Gruenewald, Matthias

Matthias Grünewalds Name war vermutlich ursprünglich Mathis Gothardt Nithart (? – 1528). 1505 ist er in Aschaffenburg erstmals urkundlich erwähnt und war dort Hofmaler im Dienst der Mainzer Erzbischöfe. Sein Hauptwerk ist der Isenheimer Altar (1513-16).

Seit 1516 ist er im Dienste von Erzbischof Albrecht und macht einige Gemälde für den Halleschen Dom. 1525 fällt er in Ungnade, wegen seiner Befürwortung der Bauernaufstände, wird aber 1527 vom Rat der Stadt Halle wieder zurückgeholt, um als Wasserkunstmeister (heute Wasserbau-Ingenieur) zu arbeiten. Doch bevor er sein Werk vollenden kann stirbt er 1528 an der Seuche. Er wird eiligst in einem Massengrab verscharrt. 3 Männer aber führten Protokoll und sicherten sein Erbe. Darunter war Meister Rumpe, so steht in dem Protokoll der Männer der denkwürdige Satz „In Halle hat er nit viel usgerichtet.“ Ob das eine Anspielung auf seinem Name Nithardt war?

Ein Denkmal von Stefan Geyer (1989 enthüllt) steht am Mühlberg nahe der ehemaligen Wasserkunst und eine zweite Bronzeplatte an der Ulrichskirche (heutige Kunsthalle).

Denkmal Mathias Gruenewald
Foto. Michael Waldow, MSW-Welten