Wittekind

Im Wittekindtal gab es eine Salzquelle, die uralt schien. Sie gehörte zum Kloster Neuwerk seit 1116. Der Brunnen war vierseitig, ca. 8 Fuß Seitenlänge (2,40 m) und 40 Fuß tief (12 m) tief in purem Felsgestein. Im 13. Jahrhundert wurde der Brunnen zugespundet, weil er unergiebig war. Erst 1705 wurde der Brunnen durch Zufall wiederentdeckt und ausgegraben. 1711 wurde der Brunnen aufgrund der teuren Sole wieder zugespundet und zugeschüttet. 1846 wurde der Brunnen zum zweiten Mal wiederentdeckt und als Trink- und Heilquelle dann für das Wittekindbad genutzt.

Wittekind, Lost Places

 

Zu den bekannten Gästen des Solbades gehörte auch Friedrich Nietzsche, der hier im Jahr 1868 kurte.

1909 erwarb die Stadt das Solbad. Stadtbaurat Jost, der schon für den Bau der Bad Nauheimer Kuranlagen verantwortlich war, entwarf ein neues Badehaus in spätbarockem Stil, den Verwaltungsbau, Musikpavillion und die Kolonnaden.

Im Mittelpunkt der halbkreisförmigen Anlage wurde der Brunnenzwinger mit dem Solebrunnen angelegt. Die Ausstattung der Innenräume übernahmen Künstler der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein.