Pfänner

Die Pfänner waren die Besitzer der Pfannen und bildeten im 14. – 15. Jahrhundert eine Kooperation, die einen festen Sitz im Rat hatte und im Thal die Siedekothe besaßen. Es waren sehr reiche Patrizier. Ende des 15. Jahrhunderts spitzten sich die Auseinandersetzungen mit den Popularen zu, die von den Pfännern behaupteten, sie würde die Stadt um Gelder betrügen. Das mündete in dem Verrat von 1478, wo die Pfänner ihre Herrschaft vollends verloren und die Stadt Halle ihre mühsam gewonnenen Freiheiten. Die Pfänner mussten hohe Strafsummen an den Erzbischof zahlen, der davon die Moritzburg baute.

Bekannte Pfänner waren:
Marcus Spittendorff
Hans v. Waldheim
Blasius Holzwirth
Peter von Jena
Matthias von Pegau
Michel Wittkorn
Andreas Ketzendorff
Hans Busse
Otto von Dieskau
Peter von Mücheln
Sander Drachstedt
Weittkorn

Sie bezahlten schon allein zusammen 3131 Gulden Strafe. Im Mittelalter waren 60-80 Gulden ein Jahreseinkommen, 100 Gulden war der Spitzensatz.

(Quelle: Das mittelalterliche Halle – Siegmar Baron von Schultze-Gallera)

Der heutige Materialwert für 3131 Goldgulden – unter der Annahme, es seien 9.600,8 Gramm reines Gold verwendet worden (was wahrscheinlich eher selten so war) – beträgt etwa 533.229,00 €. Die Kaufkraft im Mittelalter lag jedoch entscheidend höher und entsprach nach heutigen Maßstäben ungefähr 1.599.686,00 €.

(Quelle: mittelalterrechner.de)

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Halle (Saale) - Lexikon

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