Das Stadtwappen besteht aus einem nach oben geöffneten roten Halbmond zwischen zwei roten Sternen auf silbernem (weißem) Grund. Es ist das Hoheitszeichen der Stadt Halle (Saale) und darf deshalb ausschließlich und nur durch die Stadt eingesetzt werden. Um 1116 wurde das Kloster Neuwerk in Halle gegründet. Es wurde zum mächtigsten […]Weiterlesen »
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Das Stadtwappen wurde von Heinz Möhrdel gestaltet. Blasonierung: „In Rot drei aus einer aufbrechenden gold-grünen Knospe auffliegende silberne Tauben; darüber ein liegender goldener Schlüssel, dessen Schließblatt in Form eines sechseckigen Benzolrings gestaltet und dessen Bart mit einem sechsstrahligen roten Stern belegt ist.“ Wappenbegründung: Mittelpunkt des Wappenbildes bildet eine stilisierte Taubengruppe […]Weiterlesen »
Nach mittelalterlicher Vorstellung waren die Menschen in gottgegebener Weise ungleich. Auf dieser Idee der Ungleichheit basiert das sich im Hochmittelalter ausbildende Modell einer in drei Stände gegliederten Gesellschaft, das die Menschen in Geistliche (Klerus), Ritter (Adel) und Bauern unterteilt – in »oratores« (Betende), »bellatores« (Kämpfer) und »laboratores« (Arbeiter). Im Kontext […]Weiterlesen »
Das Stapelrecht oder auch Niederlagsrecht, eigentlich „Marktrecht“ im Sinne von „Verkaufsrecht“, war im Mittelalter das Recht einer Stadt, von durchziehenden Kaufleuten zu verlangen, dass sie ihre Waren für einen bestimmten Zeitraum abluden (stapelten) und anboten. Die Befreiung davon erfolgte durch Zahlung eines Stapelgeldes. Es gab auch noch das Anschlagsrecht, das […]Weiterlesen »
Bis 1970 lebten bereits rund 39.000 Einwohner in Halle-Neustadt und was in diesen ersten sechs Jahren geschaffen wurde, liest sich in Zahlen ziemlich beeindruckend: 13.600 Wohnungen wurden gebaut, 7.200 Plätze in Ober- und Berufsschulen, 2.792 Kindergartenplätze und 1.322 Kinderkrippenplätze standen zur Verfügung. Darüber hinaus konnten Einkäufe auf ca. 3000 qm […]Weiterlesen »
Die Staupsäule ist ein steinerner Pranger. 1537 wurde dieser Pranger erneuert und am Rathaus aufgestellt. 1808 wurde die Staupsäule demontiert. Da wurden die Verurteilten gestäubt (geschlagen).
Das Stedegeld war der Markt- und Gewerbezins. Er ging wohl aus dem Grundzins hervor, da nach mittelalterlichem Recht, jedes Handels- oder Gewerberecht an den Boden gekoppelt war. Er wurde von den Händlern und Handwerkern erhoben, es ist seit 1182 belegt.
s. auch Tätigkeiten im Thal Die Brunnen waren mit den Kothen mittels Stegen aus Bohlenbrettern verbunden. Die ungepflasterten Wege waren durch Aschenreste und verschüttete Sole nicht begehbar. Die Stegschäufler reinigten diese Stege ständig und hatten dafür Gehilfen, die Stegkehrer.
s. auch Tätigkeiten im Thal Der Stöpper (Verladeknecht) verpackte das Salz mit Planen und stopfte Zwischenräume mit Stroh und Weidenruten aus. Es gab acht Wagenläder nebst vier Knechten, sowie vier Karrenläder mit vier Knechten, sowie sechs Stöpper mit je einem Knecht. Hohndorff, Friedrich: Das Saltz-Werck zu Halle in Sachsen befindlich […]Weiterlesen »
s. auch Tätigkeiten im Thal Die Störtzer (Bornknechte)schütteten die Eimer in einen großen Trog, den sogenannten Kahn. Er war aus einem Stück gefertigt.
1882 wurde in Halle die Pferdebahn eröffnet. Die sogenannte „Rote Bahn“ führte vom Markt zum Giebichenstein nach Trotha. Schon 9 Jahre später wurde das Netz erweitert und elektrifiziert. 1889 eröffnete als zweites Straßenbahnnetz die Stadtbahn Halle (Grüne Bahn) ihre Pforten. 1917 wurden beide Bahnen von der Stadt übernommen und es […]Weiterlesen »
In Halle-Neustadt gab es nur wenige Straßennamen (Magistrale, Am Zollrain, Richard-Paulick-Straße). Die Blocknummern waren auch für den Halle-Neustädter nicht einfach. Bodo Wylezich, Kabarettist der Halle-Neuspötter, dichtete: „Wenn Du in Halle-Neustadt mal ne Liebste willst besuchen. Dann gehste ziemlich schnell am Stock und fängst bald an zu fluchen. Die Straßen sind […]Weiterlesen »
Das Suburbium wird immer wieder im Zusammenhang mit dem fränkischen Kastell genannt, das am Domplatz vermutet wird. Drumherum bildete sich dann die Kastellsiedlung mit Handwerkern und Gemeinem Volk. Es entspricht einer mittelalterlichen Vorstadt oder Vorburg. Quelle: Wikipedia (gekürzt) Suburbium (. Vorstadt, Vorburg) ist eine Siedlung, die einer Burg vorgelagert ist […]Weiterlesen »
Kommt aus dem italienischen und bezeichnet eine Gastwirtschaft oder Schänke. Mittelalterliche Taverne mit Salzmagd (3D-Bild: Michael Waldow, MSW-Welten)
Temnitz oder Thenitz (slaw. Kerker) wurden die Kerker im Rathaus genannt, die rechts neben dem Durchgang lagen. Der kleinste, finsterste hieß das „Weinfäßchen“. Das Frauengefängnis lag auf dem Hof, war ein eigener Bau und hieß „Blandinnenstube“ oder „Frauenkemmeriche“ (1475). Im oberen Stockwerk befand sich die gelbe Stube zur Aufbewahrung von […]Weiterlesen »
Aus diesem Beutel bekamen die Salzwirker und die Bornknechte bei Problemen einen zinslosen Kredit. Sie zahlten ihr Leben lang einen gewissen Beitrag in den Thalarmenbeutel ein, um im Alter versorgt zu sein.Der Thalarmenbeutel existiert noch heute in der Salzwirker-Brüderschaft. In der Thalarmenbeutelordnung ist die Verwendung der Mittel genau festgelegt. Damit […]Weiterlesen »
Das Thalgericht war ein Teil der Doppelgerichtsbarkeit in Halle. Während beim Berggericht der Schultheiß (das Amt wurde als Mannlehen verliehen) den Vorsitz hatte, war es der Salzgraf im Thalgericht. Bereits im 13. Jahrhundert wurde das Thalrecht niedergeschrieben. Letzte Seite des Thalrechts von 1386 (Stadtarchiv Halle)
Die älteste Thalordnung ist wahrscheinlich 1360 entstanden. Die Entwicklung dieser Thalordnung vollzog sich bis ins Jahr 1386. Die Thalordnung beginnt mit den Worten: „Dis is des dales recht unde das man in dem tal halden sal“. In einer Willkür von 1315 sind diese Worte ebenfalss überliefert. In der Thalordnung gibt […]Weiterlesen »
Das 1. Thalrecht wurde 1386 geschrieben. 100 Jahre später wurde es erneut von den Bornmeistern und Schöffen aufgeschrieben. Die Bestimmungen des Thalrechts enthalten juristische Grundsätze ebenso wie Festlegungen zu Arbeitsablauf und Organisation des Salinenbetriebes. So legte ein Artikel die Zusammenkunft des Thalgerichts an drei Tagen des Jahres fest. Zum Schutz […]Weiterlesen »
s. auch Tätigkeiten im Thal Der Thalvogt ist ein landesherrlicher Verwaltungsbeamter und sorgte im Thal für Ruhe und Ordnung. Er hatte ein eigenes Haus. Er entsprach dem Gerichtsfron oder Stadtfron der Oberstadt, war aber unabhängig von ihnen. Ihm unterstanden das Gefängnis und der „Stock“. Am Stock wurden Leute, die den […]Weiterlesen »
siehe auch Tätigkeiten im Thal Die vier Thalvorsteher waren für den Betrieb der Salzgewinnung von der Förderung bis zum Verdampfen zuständig. Ihnen unterstanden die Unterbornmeister für die Soleförderung mit Radtretern, Hasplern, Störzern, Zappern und Soleträgern zur Verfügung. Als Zweites unterstanden ihnen die Siedemeister mit ihren Knechten. Die Thalvorsteher berechnen die […]Weiterlesen »
s. Bordell Der Tittenklapp war der Vorgängerbau des Palais vom Kühlen Brunnen und am Ende lag eine Sackgasse. Heute befindet sich an der Stelle die Hallesche Spezialitätenbrauerei Kühler Brunnen GmbH & Co. KG.
s. auch Tätigkeiten im Thal Die Träger (Bornknechte) trugen den Bottich mit der Sole zu zweit mittels einer Stange zu den Kothen und füllten ein Behältnis, welches sich zum einen Teil außen an der Kothe befand und zum anderen Teil im Inneren stand. Der gefüllte Bottich mit Tragebaum wog ca. […]Weiterlesen »
Direkt am Halsbrecher vorbei führte ein bequemer Fußweg an der Saale entlang. In dem Felsen sieht man noch eingeschlagene Ringe. Hier wurden sei dem 17. Jahrhundert die Schiffe an Leinen saalauf geführt. 1876 – 1879 wurde der Treidelpfad verbreitert und für Zugtiere verbessert. Ein Kahn wird von Menschenhand saaleaufwärts getreidelt. […]Weiterlesen »
Das Dorf, auf dessen Name „Trotha“ zurückgeht, wurde 952 erstmals urkundlich erwähnt, damals als „Tarata“, im Laufe der Jahre wurde dann „Trotha“ hieraus. 1371 wurde dann das Herrengeschlecht „von Trotha“ erstmals erwähnt, also 400 Jahre nach dem Ort. Die Kirche von Trotha ist die St. Bricciuskirche. 1429 kam es zu […]Weiterlesen »
Der Tunnelbahnhof in Halle-Neustadt war 464 m lang und wurde am 27.09.1969 eingeweiht. Zum Tunnelbahnhof gehörten drei Zugänge. Bei der Sanierung des Bahnhofs und der Zugänge zwischen 2008 und 2010 wurde der nördliche Aufgang entfernt und jeweils eine Zwischenwand eingezogen. Die ursprünglich 380 Meter langen Seitenbahnsteige wurden dabei auf 230 […]Weiterlesen »
1694 wurde die Friedrichs – Universität (heutige Martin-Luther-Universität) eingeweiht. Das Hauptgebäude befand sich (und befindet sich noch heute) auf dem Gelände des ehemaligen Barfüßerklosters. Am 12.07.1694 erfolgte die offizielle Eröffnung der Universität, nachdem Christian Thomasius 1690 bereits seine Vorlesungen in deutscher Sprache vor wachsender Hörerschaft gehalten hatte. Berühmte Professoren, wie […]Weiterlesen »
siehe auch Tätigkeiten im Thal Die Unterbornmeister, auch Gebenherren oder Oigler waren Beamte auf Lebenszeit, welche die vorgeschriebene Quantität Sole in den Pfannen kontrollierten. Sie überwachten die Menge des entnommenen Salzes und unterstanden den Thalvorstehern. Ihr Name kommt wahrscheinlich daher, so Dreyhaupt, da sie ein Auge auf die Siedeordnung hatten. […]Weiterlesen »
Der Unterschleif ist eine bewusste Täuschung oder ein Täuschungsversuch. Henning Strobart, berühmt-berüchtigter Stadthauptmann aus Halle wurde der Unterschleif vorgeworfen, da er seine Abgabenteile an der Münze nicht bezahlte und Tagesfahrten zwar vom Rat einforderte, aber nicht abrechnete. Er habe auch die Kosten der Pferde, die er nicht benutzte, einfach der […]Weiterlesen »
Urban 21 ist die Abkürzung für die weltweite Urbanisierung im 21. Jahrhundert. Urbanisierung bedeutet Verstädterung und beschreibt die Entwicklung, dass immer mehr Menschen in großen Städten, Metropolen aufeinander, miteinander und gegeneinander leben. Durch diese Initiative gefördert durch den Bund, das Land, den EU-Strukturfonds eFre (europäischer Fonds für regionale Entwicklung) und […]Weiterlesen »
Im Mittelalter durch Eid bekräftigter Verzicht auf Rache und auf weitere Kampfhandlungen. „Urfehde schwören“. So musste der hallische Stadthauptmann 1436 Urfehde gegenüber der Stadt Halle schwören, seine Besitzungen verkaufen und die Stadt verlassen.
1478 spitzte sich die Lage in den Auseinandersetzungen zwischen den Demokraten (Popolaren) und den Pfännern zu. Weißack, Schlegel und andere, meist aus den Innungen, wollten die Privilegien der Pfänner beseitigen. Das gelang ihnen am 14. September 1478, einem Sonntag, als der Schuhmachermeister Jacob Weißack das Ulrichstor öffnen und Ernst von […]Weiterlesen »
Die Verschläger oder Vorschläger mussten die Unkosten der Salzbereitung feststellen und bestimmten somit den Salzpreis. Darin waren auch die Holzkosten, die Menge der Sole und der Arbeitslohn enthalten. Sie wurden vom Unterbornmeister ernannt, dem sie auch ihren „Anschlag“ (heute Vorschlag) einreichten.
Entlang der Magistrale gibt es einen 1200 m langen unterirdischen Trassenabschnitt, in dem die Hauptversorgungsleitungen in einem begehbaren Sammelkanal verlegt wurden. Das Plattenwerk befand sich westlich, während die Versorgung genau aus entgegengesetzter Richtung kam, (Fernwärme aus der Dieselstraße, Wasserleitung aus Beesen) während der WK I zuerst ziemlich weit westlich angefangen […]Weiterlesen »
Der MSW-Welten Verlag hat Filme mit dem Salzstadtclan, der Bornstedter Ritterschaft und dem Hanseverein zur Geschichte der Salzstadt Halle produziert.
Die Gerichtsbarkeit war schon immer ein Streitpunkt in Halle. Um das vom Erzbischof genehmigte Schultheißenamt zu umgehen (er musste den Schultheiß und die Schöffen bestätigen) schuf man das vom Rat eingesetzte Vierherrenamt 1420. Es bestand aus einem Pfänner, einem Vertreter der Innungen und zwei Vertretern der Bürgergemeinheit (Bürgerschaft). Außerdem gab […]Weiterlesen »
Der Vogt war der Verwalter eines Klosters, der sich um die »weltlichen Angelegenheiten« des Klosterbetriebs kümmerte. Er vertrat das Kloster etwa vor Gericht und kümmerte sich um den militärischen Schutz. Tätigkeiten, die den Nonnen und Mönchen nicht erlaubt waren.
von Halle Halle wurde zwar erst 806 erstmalig erwähnt, trotzdem gab es auch auf dem heutigen Gebiet eine Vorgeschichte. Es war wohl schon seit Jahrtausenden Siedlungsgebiet für die verschiedenen Völker. So sind die Bandkeramiker (jungsteinzeitliche Siedler und Jäger) in Halle nachweisbar. (Platz um das Landesmuseum oder auf dem Galgberg) In […]Weiterlesen »
In Halle wurden die Wachstafeln von 1477 bis 1783 genutzt, um die Aufteilung der Solmenge an Pfänner und Anspruchsberechtigte zu dokumentieren. Das waren dann auch die Lehnstafeln. Wachstafeln von 1730, Stadtmuseum (Foto: Michael Waldow, MSW-Welten)
Dieser Wagenmeister schüttete mit seinen Knechten die Wagen und Karren sowie im Winter die Leiterschlitten mit Salz auf. Es gehörte zu ihren weiteren Aufgaben, die festgeformten Salzstücke zu zerschlagen und das Salz in große Tonnen – vorwiegend zum Schiffstransport auf der Saale – abzufüllen. Der Wagenläder links unten (Dreyhaupt, Neletici […]Weiterlesen »
In Halle gab es unter anderem als Währung die Mark (Kölner Kaufmannsmark) mit einem Feingehalt von 200 g Silber. (Heutiger Materialwert ca. 170 €, Kaufkraft im Mittelalter = 513 €).Ein Schock (Prager) Groschen hatte denselben Wert. Eine Mark waren 7,5 Rheinische Goldgulden oder 2 Lot Silber. Des Weiteren gab es […]Weiterlesen »
Arme Studenten, die in der Rokokozeit in den Waisenhäusern lebten, wurden aufgrund ihrer Armut als gering betrachtet. Das Wort Waisenhäuser wurde als Schimpfwort gebraucht: „Der benimmt sich wie ein Waisenhäuser.“ (Quelle: Halle im Rokoko, Dr. Siegmar Baron von Schultze-Gallera, Verlag Wilhelm Hendrichs)
Wappen haben ihren Ursprung im Kriegswesen (Waffen). Auf den Schild gemalt, ermöglichten sie in der Schlacht das Erkennen der geharnischten Reiter. Im frühen 12. Jahrhundert aufgekommen, entwickelte sich das Wappen, das ebenso wie der Name von der ganzen Familie geführt wird, rasch zum Standesattribut von Rittertum und Adel. Es wurde […]Weiterlesen »
Erich Neuss, Wehrbauten der Stadt Halle
Das Weihnachtsfest wurde (und wird) wie jedes christliche Weihnachtsfest begangen; einzige Besonderheit: Die Stube schmückte ein „Salzkronleuchter”. Dieser Brauch lebte bis ins 19. Jahrhundert, als die Fichte (Weihnachtsbaum) ihn dann ablöste. Alle Jahre wieder musste ein solcher Salzkronleuchter gebaut werden, denn einmalig fertiggestellt, hält er nur wenige Wochen. Wer ihn […]Weiterlesen »
An der Saale befanden sich Weinberge von Saalfeld bis Wettin. Wein war für die Mönche das übliche Tischgetränk im Konvent und Hospiz. Der Weinverbrauch bei den Gastmählern wurde unter ,,propinare“ (auftischen) abgebucht. 1254 gab Erzbischof Rudolf von Magdeburg den zollfreien Absatz der Weine des Zisterzienserkloster-Pforta (bei Naumburg/Saale) nach Halle frei. […]Weiterlesen »
Im 11. Jahrhundert schon erfolgte die Bepflanzung mit Weinpflanzen. Erst mit Beginn des 13. Jahrhunderts wurden infolge des sich damals stark ausweitenden Weinhandels neue Weingärten kaum mehr angelegt. Man bevorzugte nun vor allem Rhein- und Frankenweine.
Im Mittelalter wurden alle slawischen Völker Wenden genannt. In der Niederlausitz wird der Begriff noch heute für die Sorben verwendet. Ein Dorf der Ukranenwenden (nachgebaut) im Freilichtmuseum Ukranenland. Typisch sind die strohgedeckten Lehmhütten, die vielleicht auch so auf dem heutigen Gebiet der Stadt Halle zu finden waren.
Als Werck werden zwei gefüllte Salzkörbe (auch Spitzkörbe genannt) zu je 27 kg bezeichnet. In einer zweistündigen Schicht produzierten die Salzsieder mindestens sechs Werck Salz (12 Spitzkörbe), in einer Woche demzufolge 36 Werck oder 72 Stück Salz. Dazu verbrauchten sie 162 Zober Sole, 16 Kannen Bier und zwei Kannen Rinderblut. […]Weiterlesen »
Die Halloren hatten eine gewichtige militärische Funktion. Schon im Thalrecht von 1386gab es eindeutige Bestimmung über die Bewaffnung der Salzwirker und Talknechte. Ihre Ausrüstung bestand in einem Eisenhelm, Schild und Spieß. Wurde Halle angegriffen verteidigten die Halloren die Stadtmauern vom Rannischen Tor bis zum Klaustor, was in etwa ein Drittel […]Weiterlesen »