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Cellarius, Christoph

Christoph Martin Keller (lat. Cellarius) war ein deutscher Altertumswissenschaftler, der in seiner „Historia Universalis“ (1702) die bis heute gebräuchliche Einteilung der Menschheitsgeschichte in Altertum, Mittelalter und Neuzeit einführte und etablierte. Er wurde am 22. November 1638 in Schmalkalden im Heiligen Römischen Reich (heute Deutschland) geboren und starb am 4. Juni 1707 mit 68 Jahren in Halle an der Saale. 1694 wurde Cellarius Professor für Rhetorik und Geschichte an der Universität Halle. Ab 1697 stand er an der Spitze des ersten deutschen Philologischen Seminars (Collegium elegantioris litteraturae) und war 1697/98 Prorektor der Universität. Cellarius hat der Nachwelt eine umfangreiche wissenschaftliche Arbeit als Frucht seiner Lehrtätigkeit am Gymnasium und an der Universität hinterlassen. Man kann es drei Schwerpunkten zuordnen: Eine erste Gruppe ist auf den Sachunterricht zentriert und umfasst Schriften zu Geschichte, Geografie und Altertumskunde. Die zweite Gruppe gliedert sich in Werke zur lateinischen Sprache und diente dem elementaren lateinischen Sprachunterricht. Dem gleichen Zweck diente die dritte Gruppe, die aus Editionen zahlreicher lateinischer Autoren besteht.

(aus: Johann Christoph von Dreyhaupt: Beschreibung des Saalekreises, 1750)