Das Pallium ist ein Amtswürdezeichen von Bischöfen und des Papstes. Es ist ein ringförmiges, etwa 5 bis 15 cm breites Band, eine Art Stola, und wird über dem Messgewand getragen. Üblicherweise sind in einem Pallium sechs schwarze Seidenkreuze eingestickt. Für das Pallium ist eine an den Papst zu zahlender Abgabe […]Weiterlesen »
Schlagwort: Begriffe
Eine absonderliche Vergnügung der Studenten im 18. Jahhundert. Dabei wird ein Student unter einem Tischtuch auf ein Stuhl gesetzt. Dann qualmen die anderen Studenten ihn unterm Bettuch an und stellen lateinische Frage, die dieser lateinisch beantworten muss. Erbekommt zwölf Fragen und muss dabei jedesmal ein Glas Bier oder Broihan, oft […]Weiterlesen »
Es gab die freie und unfreie Bevölkerung im Marktflecken Halle Anfang des 10. Jahrhunderts. Unfrei waren Handwerker, Gewerbetreibende und Ackerbauern, die als Pächter das Land bebauten. Daneben gab es die Landlosen und Hörigen, wie die sorbische Restbevölkerung außerhalb Halles. Zu der freien Bevölkerung zählten die erzbischöflichen Beamten, wie Salzgraf, Münzmeister, […]Weiterlesen »
Patrizier waren im Mittelalter besonders vornehme, wohlhabende Bürger. In Halle verdrängten die Patrizier, die im Wesentlichen die Pfänner und Kaufleute darstellten, im 11. Jahrhundert die Ritterfamilien. Die Patrizier erwarben Grund und Boden der Rittergüter und führten die Stadt zu Reichtum und Macht. Im Hansebund oder besser mithilfe der Hanse erwarben […]Weiterlesen »
Als sich im Jahre 1348 eine tödliche Seuche in Europa ausbreitete, bat der König von Frankreich die Ärzteschaft der Universität Paris um ein Gutachten. Die Professoren wussten bald Rat: Die Planeten Saturn, Jupiter und Mars im Sternkreis Wassermann verursachten zusammen mit anderen Konjunktionen und Planetenfinsternissen eine verderbliche Fäulnis. Das führe […]Weiterlesen »
Die Pfanne (anfangs Panne genannt) war zum ersten das Gerät, dass dem Versieden der Sole diente und in den Kothen vom Salzwirker bedient wurde. In den Pfannen wurde in den besten Jahren des 16. Jahrhunderts ca. 19000 t Salz jährlich gesiedet, die dann auf 12 Salzstraßen in alle Himmelsrichtungen transportiert […]Weiterlesen »
Am Pfannenboden bildet sich nach zwei Siedetagen eine Kruste aus Pfannenstein der Scheep. Die Hitze des Feuers schafft es dadurch nicht mehr, die Sole kräftig genug zu erhitzen, und die Pfanne kann durchbrennen. Die Pfanne wird aus dem Koth transporiert und mit kaltem Wasser übergossen und dann auf eine Gestell, […]Weiterlesen »
siehe auch Tätigkeiten im Thal Der Pfannenschmied machte Pfannen aller Art. Besonders heimisch und angesehen war er in Gegenden der Salzgewinnung als Hersteller der Pfannen zum Sieden des Salzes. Außerdem war er verantwortlich für die Reparatur der Salzsiedepfannen. Somit waren die Pfannenschmiede eine der wichtigsten Berufsgruppen für den Siedeprozess im […]Weiterlesen »
Die Pfänner waren die Besitzer der Pfannen und bildeten im 14. – 15. Jahrhundert eine Kooperation, die einen festen Sitz im Rat hatte und im Thal die Siedekothe besaßen. Es waren sehr reiche Patrizier. Ende des 15. Jahrhunderts spitzten sich die Auseinandersetzungen mit den Popularen zu, die von den Pfännern […]Weiterlesen »
Die Pfänner sind die Besitzer/Teilhaber oder Pächter der Pfannen, in denen das Salz in den Kothen gesotten wurde. Es gab ganze Pfänner, die allein ein Koth besaßen und Spänner, wenn zwei Pfänner (mehr ging nicht) sich einen Koth teilten. Die Pfänner besaßen die Sole, aber keine Siedehütten. Die Siedehütten besaßen […]Weiterlesen »
In der Pfännerschaftskaste befanden sich das eingenommene Geld (nach 1479), die Pfännerordnung und andere Urkunden. Sie stand auf dem Rathaus und war mit drei Schlössern versehen, die alle unterschiedlich gefertigt waren.
Die Pfänner waren eine feste Korporation und hatten ein Panier (eigenes Wappen) vom Rat erhalten, was ein Klagepunkt des Erzbischofs Günther 1422 war. Wer in die Pfännerschaft eintrat, hatte 80 Gulden zu zahlen, 60 Gulden sollte der Rat erhalten, 20 Gulden dienten einem Essen für die Pfänner. Doch die Pfänner […]Weiterlesen »
Die bedeutendste Rolle spielte das Pferd wohl in der adligen Gesellschaft des Mittelalters. Die mobile Herrschaftsform bedingte, dass der gesamte Hofstaat einschließlich Damen, an ein Leben im Sattel gewöhnt war. Da Wege und Straßen schlecht ausgebaut waren, wurden Reisewagen und Sänften weniger genutzt. Eine zusätzliche Bedeutung erhielt das Pferd durch […]Weiterlesen »
Normalerweise wurde über Jahrhunderte die kostbare Sole durch die Haspler oder Radtreter gewonnen. Die Arbeit war anstrengend genug, aber die einzelnen Berufsgruppen wechselten sich am Solebrunnen auch ab, damit die Arbeit nicht einseitig belastete. Das galt aber nur innerhalb des Förderhauses. Als dann die SiedeKothen verschwanden und große Siedehäuser gebaut […]Weiterlesen »
Deutschland wird um 110 zum Exportland vor allem für Getreide, Metallwaren, Waffen, Wein, Salz und Textilien. Radmacher, Wagner und Schmiede verbessern die meist vierrädrigen Pferdefuhrwerke oder Pferdewagen. Um 1300 kommt der eiserne Radreifen. Der verhindert den Abrieb und macht das Rad stabiler. Damit können immer schwerere Lasten transportiert werden. Auf […]Weiterlesen »
Ein Privileg aufgrund der Einsatzwilligkeit und der Unterstützung in Notzeiten war das „Pfingstbier„. Es wurde seit alters her von Bauern und Handwerkern in der Pfingstzeit gefeiert. Seit der Gründung der Salzwirkerbrüderschaft wurde es zu einem der wichtigsten Ereignisse der Halloren. In der ältesten „Ordnung der Salzwürker – Brüderschaft im Thal […]Weiterlesen »
Der Plan ist eine platzartige Erweiterung der Straße bzw. eine Ausbuchtung. In Halle gibt es folgende Pläne: Unterplan – Glaucha (ehemals Hinterplan) Oberplan – bis 1850 in Glaucha (heute Saalberg) Töpferplan – beim Leipziger Turm Freudenplan – ältester Plan in Halle
Der abfällig gebrauchte Begriff zum Beispiel für Halle – Neustadt ist keine Erfindung der DDR. Schon in den 20iger Jahren baute man so in Frankreich. Kein anderer als der Architekt und Stadtplaner Le Corbusier stellte schon 1925 in Paris seine Idee von der Wohneinheit vor, die aber erst nach dem […]Weiterlesen »
Platzknechte sind Halloren die beim Pfingstbier zum Tanz neben den Kranzjungfern anführen. Sie sind mit bunten Bändern und bunten Bändern geschmückt. Sie führen auch meist den sogenannten Zappeltanz auf. Quelle und Bild: Gartenlaube; 1899)
Die Popolaren oder auch Demokraten waren die Gegner der Pfänner im 15. Jahrhundert. Besonders taten sich diese Leute um 1478 hervor, als es zum Sturz der Pfänner und zum Verrat Halles an den Erzbischof Ernst kam. Haupträdelsführer war der Schuhmachermeister Jacob Weißack, der im September 1478 das Ulrichstor für die […]Weiterlesen »
Das Hauptzahlungsmittel des Mittelalters ist neben Naturalien Silber. Die Wikinger bewerteten es nach Gewicht und zerhackten dabei Münzen, Barren etc. Aus dem Museumskatalog von Haithabu stammt folgende Aufstellung: Westeuropa: 1 kg Getreide: 3 g, Messer: 3 g, Schnalle: 5 g, Sporen: 20 g, Lanze: 51 g, Steigbügel: 126 g, Schwert: […]Weiterlesen »
Der Hallische Puff war das schlimmste aller Biere in Halle, der meist in obskuren Gasthöfen ausgeschenkt wurde. Die Studenten nannten jede kleine Gaststätte Puff, wo das hallische Braunbier ausgeschenkt wurde. In der Burschensprache bedeutet es aber auch „die niedrigen und schändlichen Löcher, wo den tierischen Trieben der Wollust gefrönt“ wurde. […]Weiterlesen »
Die sogenannten Pyramiden entstehehen bis 2025 am Wohncampus an der Muldestraße.