St. Petrus Kirche

Die Petruskirche im Stadtteil Kröllwitz von Halle (Saale) steht im Norden der Stadt am Ufer der Saale auf dem sog. Tannenberg, der Burg Giebichenstein gegenüber. Sie gehört zum Kirchenkreis Halle-Saalkreis der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Bis zur Eingemeindung im Jahre 1900 nach Halle war Kröllwitz ein Beidorf von Giebichenstein und wurde vom Pfarramt der Bartholomäuskirche betreut. Durch das Anwachsen der Einwohnerzahlen infolge der verstärkten Industrialisierung konnte die Gemeinde jedoch nicht mehr ausreichend durch die Bartholomäusgemeinde versorgt werden. Nachdem die Gemeinde 1892 bereits einen eigenen Pfarrer erhielt, wurde am 6. März 1900 der Grundstein für die Kirche gelegt; die Einweihung erfolgte zuvor am 19. September 1901. Entworfen und ausgeführt hat sie der aus Lübeck stammende Architekt und Baurat Johannes Matz, der auch am Bau der Pauluskirche beteiligt war.

Am 14. April 1945 wurde das Kirchendach durch die Sprengung der Kröllwitzer Brücke zerstört und erst 1955, nach provisorischer Pappdeckung, mit Schiefer gedeckt. 1996 gründete sich der Förderkreis Petruskirche. In den Jahren ab 1997 fanden verschiedene Sanierungen statt, u. a. wurde ab 2001 der Innenraum saniert, sowie die acht großen Seitenfenster.

Die St.-Petrus-Kirche ist ein bedeutendes kirchliches Bauwerk mit langer historischer Tradition. Sie prägt durch ihren hohen, spitz zulaufenden Turm und die massive Backsteinarchitektur das Ortsbild maßgeblich. Der Baustil weist typische Merkmale der Gotik auf, darunter hohe Spitzbogenfenster, ein klar gegliederter Baukörper sowie ein markanter Kirchturm mit Uhr.

Die Kirche ist dem Apostel Petrus gewidmet, einem der wichtigsten Jünger Jesu Christi und Schutzpatron vieler Gemeinden. Über Jahrhunderte hinweg diente die St.-Petrus-Kirche nicht nur als Ort des Gottesdienstes, sondern auch als sozialer und kultureller Mittelpunkt der Gemeinde. Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen und kirchliche Feste fanden und finden hier statt.

Bis heute steht die St.-Petrus-Kirche für Kontinuität, Glauben und Gemeinschaft. Sie verbindet Vergangenheit und Gegenwart und ist ein wichtiges Zeugnis der regionalen Kirchen- und Baugeschichte.

(Text: Wikipedia)

8E6C0092 92BF 4823 A8A8 90B62A2A75F0

(KI bearbeitet, nach einem Foto  von M. Waldow)