Wappen

Wappen haben ihren Ursprung im Kriegswesen (Waffen). Auf den Schild gemalt, ermöglichten sie in der Schlacht das Erkennen der geharnischten Reiter. Im frühen 12. Jahrhundert aufgekommen, entwickelte sich das Wappen, das ebenso wie der Name von der ganzen Familie geführt wird, rasch zum Standesattribut von Rittertum und Adel. Es wurde aber auch von kirchlichen Institutionen, städtischen Gemeinwesen und der bürgerlichen Oberschicht geführt. Als Faustregel kann gelten, dass ein Wappen umso älter ist, je einfacher sein Bild sich darstellt. Im Spätmittelalter und der Frühneuzeit entfaltete das Wappenwesen (Heraldik) namentlich in Kreisen des Adels eine reiche Blüte. Wappen wurden auf Grabdenkmälern, in Gewölben, über Toreinfahrten, an Bauwerken, kurz: überall dort angebracht, wo es galt, Herrschaft, ständischen Anspruch und Ahnenstolz zu demonstrieren.

 

Das „Große Wappen“ Kardinal Albrechts von Brandenburg 1490-1545, Kurfürst und Erzkanzler des Heiligen Römischen Reiches (15-teilig)