto I. (936 – 973) teilte die vom Heiligen Römischen Reich eroberten slawischen Gebiete in Gaue ein. Der ehemalige Saalekreis umfasste zwei sorbische Gaue, Nudzici und Neletici. Die Namen wurden aus den Orten Neutz bei Wettin und Nehlitz gebildet. Östlich des Gaus Neletici lag der Burgward Giebichenstein. Weitere Burgwarde gab es in Radewell (heute Stadtteil von Halle), Thobragora (Gutenberg), Brachstedt, Oppin und Niemberg (bei Landsberg).

Die Westgrenze war die Saale, die Südgrenze das Überschwemmungsgebiet der weißen Elster, im Nordwesten die Götsche (noch heute die Grenze von Halle und Saalekreis), im Nordosten die Riede. Der Gau Neletici im 10. Jahrhundert. Givikanstein ist der Burgward Giebichenstein. Der Gau zerfiel später in verschiedene Burgwardien. Um 953 gab es einen Gaugrafen im Gau Neletici (Graf Billung).

Karte aus Schultze-Galléra „Das mittelalterliche Halle
(bearbeitet von: Michael Waldow, MSW-Welten)