Schlagwort: Straßen

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Leipziger Turm

Die Stadtbefestigung wurde seit Mitte des zehnten Jahrhunderts gebaut und bis 1478 vollendet. Ursprünglich gab es etwa 40 Wach- und Wehrtürme, die an der Stadtbegrenzung zu finden waren. Übrig geblieben ist nur der höchste von ihnen, der Leipziger Turm (früher „Runder Turm“). Er stammt aus der Zeit um 1300 und […]Weiterlesen »

Luisenstraße

Die Königin von Preußen war die Namensgeberin der Straße, obwohl sie zuerst Victoriastraße heißen sollte. 1869 wurde hier das Landratsamt gebaut. Haus des Mathematikprofessors Eduard Heine (1821-1881). Er war u. a. Wegbereiter für Cantor’s Mengenlehre. (Foto: Gottfried Riehm)

Magdeburger Straße

Die Magdeburger Straße war bis zum Mittelalter eine ungepflegte Heerstraße, und man nannte den Weg Mayborsche oder auch Magdeburger Weg, weil er in diese Richtung führte. Von da aus hatte man einen Blick über die Stadt und bis zur Dölauer Heide. Ab dem 16. Jahrhundert begann eine schrittweise Besiedlung. Dort […]Weiterlesen »

Magistrale

Die Bezeichnung „Magistrale“ für die Hauptverkehrsstraße in Halle-Neustadt kommt von dem lateinischen Wort „magis“ und bedeutet „groß“ oder „am meisten“. Eine Magistrale ist im Allgemeinen die Hauptverkehrslinie einer Stadt oder Region, und da die Straße in Halle-Neustadt diese Funktion als zentrale Hauptverkehrsader erfüllte, erhielt sie diesen Namen.  1968 wird die […]Weiterlesen »

Marienstraße

1873 wurde die Straße polizeilich benannt und gehört zur Stadtgottesackerbreite. Ihren Namen erhielt sie, weil die Maillenbreite (Unikliniken) auch ehemals Marienbreite genannt wurde.  

Mauergasse (Mauerstraße)

Ursprünglich hieß sie im 18. „Hinter der Mauer“ und wurde 1828 in Mauergasse umbenannt. Heute trägt sie den Namen Mauerstraße (seit 1893). Die Häuser auf der linken Seite stehen auf den Fundamenten der Futtermauer aus dem 15. Jahrhundert.

Mittelstraße

Die Mittelstraße hieß früher „Fleischergasse“ (1300 „vleisstraze“) oder „Knochenhauergasse“ (1379 „in der knokenhowerestraten“). 1850 bekam sie den heutigen Namen. Die Straße wurde von ärmeren Leuten bewohnt. Die Straße besaß aber auch einen Röhrenwasserständer für frisches Wasser aus der Wasserkunst. Am 13. 03.1645 brannte die Fleischergasse nieder. Das Feuer sprang auch […]Weiterlesen »

Mozartstraße

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) gab seinen Namen für die 1908 polizeilich benannte Straße. Ab 1910 wurde mit dem Bau von Häusern begonnen, der westliche Teil wurde ab 1914 bebaut. 1909 pflanzte man 14 Krimlinden in der Mozartstraße an.

Mühlberg

Im Mittelalter umschrieb man  die Straße, deren damalige Bezeichnung Mühlberg nicht bekannt war, als „strate, als man in die möle geht“. 1837 hieß der untere Teil noch „An der Mühlwüste“. Eine abgehende Sackgasse führt noch heute in die „Wüste“, was sich in heutiger Zeit als lauschiges Plätzchen entpuppt, da ringsum […]Weiterlesen »

Mühlgasse

Die Mühlgasse wird 1419 als „molenstrasze“ erwähnt. Die Gasse war linker Hand vom Kirchhof St. Pauli begrenzt und rechts bebaut. In einem der Häuser wohnten die Beginen (1377 bacharde), die sich an die Dominikaner hielten. Die Dominikanernonnen wohnten auf der linken Seiten am St. Pauli Kirchhof. Am 13.03.1645 brach in […]Weiterlesen »

Mühlpforte

Ehemals durchbrach seit 1280 eine Pforte die Stadtbefestigung, sodass die Straße Mühlpforte genannt wurde. In einer Urkunde von 1541 erlaubte Kardinal Albrecht den Paulanermönchen den Begriff Saalpforte zu gebrauchen. Sie war eine der fünf Pforten der Stadt, die aber wie die Kuttelpforte ihre eigene Brücke besaß. Heute ist hier eine […]Weiterlesen »

Neue Gasse

Die Neue Gasse wölbte sich wie ein Bogen über Brunos Warte und bekam ihren Namen erst 1828. 1880 wurde sie mit der Zenkerstraße vereinigt.  

Neue Promenade

Die Neue Promenade entstand auf dem Gelände der mittelalterlichen Befestigung vom Rannischen Tor bis zum Galgtor. Zu dieser Zeit befanden sich zwischen den zwei inneren Stadtmauern und der äußeren Stadtmauer ein 40 m breiter Wallgraben mit Teichen, Gärten und Schießständen. Beim Rannischen Tor gab es zwei Teiche im sogenannten Schwanengraben.

Neumühle

Die Neumühle in Halle (Saale) ist eine ehemalige Getreidemühle, die 1283 erstmals erwähnt. Sie wurde von Mönchen des Paulinerklosters angelegt (ihr Ursprung geht auf das Jahr 1283 zurüc und 1465 in die Stadtbefestigung einbezogen.1529 erwarb sie Halle. Die Mühle wurde im Jahr 1582 neu erbaut. 1840 wird die Mühle von […]Weiterlesen »

Neunhäuser Gasse

Anfänglich hieß die Neunhäuser Gasse „Neue Häuser“ und wurde 1469 als Verbindungsstraße zur Brüderstraße geschaffen. Da dort Neun Häuser unter Johann Gottfried Olearius schon erwähnt wurden, nannte man sie Neun Häuser. Der Rat hatte das sogenannte „Weinmeisterhaus“ in der Steinstraße gekauft, dadurch eine Gasse gemacht und dorthin neun Häuser gebaut.

Neustadt

Die Neustadt (eine kleine Gasse) wurde 1551 auf dem Gebiet des Moritzklosters gebaut, das hier Gärten hatte. Nach Übertragung des Klosters an die Stadt wurden die Klostergärten besiedelt, es entstand die Neustadt. 1892 ging sie gänzlich in Brunos Warte auf.  

Oleariusstraße

Der Verfasser der „Halygraphia oder Ort- und Zeitbeschreibung der Stadt Hall in Sachsen“, Gottfried Olearius gab der Oleariusstraße 1886 ihren Namen. In der Straße ist noch in der Nummer 9 der Gutjahrbrunnen vorhanden, der aber 3 m entfernt vom alten Brunnen zur Mittelalterzeit liegt. Unterirdisch ist er in ca. 30 […]Weiterlesen »

Packhofgasse

1833 wurde der alte Packhof gebaut. Die kleine Straße dorthin, die an den Rückfronten der Gasthöfe „Zur grünen Tanne“ und „Goldenen Herz“ führte, wurde deshalb Packhofgasse genannt. Auf dem Gelände des Packhofes wurde der heutige Ankerhof gebaut. Der alte Packhof (Abbildung: unbekannt)

Parkstraße

Die Parkstraße erhielt ihren Namen durch den Parkplatz, einem abgetrennten Park des Stadtgottesacker. Auch diese Straße gehört zur Stadtgottesackerbreite und wurde 1879 benannt.

Passage, Neustädter

1970 wird die Hauptpost in der Passage errichtet. Das städtebauliche Rückgrat des Stadtzentrums entwerfen die Architekten Peter Morgner, Ingrid Schneider und Edith Scholz – ein Ensemble aus fünf 18-geschossigen Hochhausscheiben. Von 1971 – 1975 werden die fünf Hochhausscheiben errichtet. 1971/72 wird die angrenzende Kaufhalle für den Wohnkomplex IV gebaut. Ein […]Weiterlesen »

Pläne in Halle

Die Pläne Halles (der Plan ist eine platzartige Erweiterung der Straße bzw. eine Ausbuchtung) Fischerplan Karzerplan (Katzen- oder Kayserplan)) Freudenplan Galgtorplan Holzplan (vor dem Claustor) Töpferplan Töpferplan am Leipziger Tor (Foto: Gottfried Riehm)

Platanenstraße

Ursprünglich hieß die Straße Bergstraße. Sie war einst Auffahrtstraße zur Wernickeschen Villa (ehemalige Brummsche Villa).  Nach der Eingemeindung Trothas wurde sie in Platanenstraße umbenannt und mit Platanen bepflanzt. Hier zweigte auch die heute nicht mehr existierende Fasanenstraße ab.

Poststraße

Der Name Poststraße (heute Hansering, früher auch Preußenring und Adolf-Hitler-Ring) kam erst mit dem Bau der Neuen Post (1839–40 gebaut) ab 1873 auf. Vordem gab es hier noch die Gräben der alten Stadtmauer, wo die Schützengesellschaften übten. Man nannte sie deshalb auch schlicht den Schießgraben. 1872 wurden die Gräben zugeschüttet […]Weiterlesen »

Promenaden

In Halle gab es die Alte Promenade, die nach dem Abriss des Ulrichstores an der Ulrichstraße angelegt wurde. Die neue Promenade entstand nach dem Abriss der Stadtmauer westlich der Moritzkirche. Reste der Stadtmauer an der Neuen Promenade (Foto: Gottfried Riehm, 1890)  

Rainstraße

Ursprünglich ein Rainweg zur Saale entwickelte sie sich zur Straße im 19. Jahrhundert. Hier siedelten sich am Saaleschlösschen Fischer an. Hier entstand auch der Rabesche Park (Spinnerei) mit der Rabenschen Villa (1890/05). Weiteres Gelände gehörte der Bauerschen Brauerei.

Rannische Straße

Die Rannische Straße gehört zu den ältesten Straßen der Stadt und mündete im Norden auch in ihrem ältesten Teil, dem Alten Markt ein. Sie ist um 1100 entstanden. Im Süden führte sie über das Rannische Tor zur Regensburger Straße (heute Liebenauerstr.) bis nach Regensburg. Diese Straße wurde auch Salz- oder […]Weiterlesen »

Ränzelgasse

Die Ränzelgasse gab es wohl schon zu Beginn des 18. Jahrhunderts, als die große Straßenumbennung war. 1893 wurde sie in Klausbergstraße umbenannt. Sie ist ein kleiner Straßenzug westlich des Amtsgartens. Am Eingang gab es die Kolonialwarenhandlung Petri.

Rathausstraße

Die Rathausstraße war im Mittelalter eine kleine, enge Gasse. Bei Olearius hieß sie 1660 „Hinter dem Rathuse“. Sie gehörte zu den 26 Gassen Alt-Halles. In der Gasse lag seit dem Brand 1312 auch das Schiff der Kapelle „Zum Heiligen Kreuz“. Im 16. Jahrhundert gab es hier einige Patrizierhäuser, später siedelten […]Weiterlesen »

Richard-Wagner-Straße

Ursprünglich hieß die Straße Schmelzerstraße, nach dem Oberschmelzer auf der Höhe des Parks von Prof. Schmelzer (heutiger Volkspark), den er 1839 anlegen ließ. 1888 kam dann der Name Schmelzerstraße auf. Nach der Eingemeindung (1900) wurde die Straße in Richard-Wagner-Straße nach dem gleichnamigen Komponisten (1813–1883) umbenannt.

Riebeckplatz

Der heutige Riebeckplatz (s. auch Thälmannplatz) war noch im Mittelalter noch Gerichtsstätte. Damals hieß der Platz noch Galgtorvorplatz. Zu dieser Zeit herrschte dort bei Verurteilungen immer Jahrmarktsstimmung.  Bei den Hinrichtungen war ein Publikum unabdingbar, da sonst das Urteil nicht rechtskräftig war. Der  Rabenstein,  „ein hochgemauertes Kreisrund, auf welchem die Verurteilten […]Weiterlesen »

Rittergasse

Es gab die Kleine und Große Rittergasse. Der Name rührt von einer Familie Ritter (Riter, Rider), die im 16. Jahrhundert ausgestorben war. Die Familie stammte aus dem Ballenstedtischen, wo es den Ort Rieder noch heute gibt. 1828 wird die Große Rittergasse in Ritterstraße umbenannt, die Kleine heißt dann Rittergasse. Beide […]Weiterlesen »

Ritterstraße

s. auch Rittergasse Die Ritterstraße war eine dunkle, krumme und winklige eingeengte Straße. Der Name kommt von der alten Familie Ritter (Riter, Rider), die in Halle viele Güter besaß und im 16. Jahrhundert ausstarb. Ursprünglich stammt das Geschlecht aus Rieder in der Nähe von Ballenstedt. Später im 19. Jahrhundert werden […]Weiterlesen »

Sack

Die „Säcke“ waren verbaute Sackgassen, die es vielfach gab. Außer dem Sack gab es auch sogenannte „Taube Gassen“, so hieß auch die heutige Gasse Kühlinger Brunnen einst „Taube Gasse“. Bevor der Kühle Brunnen gebaut wurde (am Ende der Gasse), endete diese Gasse blind. (Foto: Michael Waldow, MSW-Welten)

Salzkärrnerstraße

Eine der bekanntesten Salzstraßen war die Salzkärrnerstraße, die am „Alten Markt“ begann und in Prag endete.  Sie wurde neben anderen Salzstraßen im Mittelalter viel genutzt. Die Straßen oder Wege sind mehr als 1000 Jahre alt. Weitere Informationen gibt es hier: Alte Salzstraße Halle-Prag e. V. (Karte: Bernd Bieler)

Sandberg

Es gibt den Großen und den Kleinen Sandberg. Die Trennung in beide Namen erfolgte erst 1828. Der Sandberg führte seinen Namen durch den Sand, unter dem sich Ton lagerte. Als Baugrund war er eigentlich nur bedingt geeignet. So stürzte das Kornhaus an der Stadtmauer gelegen, 1704 ein. Erst 1100 wurde […]Weiterlesen »

Sandbergweg

Der Sandbergweg durch die Dölauer Heide wurde 1929 vom Heideverein angelegt. Trotzdem ist er wahrscheinlich schon viel früher in Gebrauch gewesen, da man Spuren einer großen Rundsiedlung faktisch in der Mitte des Sandbergweges gefunden hat, die vor ca. 3500–2800 v. Chr. existierte. Gedenkstein Sandbergweg (Foto: Michael Waldow, MSW-Welten)

Scharrengasse

Die Scharrenstraße ist eine Straße in der nördlichen Innenstadt von Halle an der Saale. Sie verbindet die Geiststraße mit Harz (Straße) und Weidenplan. Die Straße verläuft parallel zum Universitätsring. Die Straße ist benannt nach den Fleischbänken, den Scharren. 1893 wurde die ehemalige Gasse zur Straße. Bis zur Eingemeindung nach Halle gehörte sie zur […]Weiterlesen »

Scharrenstraße

Die Straße bekam ihren Namen durch die Scharren, also Fleisch-, Brotbänken oder Schuhverkaufsstellen. Sie zog sich an der dritten inneren Stadtmauer entlang. Um 1750 hieß die Straße noch „Schärne“, 1830 „Scharrngasse“, 1893 dann Scharrenstraße.

Schimmelstraße

Die Schimmelstraße existierte bereits im Mittelalter. Ein einfaches Tor (Schimmeltor) sperrte den Zugang zur Steintorvorstadt ab. Bis 1744 heißt sie auch Schummel- oder Schümmelgasse. Schultze-Galléra glaubt, dass die Straße als Diebes- oder Schmugglergasse galt. Ab 1750 findet man hier große Gärten angelegt. Wolfshagen Garten Hupes Garten Fehlings Garten Lehmannsche Oekonomie […]Weiterlesen »

Schlamm

Der Schlamm ist die heutige Nikolaistraße. Der Name rührt von dem Erdreich dort, das hauptsächlich aus wasserundurchlässigen Ton bestand, sodass die Gebäude, die dort standen, immer ein wenig feucht waren.

Schleifweg

Ehemals bildete der Schleifweg und bezog deswegen seinen Namen. Heute ist er aber gerade angelegt. Zu seiner Anhöhe ziehen auch der Gabelsberger Straße und der Königsberg.  

Schlossberg

Der Schlossberg hieß einst Rodenberg, Rudenberg oder Reidenberg. Der ursprüngliche Name ist gar Hundeberg oder Rüdenberg. 1266 hat die Patrizierfamilie Barath einen Hof zwischen der Mühle und dem Judendorf. 1275 wird sogar eine Badestube erwähnt.

Schlossfreiheit

Im Zuge des Baus der Moritzkirche entstand die Schlossfreiheit mit einer Pferderennbahn vor der Moritzburg. Dafür wurden viele Bauten niedergelegt (Ulrichskirche, Pfarrhaus, Schule usw.) Heute ist es der Parkplatz (Friedemann – Bach – Platz) vor der Moritzburg.

Schmale Gasse

Die Schmale Gasse war eine kleine Gasse bzw. ein Durchschlupf, der den unteren Graseweg mit der Großen Klausstraße verband.  Sie besaß keine selbstständig gezählten Häuser und war am Anfang der Gasse vier Schritte breit und am Ende zur Großen Klausstraße nur einen Schritt. 1830 spottete ein Student: Fremdling! Verachte mich […]Weiterlesen »

Schmeerstraße

Die Schmeerstraße gehört zu den ältesten Straßen der Salzstadt, die ihre Anfänge um 980 hat. Hier mündete der alte Heerweg vom Norden (Magdeburg) ein, eine Straße, die auch gern die Obrigkeit benutzte, um nach Halle zu kommen. Um 1180 erhielt die Straße ihren heutigen Verlauf und wurde Schmeerschneiderstraße genannt, weil […]Weiterlesen »

Schülershof

Der Name Schülershof kommt von den ehemaligen Besitzern mit dem Namen Schüler. 1266 wird er erstmals erwähnt (hinder des scoleres hofe).  1296 wird er noch als Besitztum ausgewiesen. Der Hof entwickelte sich zu einer Straße. 1479 tritt die Familie mit Burkhard Schüler in die Historie ein. Er war Krämer (Hutmacher), […]Weiterlesen »