Hafenbahn

Die Hafenbahn Halle war eine sechs Kilometer lange Güteranschlussbahn im Stadtgebiet von Halle (Saale).

Am 2. Juni 1893 begann der Bau und bereits am 9. Januar 1895 konnte die Hallesche Hafenbahn AG den Betrieb zwischen dem Thüringer Güterbahnhof in Halle über Turmstraße (später Industriebahnhof Halle Süd) und dem Sophienhafen aufnehmen. (siehe Stadtplan unten) Zur Erhöhung der Auslastung und Bedienung mehrerer Industriebetriebe errichtete man vom Bahnhof Turmstraße die 1,2 Kilometer lange Industriebahn Halle (Saale) in der Spurweite von 1000 Millimetern. Die Hafenbahngesellschaft fusionierte 1897 mit der Halle-Hettstedter Eisenbahn-Gesellschaft.

Mit der Errichtung der Hafenbahn gewann der Sophienhafen in seiner Funktion als Güterumschlagplatz an Bedeutung. Zudem belieferte die Bahn die (ältere) städtische Gasanstalt auf der Salineinsel, sowie das Elektrizitätswerk und das Gaswerk auf dem Holzplatz mit Kohle[1]. 1926 wurde der Hafen weitgehend geschlossen. Reste der Gleisanlagen befinden sich noch heute in der Hafenstraße.

Am Bahnhof Turmstraße waren von April bis Juli 1945 Truppen der amerikanischen Streitkräfte in Eisenbahnwaggons stationiert.

Am 25. März 1952 ereignete sich ein schweres Eisenbahnunglück am Bahnübergang Beesener Straße. Eine Straßenbahn der Linie 1 wurde beim Überqueren des Bahnübergangs von der Lokomotive der herannahenden Hafenbahn erfasst. Es gab mehrere Tote und Schwerverletzte.

Nach der Wende in der DDR wurde die Hafenbahn am 8. Juli 1991 stillgelegt und abschnittsweise zurückgebaut. Teile der Strecke werden heute als Fuß- und Radweg genutzt.

(Quelle: Wikipedia)

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Halle (Saale) - Lexikon

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