Marktschlösschen

In der Mittelalterzeit waren die Häuser einfacher und niedriger, davon ist nichts mehr erhalten. Hier an der Nordwestecke befand sich auch der Fischmarkt.

Das Marktschlösschen ist in seinem Ursprung aus dem 16. Jahrhundert  erhalten. Wann es genau entstand, ist unbekannt (um 1530 gebaut).
Ein Schlösschen war es nie, mehr ein Wirtschaftshaus.

1893
eröffnetet der Wirt Julius Just das Restaurant „Marktschloss“. Biere aus München und aus der Brauerei Rauchfuss gab es hier, sowie Speisen ab 80 Pfennige. Wenig später gab es Parterre eine Stehbierhalle.

1888
übernahm der Wirt Emil Schreiber die Geschäfte mit einem zusätzlichen außer Haus Service.

1920
übernahm der Rat der Stadt das Haus und richtete bis 1929 eine Ratsschenke ein. Danach war das Haus Stadtarchiv, Frisiersalon, Eisenwarenhandlung.

Heute ist das Marktschlösschen ein sogenannte To-Go-Cafe mit Verkauf von Hallorensüßigkeiten und der Touristeninformation. Die Hallorenkugeln gibt es in allen Variationen. Es ist gemeinhin bekannt, dass diese Schokokugeln den silbernen Knöpfen der Festkleidung der Halloren nachempfunden wurden. Im ersten Stock sitzt heute das Stadtmarketing.

Fiktives Bild des Marktschlösschen mit Häuserreihe aus dem 17. Jahrhundert
(Gestaltung: Michael Waldow, MSW-Welten)