Gasthof „Zum Mohr“

Der Gasthof „Zum Mohr“ war bis 2022 der älteste noch in Betrieb befindliche Gasthof der Stadt Halle (Saale) und gehört zu den Kulturdenkmälern der Stadt. 1536 wird der Gasthof als „Zum schwarzen Mohren“ das erste Mal erwähnt. Namensgeber ist der Hl. Mauritius (ein „Mohr“), Schutzpatron des Bistums Magdeburg. 1441 gab es in der Schmeerstraße ein Gebäude mit dem Namen „Zum Mohrenkopf“, Jahrhunderte später folgte die „Mohrenkopfapotheke“.

Das heutige Gebäude wurde im 16. Jahrhundert errichtet und war nicht nur Gasthof, sondern auch Zollhaus. 1743 brannte es ab, wurde 1749 wieder errichtet und hieß kurze Zeit „Kornettschänke“. 1979 sollte der Mohr nach einem Brand abgerissen werden, wurde aber wieder aufgebaut. Im 2. Weltkrieg war das Brückensprengkommando im Mohren untergebracht, das die Giebichensteinbrücke sprengen sollte.

In den 50-igern wurde die Gaststätte mit ihrem im Tanzsaal stattfindenden „Samba-Schlachten“ der „Kulturbarberei“ bezichtigt. Wenn in der benachbarten Gosenschänke die Studenten zechten, zechten „Im Mohr“ die Professoren, sagte man.

2022 wurde die traditionsreiche Gaststätte geschlossen.

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Halle (Saale) - Lexikon

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