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Tetzel, Johann

Johann Tetzel oder Johannes Tetzel, auch Dietze, Dietzel, Tetzell, Detzel, Thizell (* um 1460 oder um 1465 in Pirna oder Leipzig; † 11.08.1519 in Leipzig) war ein deutscher Dominikaner, Ablassprediger und Ketzer-meister des Ordens. Seine Ablasspredigten stellten den Anlass für Luthers, gegen den Ablass gerichtete 95 Thesen, dar.

Tetzel wirkte in Halle für Erzbischof Albrecht auf dem Martinsberg in der dortigen Martinskapelle. Tetzel bekam ein Salär von 80 Gulden, freies Fuhrwerk und freien Unterhalt für sich und seinen Diener und Begleiter Veit. Der bekam obendrein 10 Gulden (nach dem Goldgehalt heute: 1528 € mit einer Kaufkraft von ca. 4600 €) und war wohl der bestbezahlte Bedienstete im gesamten Reich, heiß es. Er war Er wurde 1518 Dr. der Theologie und starb in Leipzig an der Pest.

Am 11.08.1519 starb der Ablassprediger, dem Luther zuvor noch einen tröstenden Brief aufs Sterbebett schickte, worin er ihm versicherte, er wäre an dieser Sache nicht schuld.

„Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt“: So stellte man sich noch bis ins 19. Jahrhundert die Ablasskampagnen des Johann Tetzel vor. Tetzel war aber nicht der Erfinder des Spruchs, der kam auch von anderen Ablasspredigern. Ein wirkliches Bild ist von ihm nicht überliefert.

 

Quelle: picture-alliance / akg-images

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Halle (Saale) - Lexikon

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