Wein

An der Saale befanden sich Weinberge von Saalfeld bis Wettin. Wein war für die Mönche das übliche Tischgetränke im Konvent und Hospiz. Der Weinverbrauch bei den Gastmählern wurde unter ,,propinare“ (auftischen), abgebucht.

1254 gab Erzbischof Rudolf von Magdeburg den zollfreien Absatz der Weine des Zisterzienser – Kloster – Pforta (bei Naumburg/Saale) nach Halle frei. Selbst die Wein gewohnten Mönche konnten die Fülle ihres Weines nicht mehr nur hinter ihren Klostermauern vertrinken. Deshalb hatten sie den Erzbischof um Absatz nach Halle bedrängt. Dafür bezogen die Mönche aus Halle Salz, aber auch weitere Produkte wie Leder, Seife und Wachs. Das Kloster wurde 1137 von Mönchen aus dem Kloster Schmölln mit Erlaubnis des Naumburger Bischofs Udo I. gegründet. Sie erzielten im 16. Jahrhundert aus über 100 Eigenweinbergen etwa einen Jahresdurchschnittsertrag von über 200.000 l Wein.

Acker- und Weinbau
(Illustrationen von Kurt Händler)